Böckelheim, Schlossböckelheim

Burg Böckelheim, Schlossböckelheim

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Böckelheim liegt auf einem weit auslaufenden Bergkegel oberhalb des Tals des Flusses Nahe. Von der Anlage aus der Zeit um 1000, die 1688 durch die Franzosen zerstört wurde, haben sich nur der Hügel des Bergfrieds, ein Teil des Grabens, die Reste eines runden Turms und der Verlauf einer Ringmauer erhalten. Auf dem Gelände liegen heute ganze Mauerpartien und zahlreiche Erdwälle deuten auf mehrere Gebäude hin. Die recht große Burg war direkter Sitz von Heinrich V., der hier seinen Vater Heinrich IV. gefangen hielt. Trotz des sehr schlechten Erhalts ist die Anlage sehenswert. Von der Südwestspitze eröffnet sich eine herrliche Aussicht über das Land.

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Adresse

Burg Böckelheim, Schlossböckelheim
Burgweg
55596 Schlossböckelheim / Niederthälerhof
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 185 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:14-16:06 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Schlossböckelheim, auch Burg Böckelheim genannt, befindet sich auf einem weit auslaufenden Bergkegel oberhalb des Tals des Flusses Nahe. Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich ein Ort, der durch kontinuierlichen Wachstum die Anlage heute fast vollständig umrahmt. Im nördlichen Part des Ortes lassen sich noch Elemente einzelner älterer Mauern erkennen, die auf eine vermutete Vorburg hinweisen.
Die Kernburg nimmt den höchsten Punkt des Ortes ein und wird durch einen Halsgraben von diesem getrennt. Im Halsgraben, der noch im Ansatz zu erkennen ist, hat sich der Burgenverein zur Erhaltung der Anlage ein Fachwerkhäuschen errichtet und eine aufschlussreiche Informationstafel aufgestellt. Eine große Wiese nimmt den Bereich vor der Kernburg ein und dient heute als Veranstaltungsort.
Von der Burg her sind nur bedingt Reste erhalten geblieben. An der Nordseite, also zum Zugang und Vereinshaus, sowie zum Halsgraben hin, stößt man auf die Überreste einer höheren Mauer, die wahrscheinlich einst als Schildmauer ausgebaut war. An dem östlichen Ende der Mauer lassen sich die Reste eines Turmes erkennen, der allgemein als Nordturm bezeichnet wird. Die Westecke nehmen die erhaltenen und restaurierten Mauern eines Gebäudes ein, das unter anderem noch Ansätze eines Gewölbes aufzuweisen hat. Die lange Schildmauer zum Graben hin beherbergt unter anderem eine Tür mit Türsturz, sowie zahlreiche kleine, schwer erkennbare, konstruktive Details. In der Mitte ist ein großes Stück der Mauer abgerutscht und liegt etwas tiefer neben dem heutigen Zugang. Das große Stück ist größtenteils gemauert und wirkt durch den Umfang und die Höhe sehr eindrucksvoll.
Hinter der Schildmauer nimmt der Erhalt der Anlage rapide ab. Es lassen sich einzelne große abgerutschte Mauerstücke erkennen, die hier und da den Weg zieren. Über einzelne Trampelpfade gibt es die Möglichkeit die Burg größtenteils zu erkunden und abzuwandern. Hierbei stößt man auf Vertiefungen, die auf ehemalige unterkellerte Gebäude und auf Mauerreste der ehemaligen äußeren Wehrmauer hinweisen. Zudem lassen sich der Hügel des Bergfrieds und eine südliche, in der Neuzeit geschaffene Aussichtsplattform erkennen. Die Aussichtsplattform liefert die Möglichkeit einen Blick über das Tal der Nahe schweifen zu lassen.
Vom Erhalt her sind die Überreste sehr bruchstückhaft und größtenteils gar nicht mehr zuordnungsfähig, was kaum Rückschlüsse auf das ehemalige Aussehen ermöglicht. Interessant und sehr mysteriös hingegen sind die zahlreichen abgerutschten Mauerblöcke, die das Bild der Burg prägen.
Burg Schlossböckelheim wirkt zum Teil sehr urig. Die Anlage ist nur bedingt erhalten und bedarf eines geschulten Auges, um die vielen kleinen Reste erkennen zu können. Die südliche Aussichtsplattform lädt zum Verweilen ein.

Historie

Die Burg Schlosböckelheim gehört zu den ältesten Anlagen der Region. Erstmalig erwähnt wird die Burg 824. Der Ursprung, so vermutet man, liegt in einer Reichsburg. Um das Jahr 1000 wird ein Herzog Cuno von Böckelheim erwähnt. Spätere urkundliche Erwähnungen erfolgen im Winter 1044 auf 1045. 1105 erfolgte die Gefangenschaft von Kaiser Heinrich IV. durch seinen Sohn Heinrich V. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde Schloss und Gut Lehen der Bischöfe von Speyer an die Grafen von Sponheim. Die Grafschaft wird 1277 geteilt und ist ab 1279 zum Teil im Besitz des Erzbischofs von Mainz. 1471 wird Schlosböckelheim an die Kurpfalz übergeben und 1688 von den Franzosen vollständig zerstört.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Böckelheim befindet sich im Ort Schlossböckelheim westlich von Bad Kreuznach. Über die A61 Ausfahrt "Bad Kreuznach" auf die B41 nach Bad Kreuznach und weiter Richtung Waldböckelheim. Von Waldböckelheim aus nach Schloßböckelheim und weiter Richtung Niedertälerhof. In Niedertälerhof parkt man und folgt zu Fuß dem Weg immer bergauf. Die Burg ist zum Teil ausgeschildert.

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Sonstige Einrichtungen

Die Umgebung der Burg gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Deutschlands.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.03.2008

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