Hohenneuffen

Burg Hohenneuffen

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Hohenneuffen liegt auf einem zu allen Seiten steilabfallenden Gipfel oberhalb von Neuffen. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert wurde im Laufe der Zeit zu einer großen Festung ausgebaut. Heute hat sich eine eindrucksvolle Ruine erhalten, in der eine Gastronomie untergebracht wurde. Von der Festung sind zahlreiche Überreste existent. Dazu gehören die Gräben, Bastionen, Zwingeranlagen, Toranlagen und die Kernburg. Von der Kernburg stehen noch einige Gebäudemauern und die Ringmauer. Heute lädt die Burg mit ihrer Weitläufigkeit und ihrem verwinkelten Aufbau zum Erkunden und Verweilen ein.

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Adresse

Burg Hohenneuffen
72639 Neuffen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg, Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 730 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:02-16:05 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Apr-Okt:
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenneuffen steht östlich der Ortschaft Neuffen auf einem hohen Berg. Durch den topographischen Schutz und einflussreiche Adelsgeschlechter entwickelte sich die Burg bis in das 19. Jahrhundert zu einer Festung, die zu den größten Burgen Süddeutschlands gehört.
Burg Hohenneuffen besteht aus einer Kernburg, einer kleinen Vorburg, mehreren Zwingeranlagen und zahlreichen Bastionen. Nach außen wird sie durch mehrere Bastionsringe geschützt, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Der Zugang erfolgt von Osten her und führt durch alle Bastionen zum Schwarzen Tor.
Die Kernburg liegt auf dem höchsten Punkt des Berges und nimmt die südwestliche Ecke der Anlage ein. Sie wurde im und nach dem Mittelalter mehrfach umgebaut. Erhalten geblieben ist die nach Osten (Hauptangriffsseite) gerichtete Schildmauer aus der Zeit um 1170. Nach Westen und Süden nutzte man die topographischen Gegebenheit einer unüberwindbaren Steilwand und sicherte die Burg durch eine Ringmauer und später durch eine Bastei.
In der Kernburg ist heute eine Gaststätte untergebracht. Die Gebäude orientieren sich am Verlauf der Ringmauer und lehnen an dieser an. Freistehende Gebäude im großen Innenhof sind heute nicht mehr existent. Zu erkennen sind zahlreiche Bauten, wie zum Beispiel das Kommandanturhaus, das Zeughaus, eine Schmiede, mehrere Stallungen und die Zisterne. Teile der Schildmauer wurden im Zuge der Restaurationen zugänglich gemacht und geben die Möglichkeit sich die Struktur der Gebäude von oben anzusehen.
Festung Hohenneuffen ist im Laufe seiner Geschichte von mehr als 700 Jahren immer weiter ausgebaut worden. Schon früh war die Burg durch ihre exponierte Lage auf einem Felsplateau nur schwer zu erreichen und konnte nicht eingenommen werden. Die Abgeschiedenheit und die lange Nutzung sorgten für einen guten Erhalt und lassen die Anlage mit ihren zahlreichen Bastionen und Rundtürmen eindrucksvoll und imposant erscheinen. Mehrere verwinkelte Wehrelemente, Ruinenreste und freigelegte Tunnel, sowie eine weitreichende Aussicht laden zum Verweilen und Entdecken ein.

Historie

Die ältesten Elemente der Burg stammen aus dem 6.-8. Jahrhundert, doch wurde die heutige Anlage erst um 1100 von Mangold v. Sulmetingen-Neuffen gegründet. Er wird 1198 als Besitzer erwähnt.
1211 ist die Burg im Besitz des Grafen Heinrich I. von Neuffen. 1234 unterstützen derer von Neuffen den Aufstand von König Heinrich gegen den Kaiser. Nach einer Belagerung durch den Kaiser von 1235 ohne Einnahme der Anlage wird diese verstärkt. Ab 1301 ist die inzwischen verstärkte Burg württembergisch. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts geht sie an Graf Eberhard I. von Württemberg.
Es kommt 1312 zur Belagerung durch Esslingen und 1442 durch die Herren der Stadt Gmünd. In der Zeit danach entstanden unter den Grafen von Württemberg zahlreiche Umbauten.
1519 kommt es zur Belagerung der Burg durch österreichische Truppen, die diese einnehmen und 15 Jahre behalten. 1525 versucht ein Haufen Bauern die Burg vergebens zu belagern. 1534-1553 wird sie zur Landesfestung ausgebaut.
Ab 1543 kam es zu einer weiteren Bauphase unter den Herzögen Ulrich VI. und Christoph. Es entstand eine Renaissancefestung. 1634 kam es wieder zu einer Belagerung im Dreißigjährigen Krieg durch den Kaiser. Nach 15 Monaten gab Kommandant man die Festung auf. In der Folgezeit ging die Burg wieder an Württemberg.
Im 18. Jahrhundert kam es unter Herzog Karl Alexander zu weiteren Baumaßnahmen. Von 1720 bis 1780 diente Hohenneuffen als Staatsgefängnis. 1796 beschloss der Landtag die Aufgabe von Hohenneuffen. 1801 gab man sie zum Abbruch frei. Ab 1832 wurde die Zerstörung verboten und die Ruine gesichert. Die Gaststätte stammt von 1862 und wurde kurz nach der Anlegung eines Weges zur Burg eröffnet.
Im 2. Weltkrieg diente die Festung mit der weiten Aussicht als Fliegerwache. 1948 beschlossen die Ministerpräsident, damals Südbaden, Württemberg-Hohenzollern und Württemberg-Baden auf Hohenneuffen eine Konferenz abzuhalten um einen Zusammenschluss der Länder auszuhandeln. Die Burg lag direkt im Grenzgebiet und gab die Möglichkeit in die unterschiedlichen Länder zu sehen. 1952 gründete man, basierend auf der hier besprochenen Dreiländerkonferenz das heutige Baden-Württemberg.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Hohenneuffen liegt nahe der Ortschaft Neuffen. Über die A8 Ausfahrt "Kirchheim (Teck)" auf die B465 Richtung Süden (Beuren/Neuffen) fahren. Der Bundesstraße bis nach Unterlenningen folgen und innerorts nach Hochwang / Erkenbrechtsweiler abbiegen. Ab Erkenbrechtsweiler ist die Burg ausgeschildert.

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Gastronomie

Auf der Burg gibt es einen Kiosk und eine Gaststätte.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 23.04.2012

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