Philippstein

Burg Philippstein

Deutschland / Hessen

Hoch über dem Iserbach steht auf einem Sporn die Burg Philippstein. Die 1390 errichtete Anlage lag direkt am Handelswege zwischen Köln und Frankfurt. Sie diente der Überwachung und ist wahrscheinlich im 16. Jahrhundert schon verfallen. Von der Anlage haben sich die Ringmauer, der Bergfried, Teile der Schildmauer und Fundamente eines Gebäudes, wahrscheinlich Palas, erhalten. Schildmauer und Bergfried wirken mit ihren 2,2 Meter dicken und 7 Meter hohen Mauern leicht eindrucksvoll. Von der Burg eröffnet sich eine weite Aussicht über das angrenzende Tal.

Adresse

Burg Philippstein
35619 Braunfels-Philippstein
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 292 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:15-18:34 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Philippstein liegt an einem Berghang, unweit des gleichnamigen Ortes. Es eröffnet sich der erste Blick auf die Anlage, die aus der Ferne groß und interessant wirkt. Vor Ort erkennt man, dass der Halsgraben weitestgehend eingeebnet wurde und heute ein kleines Gebäude beherbergt, an dem eine detaillierte Geschichtstafel hängt.
Von Burg Philippstein sind die Schildmauer, zwei Außenmauern des ehemaligen Palas, ein Kellergewölbe und der Bergfried erhalten. Die Schildmauer beherbergt heute eine Treppe, die den Zugang zum stets verschlossenen Bergfried nach altem Vorbild gewährt. Der Bergfried nimmt den nordöstlichen Part der Burg ein. Zu erkennen sind Balkenauflager eines alten Rundgangs, sowie ein rekonstruierter Eingang, der einst wahrscheinlich höher lag. Bis zur Höhe der Schildmauer ist der Bergfried originalem Ursprungs. Der Rest wurde bei Restaurationsarbeiten aufgesetzt und hebt sich stark durch einen andersfarbigen Stein ab.
Zum Tal hin stößt man auf die beiden Mauern des Palas, die unter anderem noch Fensteröffnungen beherbergen. Teilweise beließ man sie auf alter Höhe, so dass sich eine weitreichende Aussicht eröffnet, die einen Blick auf Burg Braunfels erlaubt. Der größte Part der südöstlichen Anlage wird von einer Treppe eingenommen, die zu einem verschlossenen Kellergewölbe führt. Gitterstäbe gewähren Einblick in die Räumlichkeiten und zeigen einen nicht besonders großen unterirdischen Raum.
Von der Atmosphäre her ist Burg Philippstein eher unspektakulär. Die Anlage wurde durch viele Restaurationsarbeiten teilweise aufgebessert und zugänglicher gestaltet. Durch den starken Verfall und die Einebnung des Grabens hat Burg Philippstein viel von ihrer Ausstrahlung verloren und sorgt mit den wenigen Resten für einen nur kurzen Aufenthalt.

Historie

Burg Phillippstein wurde erst 1390 erbaut. Im 16. Jahrhundert war sie noch bewohnt, wurde aber anscheinend kurze Zeit später aufgegeben. 300m östlich der Burg Phillippstein verlief der Handelsweg zwischen Köln und Frankfurt. Die Grafen von Nassau, Inhaber der Burg, durften Wegzoll im Tal erheben. 1406 fand unterhalb der Anlage eine Entscheidungsschlacht der Fehde zwischen Erzbischof Werner von Trier und Graf Johann III. statt. Graf Johann III. und 24 seiner Ritter gerieten dabei in Gefangenschaft. Angeblich soll ein Ritter während der Kämpfe spurlos versunken sein. Es wurden tatsächlich Rüstungsteile und Waffen gefunden.
1514 wurde die Burg nach leichtem Verfall wieder instandgesetzt. 1529 erhielt sie ein neues Dach. Graf Philipp von Nassau-Saarbrücken verpachtete fast alle Güter, die zur Burg gehörten. Etwa um 1563 wurde Burg Phillippstein verlassen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A45 Ausfahrt "Wetzlar-Ost" auf die B49 durch Wetzlar nach Leun und weiter Richtung Braunfels fahren. In Braunfels nach Philippstein abbiegen. Innerorts ist die Burg ausgeschildert.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 05.12.2006

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