Herzberg

Burg Herzberg

Deutschland / Hessen

Burg Herzberg liegt auf einem gleichnamigen Basaltkegel oberhalb des Tals des Braitenbachs. Die im 15. Jahrhundert zur Festung ausgebaute Burg erfuhr in der Neuzeit zahlreiche Restaurationen und erstrahlt heute in neuem Glanz. Sie beherbergt eine Stiftung und eine Gastronomie. Die Anlage aus dem 13. Jahrhundert besteht aus einer Kernburg mit abgetrennter Vorburg, der wiederum eine dreieckige Bastion vorgelagert war. Der Festungsring besaß ursprünglich 18 Meter hohe und vier Meter dicken Mauern, die sich bis heute erhalten haben und sehr eindrucksvoll wirken. Zahlreiche Reste und Fundamente erinnern an den mittelalterlichen Kern. Die Burg ist sehenswert und sollte einmal besucht werden.

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Adresse

Burg Herzberg
36287 Breitenbach-Herzberg
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Festung, Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: privat, Gastronomie
Lage: 489 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:29-19:27 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
täglich:
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Eintrittspreise: Vorburg: frei
Kernburg: kostenpflichtig
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Website: Burg-Herzberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Herzberg liegt auf einem gleichnamigen Basaltkegel inmitten tiefer Wälder. Die im 15. Jahrhundert zur Festung ausgebaute Burg erfuhr in der Neuzeit zahlreiche Restaurationen und erstrahlt heute in neuem Glanz. In der Anlage trifft man auf die Dornberg´sche Stiftung, sowie auf eine Burgschenke, die jedes Jahr auf den großen Wiesen vor der Burg für Mittelalterspektakel der besonderen Art sorgen.
Burg Herzberg besteht aus einer Kernburg mit abgetrennter Vorburg, der wiederum eine dreieckige Bastion vorgelagert war. Die Bastion ist heute nur noch zum Teil existent. Durch ein Tor führte der Weg in die Bastion auf eine steinerne Rampe, die im letzten Part eine Zugbrücke aufwies und in die Vorburg mündete. Ein Doppeltor schützte direkt im Anschluss die Vorburg, das durch einen noch existenten Turm mit Fachwerkaufsatz, Kommandantenturm genannt, flankiert wurde. Heute sind noch der nördliche Part der Bastion, sowie die Rampe und die Öffnung des Tores, sowie der Kommandantenturm existent.
Die Vorburg von 1477 erfuhr im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts zahlreiche Umbauten. Einige Wirtschaftsgebäude, sowie die ehemalige Kaserne, die Rüstungskammer und das Magazin verschwanden vollständig und wurden zum Teil durch die heutige Burgschenke und nebenstehende Scheune, bzw. den Burggarten ersetzt. Der ehemalige Flankierturm (Kommandantenturm) des Tores ist nur als Stumpf existent und wurde mit einem Fachwerkaufsatz erhöht.
Noch gut zu erkennen sind der Aufstieg auf die Wehrmauern und die hohen Außenmauern der Vorburg selber. Heute besteht die Vorburg aus einem großen Garten und mehreren Gebäuden, die unterschiedliche Funktionen aufweisen. Durch die noch gut erhaltene äußere Wehrmauer, die imposant wirkende Silhouette der Kernburg und die Burgschenke herrscht hier stets eine gewisse Lebendigkeit und Urigkeit, die zum Verweilen einladen.
Die Kernburg war nach außen und zur Vorburg hin durch eine dicke Ringmauer mit insgesamt fünf Wehrtürmen geschützt. Zur Vorburg war sie durch einen Graben und eine Zugbrücke getrennt. Der älteste Part der Kernburg lag inmitten der dicken Ringmauer des 15. Jahrhunderts und berührte diese an keiner Stelle. Sie lag also separat zur Festung. Der Zugang der Kernburg erfolgt über ein kleines Tor, das sich durch seine Enge leicht verteidigen ließ. Dahinter eröffnet sich der Blick auf den alten Stumpf des Bergfrieds, der das Tor flankierte. Der Bereich zwischen dem Tor und der höher gelegenen Kernburg gleicht einem Zwinger und wird Mittelburg genannt. Sie beherbergte einen Gerichtsturm, einen Wohnturm, ein Backhaus, eine Burgkapelle und den Bergfried, der aber nicht über die Mittelburg zugänglich gewesen war. Ein Graben trennte ihn von dieser und machte ein Einnehmen von dieser Seite unmöglich. Der Turm ist nur noch als Stumpf existent und lässt sich nur partiell besuchen.
Der Bergfried und die nebenstehende Kapelle sind die ältesten erhaltenen Elemente der Burg. Die Kapelle erinnert von der Größe an eine Kirche und deutet durch einige Elemente auf ihren romanischen Ursprung hin. Durch Umbauarbeiten 1790 erfuhr sie eine gewisse Entfremdung und weist einen nachmittelalterlichen neoromanischen Hauch auf.
Neben der Kapelle in der Mittelburg und somit zentral im gesamten Burgareal befindet sich der Gerichtsturm. Dieser weist sowohl ein unterirdisches, wie auch ein oberirdisches Verlies auf, die sich besuchen lassen. Eine Gerichtsstube im oberen Stockwerk erinnert an die Räumlichkeiten, in denen Recht gesprochen wurde. Tafeln mit Gesetzen klären über Strafen und Justiz des Mittelalters auf. An der Ostseite des Gerichtsturmes führt der Weg zu einem ehemaligen Wohnturm, der ebenfalls zur Ringmauer der Festung aus dem 15. Jahrhundert gehört. Er erhielt im Zuge der Restaurationen einen Fachwerkaufsatz und dient der Stiftung als Räumlichkeiten. Unter dem Turm befindet sich heute noch ein Brunnen, der unterirdisch in tiefen Stein gehauen einen imposanten Eindruck liefert. Das Backhaus ist ebenfalls mit Kellergewölben ausgestattet und liegt am Fuße des Wohnturms.
Die Kernburg Herzbergs, auch Hochburg genannt, nimmt den nördlichsten Part des Burgareals ein. Sie lag auf dem höchsten Punkt des Herzbergs und ist der älteste Bereich. Durch die Höhendifferenz zur Umgebung wirkt ihre äußere Ringmauer von oben hoch und sehr eindrucksvoll. Die Hochburg ist der am schlechtesten erhaltene Part Herzbergs. Von den meisten Gebäuden sind nur noch die Kellergewölbe existent, die ausgegraben wurden und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Sie lassen den Aufbau der Kernburg gut nachvollziehen. Zum Teil wurden Gewölbeelemente wie Türstürze restauriert oder sind original erhalten. Zahlreiche Wege führen durch die ausgegrabenen Bereiche und lassen die Dimensionen des ältesten Parts erahnen. Gut zu erkennen sind noch die ehemaligen Kasematten, sowie das sogenannte "tiefe Loch", das einst der Sage nach ein Fluchtweg gewesen sein soll, wahrscheinlich aber als Zisterne gedient haben mag.
Die Hochburg von Herzberg wird durch die große Ringmauer aus der Zeit des Festungsbaus umschlossen. Die Wehrmauern lassen sich fast vollständig abwandern und geben einen guten Blick auf die Reste der Kernburg, sowie auf die wunderbare Aussicht frei. Über die mehr als fünf Metern dicke Ringmauer gelangt man zudem in den ehemaligen Rittersaal, der sich an der Südwestfront der Hochburg zur Vorburg hin befand. Der große runde Saal entstand zusammen mit der großen Ringmauer im 15. Jahrhundert im Stil der Renaissance. Über dem Rittersaal befand sich ein Fachwerkaufsatz mit Zwiebeldach, der in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verloren ging.
Wie in vielen anderen Elementen der Burg auch, trifft man im Rittersaal auf einen großen Detailreichtum. Neben Fenstern mit Fenstersitzbänken und einem zentralen Säulenstumpf stößt man auf kleine Details wie Balkenlöcher und Türöffnungen. Über einen Wehrgang war der Rittersaal direkt mit dem Gerichtsturm verbunden. Sowohl von diesem, wie auch vom Rittersaal eröffnet sich der Blick auf die Vorburg und auf die Mittelburg mit dem separat stehendem, imposanten Stumpf des Bergfrieds.
Von der Atmosphäre her ist Burg Herzberg sehr urig und imposant. Die Anlage weist noch viele Elemente einer früh entstandenen Festung auf. Durch die verwinkelte Art, die Herzberg an den Tag legt, gibt es viel zu entdecken. Die einzelnen Stadien des Verfalls, die teilweise gute Erhaltung und Restaurationen, sowie die weitreichende Aussicht laden zum Verweilen und Entdecken ein. Seltene Elemente, wie der Bergfried mit eigenem Graben bilden dabei kleine Höhepunkte, die zum Diskutieren und Erkunden einladen.

