Wartburg

Burg Wartburg

Deutschland / Thüringen

Burg des Monats

Burg Wartburg wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats Mai 2017" gewählt.
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Die Wartburg gehört zu den Wahrzeichen Deutschlands und wird nicht selten in einem Atemzug mit Schloss Neuschwanstein und Schloss Heidelberg genannt. Die Landgrafenburg aus dem 12. Jahrhundert diente ab 1520 Martin Luther zur Übersetzung der Bibel und als Exil. Heute ist sie ein Touristenmagnet und ein Besuch gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen.

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Adresse

Burg Wartburg
99817 Eisenach
Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Museum
Lage: 384 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:20-16:44 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: ganzjährig
Burghof: offen
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Eintrittspreise: Burghof: frei
Burg: Führung
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Baubestand & Beschreibung

Die Wartburg thront auf einem Bergrücken, weit oberhalb der Stadt Eisenach. Sie bestand ursprünglich aus einer Vorburg und einer Kernburg, die nur durch einen Torbau voneinander getrennt werden. Der Zugang zur Anlage erfolgt heute wie damals über die Vorburg und befindet sich an der engsten Stelle des Felssporns im Norden. In den sehr schmalen und zu den Seiten steil abfallenden Bergrücken wurde ein Halsgraben getrieben, der heute die Wartburg vom Rest des Berges trennt. Eine Zugbrücke, ein großes Torhaus und ein Pecherker wurden Mitte des 19. Jahrhunderts restauriert und dienen seitdem zur Erschließung der Burg.
Hinter dem Tor beginnt die Vorburg, die nur über einen schmalen Zwinger erreichbar ist. Die Gebäude orientieren sich an der äußeren Wehrmauer und beherbergen in ihrer Mitte einen Hof, der durch Höhenunterschiede relativ verwinkelt wirkt. Die längliche Form des Hofes deutet auf die topographische Lage hin, die nur wenig Platz auf ebenem Boden bot. Der Hof beherbergt heute einen Brunnen, das Tor zur Kernburg und die typischen charakteristischen Fachwerkwehrgänge, die fast jedes Foto der Wartburg prägen. Trotz der umfassenden Rekonstruktions- und Renovierungsarbeiten des 19. Jahrhunderts ist das Fachwerk zum Teil noch original, wurde aber in einen strahlendem Weiß angestrichen. Im nordwestlichen Bereich stößt man auf ein wiederaufgebautes Haus, das den Souvenirladen und die Kasse beherbergt.
Die Kernburg befindet sich im südlichen Part der Wartburg und ist nur über ein Torhaus in der Vorburg zu erreichen. Es eröffnet sich der Blick auf zwei Bergfriede, von denen der südliche, am Torhaus stehende, eine Rekonstruktion ist.
Die Kernburg beherbergt heute nur noch bedingt Gebäude und wirkt wesentlich größer als die Vorburg. Zu sehen sind der Palas, sowie ein weiteres Gebäude und die überdimensionale, eindrucksvoll wirkende, alte Regenwasserzisterne, die im Laufe der letzten Jahre freigelegt wurde. Die Kernburg wird von einer Ringmauer mit Zinnenkranz umgeben, die teilweise einen Wehrgang aufweist. Durch das abfallende Gelände liegt der Hof höher als die Wehrmauern und gewährt somit eine weite Aussicht über das Umland.
Das Innere der Gebäude lässt sich nur auf zwei Wege erkunden. Es gibt Führungen, die am Palas beginnen und Einzelkarten für das Museum und die Lotharstube. Große Teile der Burg lassen sich nur mit der Führung zusammen besuchen.
Die Führung beginnt inmitten der alten Gemäuer des Palas. Obwohl die Anlage stark neogotisch wieder aufgebaut wurde, stößt man hier auf einen der besterhaltenen Palas aus dem Mittelalter. Durch zahlreiche Gänge gelangt man in den ehemaligen Rittersaal, der mit seinem Gewölbe und der zentralen Säule ein eindrucksvolles Bild liefert. Der angrenzende Raum ist der Speiseraum. Dieser beherbergt eine alte Holzbalkendecke, die von 1155 stammt und seitdem mehrfach konserviert wurde. Neben zahlreichen Möbeln stößt man auf gotische und romanische rekonstruierte Fenster. Die Elisabethkemenate bildet den nächsten Raum und war wahrscheinlich einst Teil der Wohnung des Burgherrn. Decke und Wände sind vollkommen mit