Wachsenburg

Burg Wachsenburg

Deutschland / Thüringen

Jeder Autofahrer der Autobahn A4 kennt sie: Die drei Gleichen. Auf drei einzeln stehenden Bergen entstanden im Mittelalter drei Burgen, die in Sichtbeziehungen stehen und damals die Region beschützten. Burg Wachsenburg erlebte als einzige der drei Burgen mehrere Zerstörungen und war bis in das 19. Jahrhundert ruinös. Anschließend entstand eine Gastwirtschaft, die heute mit urigem Ambiente zum Verweilen einlädt.

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Adresse

Burg Wachsenburg
99310 Wachsenburggemeinde-Holzhausen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 401 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:07-15:46 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei
Website: Veste-Wachsenburg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Wachsenburg liegt auf einem alleinstehenden Berggipfel und gehört zu der Burggruppe "Die drei Gleichen". Die Anlage besteht aus einer fast viereckigen Kernburg, die von einer runden Vorburg umgeben ist. Der Zugang zur Vorburg erfolgt heute über ein Doppeltor, das ursprünglich durch die Kernburg flankiert wurde.
Hinter dem Burgtor beginnt ein enger Zwinger, in dem sich auf der linken Seite noch die Reste des Wachhauses erkennen lassen. In direkter Verlängerung verbreitert sich der Zwinger und entwickelt sich zu einer Vorburg, die an der breitesten Stelle über zwanzig Meter misst. Es sind noch zahlreiche Fundamente und Grundmauern erkennbar, die von Wirtschaftsgebäuden stammen.
Die Kernburg nimmt den östlichen Teil der Anlage ein. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Vorburg, die die Kernburg fast vollständig einrahmt. Heute ist die Vorburg zum größten Teil ruinösen , während man die Kernburg nach mittelalterlichem Idealbild wiederherstellte.
Die Kernburg bildet den interessantesten Part von Wachsenburg. Man betritt die Anlage durch ein wiederaufgebautes Tor, das direkt neben dem imposanten Bergfried, bzw. Wohnturm liegt, der ebenfalls vollständig neu errichtet wurde und bis heute das Tor flankiert. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf den Burghof, den Hoteleingang, das Museum und alle Hoffassaden, die an zahlreichen Ecken vor- und zurückspringen und so für viele kleine Nischen sorgen. Das hier ansässige Hotel gibt sich Mühe den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt zu gestalten und so stößt man neben der Geschichte in Deutsch und Englisch auch auf Foltergeräte, einen verzierten Brunnen, Statuen, zahlreiche Sitzmöglichkeiten, Banner, Fahnen und Blumen, die das Einheitsgrau der Steine stark auflösen. Durch die Eingriffe mit Hilfe dieser Gestaltungsmittel wird der Hof interessant und lädt zum Verweilen ein. Die Fassaden der Gebäude wechseln sich fröhlich ab. Man stößt auf teilweise Restauriertes, Rekonstruiertes und völlig neu Errichtetes. Durch die Benutzung unterschiedlicher Steine lassen sich die einzelnen Elemente gut zuordnen. Der Wohnturm, der zum größten Teil wieder aufgebaut wurde, überragt dabei die Anlage und schließt die Nordfassade, die ohne ihn sehr leer aussehen würde, ab.
Von der Atmosphäre her ist Burg Wachsenburg sehr angenehm. Die kleine, kompakte Kernburg lädt sehr zum Verweilen und Entdecken ein, auch wenn man die meisten Gebäude nicht betreten kann.

Historie

Die Burg gehört zu den Thüringer Gleichen. Wachsenburg wurde Mitte des 10. Jahrhunderts errichtet. In den Jahrhunderten darauf war sie Sitz vieler Feudalherren und somit Hauptort zahlreicher Auseinandersetzungen. Ab 1446 gelangte Wachsenburg in den Besitz des Raubritters Apel von Vitzhum, auch bekannt als Brandmeister von Thüringen und gehörte ihm bis die Anlage von den Erfurter Bürgern und den Bergleuten aus Eisleben 1451 erobert wurde. Anschließend gelangte sie in die Hände mehrerer Burgherren bis sie Anfang des Dreißigjährigen Krieges zerstört wurde und während der fortwährenden Wirren verfiel. Mit der fortschreitenden Technologie begann man 1651 mit dem Wiederaufbau der Burg und dem Bau eines Brunnens. In den Jahren 1699 bis 1856 diente Burg Wachsenburg als Arrestanstalt für militärisch aktive Personen. 1762 kam es während des Siebenjährigen Krieges zur Besetzung durch die Franzosen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Schankwirtschaft errichtet, in der nach 1878 drei geheime Landesparteitage der Sozialdemokratischen Partei stattfanden. 1905 kam es zum Bau des Hohelohe-Turmes. 1920 wurde Wachsenburg vom Land Thüringen übernommen. 1966 bis 1970 fanden umfassende Rekonstruktion der Burg durch den Kreis Arnstadt als Naherholungszentrum und Hotel statt. Seit 2001 kommt es zu ständigen Wiederherstellungen und Restaurationsarbeiten.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A4 Ausfahrt "Wandersleben" über Mühlberg und Röhrensee nach Holzhausen. In Holzhausen folgt man der Ausschilderung zur Burg. Der Parkplatz liegt direkt vor dem Tor zur Vorburg.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.10.2006

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