Lichtenstein

Burg Lichtenstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Hoch über dem Echaztal thront auf einer Felssäule das wohl bekannteste Schloss der Schwäbische Alb: Lichtenstein. Die exponiert gelegene Burg stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert, war zwischenzeitig eine Ruine und wurde 1836 im neogotischen Stil wieder aufgebaut. Anschließend wurde es Sitz der Herren von Württemberg. Im Mittelalter galt die Anlage als uneinnehmbar. Sie besaß einen tiefen Graben, der heute noch sehr eindrucksvoll die Burg vom Berg trennt. Heute kann man die Burg im Zusammenhang mit einer sehr interessanten Führung besuchen. Hierbei wird auch auf einen Geheimgang eingegangen, der vor 100 Jahren noch nutzbar gewesen war.

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Adresse

Burg Lichtenstein
72805 Lichtenstein
Parken: Burg, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg, Schloss
Burgtyp: Felsturmburg, Spornburg
Nutzung: privat, Museum
Lage: 790 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:20-16:52 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Apr-Okt:
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Eintrittspreise: Vorburg: kostenpflichtig
Kernburg: Führung
mehr
Kontakt: Schloßverwaltung Lichtenstein
72805 Lichtenstein
Tel.: 07129 / 41 02
Fax: 07129 / 52 59
Website: Schloss-Lichtenstein.de

Baubestand & Beschreibung

Hoch über dem Echaztal thront auf einer Felssäule das wohl bekannteste Schloss der Schwäbische Alb: Lichtenstein. Die exponiert gelegene Burg stammt ursprünglich aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, war zwischenzeitig eine Ruine und wurde 1836 im neogotischen Stil wieder aufgebaut.
Die Anlage stammt zum größten Teil aus der Neogotik, ist also um 1836 auf den Ruinen einer Felsenburg entstanden. Der Ursprung der Anlage liegt auf einem abgerissenen Felskegel, der durch einen tiefen Halsgraben vom Berg getrennt war. In der Neogotik baute man die Burg aus und errichtete eine eindrucksvolle Vorburg im Festungsbaustil, die die Anlage zum Bergrücken hin umrahmt.
Die mittelalterliche, überbaute Kernburg befindet sich auf einem einzelnen Felsen, der sich vom Plateau abhebt und nur über eine Brücke erreichbar ist. Sein großer Abstand zur Vorburg und der tiefe Graben mit den noch tieferen Abhängen zu allen Seiten liefern einen imposanten Eindruck und machten Lichtenstein zu einer der wehrhaftesten Burgen Baden-Württembergs.
Die Kernburg ist nur in Zusammenhang mit einer dreiviertelstündigen Führung besuchbar. Der Zugang erfolgt über eine Zugbrücke aus der Neogotik. Der romantische Aufbau der Kernburg aus der Neuzeit entspricht grob dem ehemaligen mittelalterlichen Aufbau. An der Stelle des Treppenturms befand sich ein Bergfried. Der Palas stand an der selben Stelle wie der heutige Hauptbau. Das neue Gebäude wurde auf den Überresten und Grundmauern des Palas errichtet. Unter dem Putz lassen sich noch deutlich die mittelalterlichen Steine und Mauerverläufe erkennen. Die gesamten Räume des Palas spiegeln die Zeit wieder, in der man der Idealisierung des Mittelalters nacheiferte.
Von dem touristischen Aspekt her ist Lichtenstein trotz der wenigen Reste der mittelalterlichen Anlage und der großen Besucherströme sehr angenehm. Die Führung ist sehr interessant und kinderfreundlich gehalten. Das Schloss gehört zu den bekanntesten und interessantesten Anlagen Baden-Württembergs und sollte einmal besucht werden. Es lohnt sich.

Historie

Die erste Burg war wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert. Man geht aber davon aus, dass die Burg auf dem Felskegel erst 1390 errichtet wurde, nachdem Alt-Lichtenstein 1381 im Schwäbischen Städtekrieg zerstört wurde. Um 1836 haben die Herzöge von Württemberg auf den Resten ein Schloss im alten Stil errichtet. Bis 1842 dauerte der Umbau, anschließend nutzten man sie als romantisierte Ritterburg.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Lichtenstein liegt südlich von Reutlingen bei Lichtenstein. Über die A8 Ausfahrt "Wendlingen" auf die B313 Richtung Reutlingen. Hinter Reutlingen beginnt die Ausschilderung der Burg Lichtenstein. Vom Parkplatz ist die Burg schon zu sehen und keine 150m Fußweg entfernt.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart
- Günter Schmitt, "Burgenführer Schwäbische Alb- Band 4- Alb Mitte-Nord", Biberacher Verlagsdruckerei, 1991, Biberach

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.01.2012

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