Mosaiksteinen besetzt und erzählen in Form von Bildern vom Leben der heiligen Elisabeth. Sein heutiges Aussehen erhielt der Raum wohl um 1902 bis 1906. Es werden zahlreiche Motive aus Religion und Kreuzzügen dargestellt, auf die bei der Führung teilweise eingegangen wird. Nach dem Mosaikraum geht es in die alten Arkaden und weiter über eine Treppe in das obere Stockwerk, das die Kapelle beherbergt, die zum Teil original erhalten, zum Teil rekonstruiert ist. Neben Fenstern mit Verzierungen weist auch dieser Raum den typischen Aufbau aller Räume mit Gewölbe und zentraler Säule auf. An den Wänden lassen sich noch alte Wandmalereien erkennen, die um 1320 entstanden sind. Sie sind Überreste einer Kapelle, die durch einen Brand im 14. Jahrhundert zerstört wurde. Landgraf Friedrich der Freudige ließ diesen Sakralraum errichten. In den Zwillingsfenstern stößt man heute noch auf interessante Doppelkapitelle.
Hinter der Kapelle führt der Weg über den alten, mit Wandmalereien von 1854 versehenen Arkadengang in den nächsten Raum. Es werden Gemälde und Wandmalereien des berühmten Sängerkrieges zu Eisenach dargestellt. Mit Hilfe von Bögen wurde ein kleiner Bereich abgetrennt, der die Sängerlaube beherbergt. Diese ist an der Wand als Malerei wiederzuerkennen.
Die Führung wird im Landgrafenzimmer fortgesetzt, ein mit Wandmalereien verzierter größeren Saal, der unter anderem Bilder von der Entstehung der Burg Wartburg zeigt. Das Kapitell der zentralen Säule weist durch den feinen Schmuck und die Verzierungen auf den Wohnraum eines Herrschers hin. Die Bilder des Landgrafenzimmers zeigen Szenen aus dem Mittelalter, die alle mit der Wartburg in Verbindung stehen.
Über ein Treppenhaus führt der Weg in das oberste Stockwerk, das neben einem Modell der Wartburg einen über 1.000 Jahre alten verzierten Stein aufweist.
Den krönenden Abschluss der Führung bildet der große Saal, der errichtet wurde um König und Königreich mit einem Raum zu provozieren, der größer ist als alle Säle im Reich. Es wird auf den Sieg über das Heidentum eingegangen. Man wollte die Eroberung der Welt durch das Christentum eine gewisse Größe verleihen. Neben einer wunderschönen Kassettendecke findet man hier eine Fahne der Studenten, die am 18. Oktober 1817 hier einkehrten um mit ihrer Willensbekundung für den deutschen Boden ein Wartburgfest zu geben und die Grundsteine des heutigen Deutschlands zu legen. Der Saal misst über 30m und beherbergt drei Kamine, eine Seltenheit für mittelalterliche Innenarchitektur. Die Führung endet in diesem Raum.
Im anschließendem Museum stößt man auf Rüstungen, Möbel, einen Sarkophag, Öfen, Rekonstruktionszeichnungen und Stiche, sowie zahlreiche Funde und Elemente aus der Vergangenheit, die in den Räumen der Führung keinen Platz gefunden haben. Zudem beherbergt das Museum den Zugang zu den Fachwerkwehrgängen, die große Teile der Ringmauer einnehmen. Neben der Studierstube von Willibald Prickheimer stößt man auch auf die Stube von Martin Luther. Diese war vor seiner Ankunft ein Kavaliersgefängnis gewesen. Schon im 16. Jahrhundert, nachdem Luther die Bibel übersetzt hat, galt der Ort als Wallfahrtsort, so dass man stets darum bemüht war die Stube bis heute in seiner mittelalterlichen Form beizubehalten. Von dem berühmten Tintenfleck ist heute nichts mehr zu sehen. Es ist auch unklar, ob es sich hierbei nicht um eine Legende handelt, obwohl Luther in einer seiner Niederschriften von dem Wurf des Fasses nach dem Teufel berichtet. Der Fachwerkgang, der die Lutherstube mit Palas und Hof verbindet, wurde nach Luther benannt und heißt Luthergang.
Burg Wartburg beherbergt unzählige Elemente, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und dafür sorgen, dass man bei jedem Besuch etwas Neues entdeckt. Bei der Führung wird Humor an den Tag gelegt.
Von der Atmosphäre her ist die Burg sehr angenehm. Auch wenn hunderte von Menschen diesen Ort aufsuchen, fühlt man sich weder in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt noch belästigt. Durch die beiden Höfe, das Museum und den Luthergang verteilen sich die Massen sehr weitläufig, so dass man in Ruhe seinen Aufenthalt auf Burg Wartburg genießen kann.

