Coppenbrügge

Burg Coppenbrügge

Deutschland / Niedersachsen

1303 begann man mit der Errichtung der Burg Coppenbrügge im gleichnamigen, 300 Jahre älteren Ort. Die kleine Wasserburg wurde mit einem hohen Wall ausgestattet und bekam gegen 1512 das eindrucksvolle Tor, sowie die Festungselemente hinzu.
Von der Anlage haben sich zahlreiche Reste erhalten. In dem ehemaligen Palas befindet sich heute ein Museum. Ein Rundweg gibt die Möglichkeit die Burg einmal vollständig zu umrunden. Der Wall ist noch heute an einigen Stellen unüberwindbar. Obwohl die Anlage sehr klein erscheint, lohnt sich ein Besuch, da sie von ihrer Bauart her nahezu einzigartig ist.

Burg Coppenbrügge
Burg Coppenbrügge

Adresse

Burg Coppenbrügge 31863 Coppenbrügge Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Festung
Burgtyp: Wasserburg, Wallburg
Nutzung: Museum
Lage: 135 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:04-17:25 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
mehr
Eintrittspreise: Burghof: frei
Gebäude: kostenpflichtig
Website: Museum-Coppenbruegge.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Coppenbrügge

Burg Coppenbrügge befindet sich inmitten des gleichnamigen Ortes. Die Wasserburg wurde in späterer Zeit zu einer Festung umgebaut und beherbergt heute ein Museum. Ein Wassergraben trennt die Anlage vom Ort und schützte sie in alle Richtungen. Es haben sich ein vollständiger Ringwall und ein Tor mit Flankierungstürmen, sowie Gebäude in der Kernburg erhalten.
Die Anlage ist heute mit einer steinernen Brücke über den Wassergraben hinweg erschlossen. Im Inneren besitzt Festung Coppenbrügge einen kleinen Hof und einen Fachwerkbau, der heute ein Museum beherbergt. Außerhalb der Öffnungszeiten des Museums hat man die Möglichkeit die Burg auf dem Wall zu umrunden. Alternativ gib es einen Weg, der am Graben entlangführt und neben einem kleinen Tunnel Blick auf Graben und Wall freigibt. Vom Wall aus kann man sich zusätzlich auf das Tor begeben, das einen Einblick in den Hof der Kernburg und in den Ort liefert.
Sehr interessant ist die Konstruktion der Anlage. Die Kernburg liegt wie in einem Loch in einem Berg, der zur Blütezeit sehr steile Außenhänge besaß. Der einzige Eingang war das Torhaus mit den beiden flankierenden Türmen, das sich leicht verteidigen ließ. Geschosse landeten in dem umliegenden Wall und konnten so keinen Schaden anrichten. Nachteil war die Lage im Kessel innerhalb des Walls, die bei der Eroberung dessen nicht mehr zu verteidigen war. Der Fachwerkbau, der heute das Museum beherbergt, ist auf alten Grundmauern entstanden. Ein anderes Gebäude dient als Freilichtbühne, weitere als Lagerräume und Toiletten. Der Hof war folglich zu allen Seiten bebaut, aber recht groß.
Von der Atmosphäre her ist die Anlage sehr angenehm. Der Innenhof und die grüne Außenanlagen sorgen für ein ruhiges Ambiente und eine friedliche Stimmung. Die Hofsituation zeigt die damaligen Dimensionen einer Burg, die bei vielen Anlagen durch fehlende Gebäude wesentlich größer wirken. Ein Besuch lohnt sich.

Historie

Entstanden ist die Anlage als Wasserburg an einer Kreuzung zweier Handelswege. Die Burg wurde an einen Ort namens Cobbanbrug gebaut, der schon 1000 n. Chr. existent war. Die Grafschaft bestand aus sechs Dörfern. 1434 wurde die Anlage in einer Fehde mit Spiegelberg stark beschädigt. Erst ab 1494 widmete man sich dem Wiederaufbau, als die Grafschaft Pyrmont erbte. Burg Coppenbrügge erhielt einen Frührenaissancestil. 1631 war sie Treffpunkt von Zar Peter dem Großen und der Kurfürstin Sophie von Hannover. Zu dieser Zeit war die Burg im Besitz derer von Nassau. Knappe 60 Jahre später, also 1697 war die Wehranlage baufällig. 1822 kam es zum Verkauf an das Königreich Hannover, das Schloss wurde abgerissen. 1870 waren die Wirtschaftsgebäude baufällig und wurden ebenfalls abgebrochen. Das Kanzleigebäude hat man stehen gelassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg überließ man Coppenbrügge dem Verfall. 1985 wurde das Kanzleigebäude wieder hergerichtet und Heimat des Museums. Heutiger Besitzer ist Karl von Bergen.

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Anfahrt

Burg Coppenbrügge liegt im gleichnamigen Ort, südlich von Hannover. Durch den Ort führen die B442 und die B1. Über die A2 Ausfahrt "Lauenau" auf die B442 und direkt zum Ort. Andere Möglichkeit geht über die A7 Ausfahrt "Hildesheim" auf die B1. Innerorts ist die Anlage mit dem Wort "Burg" auf einem weißen Schild ausgeschildert.

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Sonstige Einrichtungen

In der Burg befindet sich ein Museum. Dieses geht zum größten Teil auf die Anlage und den Ort ein. Neben mittelalterlichen Handwerken trifft man auf die Thematik Naturkunde.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 27.08.2006


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