Burg Oderburg, Bärenkasten

Burg Oderburg, Bärenkasten

Burg Oderburg, Bärenkasten

Deutschland / Brandenburg

Burg Oderburg wurde ursprünglich als slawische Zollburg auf einer Insel errichtet. Später diente sie als Grenzburg zu Pommern und wurde mit drei Meter dicken und acht Meter hohen Mauern ausgestattet. Heute liegt die Anlage inmitten einer Schrebergartensiedlung und ist privat. Teile der Außenmauer lassen sich ablaufen und begutachten.

Burg Oderburg, Bärenkasten 1
Burg Oderburg, Bärenkasten 2

Baubestand & Beschreibung

Die Burganlage Oderburg liegt an der Wriezener Alte Oder inmitten des gleichnamigen Ortes. Das Burgareal wurde von allen Seiten durch Einfamilienhäuser verbaut, die zum Teil den Blick auf die Anlage verhindern. Von der ehemaligen Kastellburg zeugt heute noch eine aus Feldsteinen bestehende, fünf bis acht Meter hohe Ringmauer, die zu einer Seite eine Öffnung aufweist, an deren Stelle sich wahrscheinlich einst die Toranlage befand. Die Mauer besteht im unteren Bereich aus Feldsteinen, im oberen Teil aus Backsteinen.
Das Innere der Burg, dazu gehören Gebäude und Toranlage, fehlen vollständig. Sie wurden 1740 abgebrochen und als Baumaterial verkauft. Der Innenbereich ist heute gänzlich leer und weist nur ein neuzeitliches Gebäude auf. Links vom Eingang aus befinden sich Erderhebungen und Senken, die sehr künstlich wirken und an eingestürzte Kellergewölbe und unterirdische Bodenfundamente erinnern. Hierbei handelt es sich um die Fundamente von Gebäuden, die 1790 im Auftrag des Königs errichtet wurden, mittlerweile aber verloren gegangen sind.
Über weitere Wege gibt es die Möglichkeit die Burg fast vollständig zu umrunden. Die Ostseite der Außenmauer wurde mit Backsteinen nach neuem Maß wieder aufgebaut.

Historie

Ursprünglich wurde die Burg errichtet, um den Oderübergang und den damaligen Grenzbereich zu Pommern zu sichern, sowie Zoll einnehmen zu können. Die erste Nennung findet die Burg im Jahre 1355. Sie wurde auf einer slawischen Siedlung durch Ludwig den Römer errichtet. Man erkannte früh die strategisch gute Lage auf der Insel und so wurde die Burg im Laufe der folgenden Jahre zu einer Festung ausgebaut. Die äußeren Mauern waren teilweise bis zu drei Meter dick und über acht Meter hoch. Um die Anlage herum errichtete man Palisadenringe und Wälle.
Ab 1623 hielt man Braunbären in der Burg, wodurch sich der Name "Bärenkasten" entwickelte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage mehrmals angegriffen aber nie eingenommen. 1740 begann man die Burg abzutragen und das Baumaterial zu verkaufen. Die äußeren Wehrmauern ließ man stehen. 50 Jahre später, 1790 errichtete man zehn kleine Häuser, in denen zeitweise mehr als 100 Einwohner lebten. Diese waren zur Unterbringung von Kriegsinvaliden nötig gewesen. Aus Kostengründen und um kein Land kaufen zu müssen, errichtete der preußische König die Häuser auf seinem Grund und Boden, also innerhalb dieser ehemaligen, militärischen Anlage.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Oderburg, Bärenkasten befindet sich unweit der polnischen Grenze in dem Ort Oderberg. Über die A11 Ausfahrt "Finow" über Eberswalde, direkt nach Oderberg. Innerorts sollte man nach kleinen Schildern Ausschau halten, die auf die Ruine verweisen. Von der B158 kommend, muss man kurz nach Ortsanfang in die Straße "An der Festung" einbiegen. Kommt man von Eberswalde über die Landstraße sollte man der Hauptstraße bis zum Ende folgen und dort rechts abbiegen. Hinter der Brücke muss man sich wiederum rechts halten und auf der rechten Seite nach der oben genannten Straße suchen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.11.2005


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