Kurzinformation über Luther, zusammengetragen von Nausikaa Lenz:
Der Theologe und Reformator Martin Luther (1438-1546) war am 03. Januar 1521 von Papst Leo X. exkommuniziert worden. Da er auf dem Reichstag zu Worms im April 1521 unter anderem den Widerruf ablehnte, verhängte Kaiser Karl V. über Luther die Reichsacht. Es hieß, er sei halsstarrig und solle sich in Sicherheit bringen.
Nach einem Scheinüberfall, der das Vorhaben nach Entführung aussehen lassen sollte, wurde Luther von seinem Landesherrn Kurfürst Friedrich III. von Sachsen auf die Wartburg gebracht, wo er sich fortan unter dem Namen Junker Jörg versteckte. Dort entstand die Übersetzung des Neuen Testaments, die 1522 im Druck (Gutenberg) erschien.
Während seines Aufenthalts auf der Wartburg soll er von dem Teufel belästigt worden sein. Es hieß, dieser habe ihn in der Nacht geweckt, woraufhin Luther zu seinem Tintenfass gegriffen und damit nach ihm geworfen haben soll. Ob sich diese Geschichte allerdings tatsächlich so ereignet hat, ist umstritten. Auch der Tintenfleck kann dies nicht bezeugen, denn in den letzten Jahrhunderten soll er immer wieder Nachbesserungen erfahren haben, sodass man seine Originalität anzweifelt. Allerdings berichtete Luther selbst von seinem Wurf mit dem Tintenfass und sagte, er habe den Teufel mit Tinte vertrieben. Jedoch ließe sich diese Aussage zumindest heute eher metaphorisch verstehen.

Historie

Die Landgrafenburg ist wohl um 1200 entstanden. 1319 wurde sie nach einem Brand gotisch wieder hergerichtet. In den Jahren 1521 bis 1522 war Luther zur Übersetzung der Bibel hier ansässig gewesen. Die Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, aber 1838 bis 1867 wieder im neogotischen Stil aufgebaut. Beim Wiederaufbau wurde die Anlage stark verfremdet.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A4 Ausfahrt "Eisenach" der Ausschilderung von der Autobahn zur Burg folgen. Die Burg beherbergt drei Parkplätze, von denen einer sich oben bei der Burg befindet und zwei weitere in Eisenach, von denen man mit einem Shuttlebus hoch zur Burg fahren muss. Der Parkplatz auf der Burg ist meistens überfüllt.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 14.05.2006

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