Steinamwasser, Strebenstein

Burg Steinamwasser, Strebenstein

Deutschland / Bayern

Burg Steinamwasser stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Die Anlage lag auf drei Felssäulen 20 Meter oberhalb des Ortes. Heute sind nur noch Mauerreste zum Tal hin erhalten. Sie wurde wahrscheinlich schon Mitte des 15. Jahrhunderts zerstört. Die Felssäulen sind nicht zugänglich und können nur vom Dorf aus betrachtet werden.

Adresse

Burg Steinamwasser, Strebenstein
Steinamwasser
91275 Auerbach-Seinamwasser
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Felsturmburg
Nutzung: -
Lage: 438 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:03-18:31 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, geschlossen
Eintrittspreise: nicht zugänglich

Baubestand & Beschreibung

Burg Steinamwasser, auch Strebenstein genannt, liegt auf einem mächtigen Dolomitenfelsen 20 m oberhalb des gleichnamigen Ortes. Die Burg bestand ursprünglich aus einem knapp 30 m langen und 10 m breiten Felsen, der nach Süden und nach Westen eine beachtliche Höhe und Steilwände aufzuweisen hatte. Heute ist der Felsen aufgrund der exponierten Eingangssituation nicht mehr zugänglich. Zur Blütezeit betrat man die Anlage wahrscheinlich von Norden her über zwei Felsköpfe, die durch tiefe Gräben voneinander getrennt waren. Zwischen der Kernburg und dem zweiten Felsen betrug die Breite des Grabens nicht mehr als 3 m, weswegen der Einsatz einer Zugbrücke wohl möglich war. Der Weg führte vom Tal fast einmal vollständig um die Burg herum und war so durch diese flankiert.
Von der heutigen Burg ist nicht mehr viel existent. Durch ihre isolierte Lage haben sich vor allem Teile der Ringmauer zum Ort hin erhalten, die aus sorgfältig behauenen und präzise gemauerten Quadern bestehen. Zudem lassen sich an der Westseite die Überreste eines vermuteten Wohnbaus erkennen, der wahrscheinlich mit verstärkter Mauer als Schildmauer gedient haben kann.
Im Norden stößt man auf die Überreste eines Torturms und auf den blanken, behauenen Felsen an der Eingangssituation.

Historie

Der Ort wird erstmals am 25. Juli 1109 in einer Urkunde des Bamberger Bischofs Otto des Heiligen erwähnt. Ein Teil des Dorfes wurde in der Urkunde vom Bischof dem Stiftsherrn von St. Jakob in Bamberg geschenkt. Am 6. Mai 1119 geht die andere Hälfte an das Benediktinerkloster Michelfeld. Im Jahre 1144 wird erstmals das Geschlecht durch Syboto de Steinige Wasser genannt, der eine Urkunde unterschreibt, in der Auerbach zur selbstständigen Pfarrei durch den Bamberger Bischof erklärt wird. Folglich muss die Burg um diese Zeit schon existent gewesen sein. Sie wird erstmals 1295 im Besitz der Landgrafen von Leuchtensberg genannt.
Man geht davon aus, dass die Anlage im Jahre 1400 erstmals zerstört wurde, da Vicedom Johann von Hirschberg am 23. September 1400 die umliegenden Dörfer erobert hatte. Steinamwasser ging 1405 an Johann Streber, der die Burg von dem Bischof Albert von Bamberg erhält. Dieser baut die Ruine wieder auf und benennt sie nach sich: Streberstein. Der nächste Besitzerwechsel ist 1422 genannt. Hans Nankenreuther erwirbt die Burg und das Dorf. Es folgt 1430 die Zerstörung durch die Hussiten, die Anlage wird aber 1441 wieder repariert. 1446 erwirbt Friedrich von Künsberg die Burg und baut sie weiter auf. 1460 bzw. 1462 folgte die endgültige Zerstörung im Fürstenkrieg.
Die Burg wird anscheinend nicht wieder aufgebaut, bleibt aber noch längere Zeit im Besitz der Familie Künsberg. Spätestens im Dreißigjährigen Krieg war sie unbewohnt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Steinamwasser liegt im gleichnamigen Ort, südöstlich von Pegnitz. Zu erreichen ist die Anlage über die A9 Ausfahrt "Pegnitz". Von hier folgt man der B85 Richtung Michelfeld. Hinter Michelfeld wechselt man auf die B470 Richtung Kirchthumbach. Einen Kilometer hinter der Kreuzung biegt man von der B470 ab Richtung Ohrenbach. Kurz hinter Ohrenbach geht links ein Abzweig nach Steinamwasser ab. In Steinamwasser liegt auf der rechten Seite der Landgasthof "Zum Mittler", hinter dem sich die Burg befindet.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.01.2009


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