Burg Schönfels, Alt-Schönfels

Burg Schönfels, Alt-Schönfels

Deutschland / Sachsen

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Schönfels, auch als Alt-Schönfels bekannt, gehört zu den besterhaltenen Burgen Sachsens und Deutschlands. Die imposante Anlage sitzt auf einem einsamen Berg und erstrahlt schon aus der Ferne in ihrem unverwechselbaren Glanz. Die Ringburg stammt ursprünglich aus der Zeit um 1180 und diente als Grenzburg. Nach 1459 wurde Schönfels in eine Wohnburg umgewandelt und verlor an militärischer Bedeutung, so dass sich ihr Aussehen beibehalten hat. Die Anlage beherbergt heute ein Museum und eine Gastronomie. Ihr uriges und teilweise eindrucksvolles Auftreten lädt zu einem Besuch ein. Der kleine Burghof, der Bergfried und der Gebäudekomplex zeigen deutlich, wie die meisten mittelalterlichen Burgen ausgesehen haben könnten. Ein Besuch lohnt sich!

Hat Burg Schönfels trotz Corona Lockdown offen?

Kategorie: geschlossen, Außenbesichtigung möglich
Die Einrichtungen dieser Burg oder des Schlosses sind geschlossen. Eine Besichtigung ist nur von außen möglich. Vorburgen und Burghöfe sind unter Umständen begehbar. Bergfriede und Türme sind vermutlich aufgrund der Enge geschlossen. Die Gebäude sind geschlossen. Es gibt Einblicke aus dem öffentlichen Raum.*

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Baubestand & Beschreibung

Burg Schönfels, auch als Alt-Schönfels bekannt, gehört zu den besterhaltenen Burgen Sachsens und Deutschlands. Die imposante Anlage sitzt auf einem einsamen Berg inmitten eines lichten Wäldchens.
Ursprünglich handelte es sich bei der Burg um eine Höhenburg, die von einem Graben und einem Wall umgeben war. Durch den zunehmend expandierten Ort sind Teile dessen größtenteils verschwunden.
Die Vorburg erscheint heute sehr groß. Terrassenförmige Abstufungen deuten auf Unterteilungen der Anlage hin. Der ehemalige Zugang wird durch einen Bärenzwinger aus dem 19. Jahrhundert blockiert, so dass ein neuer Zugang gelegt werden musste.
Neben dem Tor stößt man auf einen Bau, der auf alten Fundamenten entstand. Der Weg führt direkt zur Kernburg und mündet in das schmale aber tiefe Tor, das noch heute die Rollen einer einstigen Zugbrücke trägt. Sie überspannte ursprünglich einen Graben, der nur noch im Ansatz erkennbar ist.
Die Kernburg ist in zwei Höfe unterteilt. Im ersten, sehr kleinen Hof, direkt hinter der Doppeltoranlage eröffnet sich der Blick auf einen kleinen Gebäudekomplex, der einst als Försterwohnung diente. Der Weg führt durch das zweite Tor, direkt in den Burghof der Kernburg.
Die Kernburg ist ein länglicher Gebäudekomplex mit kleinem Hof und einem runden Bergfried in seiner Mitte. Liebevoll restauriert, erstrahlt der urig wirkende Hof in mittelalterlichem Glanz. Die Art von Hof gehört er zu den wenigen Originalen, die bis heute existent geblieben sind und nicht im Nachhinein vergrößert oder verändert wurden. Die Gebäude beherbergen eine kleine Gaststube, sowie ein Museum. Das Museum nimmt den größten Teil der Anlage ein und führt durch viele Attraktionen, die Burg Schönfels zu bieten hat. Zu diesen gehört unter anderen die spätgotische Kapelle mit barocken Verzierungen und mit einzig in Europa erhaltener Holzorgel (Kapelle kann für Hochzeiten gemietet werden), sowie die Kemenaten mit spätgotischer Bohlenstube,die Renaissancemuster aufzuweisen hat und der Rittersaal. Im Museum trifft man zudem auf ständig wechselnde Ausstellungen.
Die Kapelle wurde im 17. Jahrhundert über der einstigen Torhalle eingerichtet und weist im Fußboden noch ein Pechloch auf, das auf die eigentliche Bedeutung der Räume hindeutet. Die anderen Bereiche sind teilweise in ihrer Art einzigartig und sehr gut erhalten. Ein Besuch des Museums lohnt sich.
Von der Atmosphäre her ist Burg Schönfels sehr angenehm und vor allem urig. Mit dem Betreten des Kernburghofes fühlt man sich in der Zeit zurückversetzt. Wer Schönfels einmal besucht hat, wird die Anlage trotz, bzw. gerade wegen ihrer Eigentümlichkeit und der kompakten Bauweise noch einige Zeit in Erinnerung behalten.

Historie

1225 wird Schönfels erstmals als Ringburg erwähnt. Existent war sie wahrscheinlich schon seit 1180. Damals handelte es sich um eine Grenzfestung, sowie Fluchtburg. Bauherren waren derer von Weida. Ihnen gehörte bis 1354 die Anlage. Bis 1459 war sie Lehnsgut de Wettiner und wurde anschließend Eigentum derer von Weißenbach. Sie bauten die Burg zu ihrem Wohnsitz um und entmilitarisierte sie, wodurch sie für strategische Pläne an Bedeutung verlor und ihr Aussehen bis heute beibehalten konnte. In der Mitte des 19. Jahrhunderts entstand im ehemaligen Eingang der Bärenzwinger. Der damalige Besitzer hielt sich in der Anlage einen Bären. Dabei wurde der neue Eingang gelegt.

Anfahrt

Schönfels befindet sich südwestlich von Zwickau im gleichnamigen Ort. Über die A72 Ausfahrt "Zwickau-West" über eine Verbindungsstraße von Voigtsgrün nach Schönfels fahren. Innerorts ist die Burg weiträumig ausgeschildert.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 26.02.2007



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