Historie

Die rechteckige Kernburg stammt aus dem 13. Jahrhundert. Erbaut wurde sie bis 1298 durch Heinrich von Romrod. Grund des Baus war eine Heer- und Handelsstraße, die direkt am Fuße des Bergs verlief. 1367 kam es zu einer Belagerung der Burg durch Landgraf Hermann den Gelehrten, doch verlief die Einnahme erfolglos. 1370 verkauften derer von Herzberg Teile der Burg an Ritter Kuno von Falkenberg und seinen Bruder. 1392 kaufte Kunos Sohn die andere Hälfte. Beide Hälften gingen später in seinen Besitz.
1396 starb die Linie durch Friedrich von Herzberg aus. Kunos Sohn Kunzmann von Falkenberg wurde Alleinbesitzer. Sein Sohn Werner übernahm nach seinem Tod die Burg. 1441 ging Herzberg an den Landgrafen zurück. Im Jahre 1477 übernahm das Geschlecht Dörnberg, damals derer von Döringenberg, die Burg. Ein Hans von Dörnberg (geboren am 10.4.1427) wird 1462 Landhofmeister. Er bekommt 1477 Burg Herzberg als Lehen. Seine Familie ist bis heute im Besitz der Festung. Hans von Dörnberg beginnt mit dem Ausbau zur Festung. Die umliegende Festung wurde 1483 bis 1497 erbaut. Ein Feuer im Jahre 1510 zerstört einige Wirtschaftsgebäude. Herzberg, die schon zu dieser Zeit ihr heutiges Aussehen besaß, war im Dreißigjährigen Krieg ein stark umkämpfter Ort. Durch die strategische Lage an der Handels- und Heerstraße wurde sie durch die Kaiserlichen Truppen unter den Generälen Tilly und Fugger 1631 belagert. 1635 kam es zu einem weiteren Versuch durch Marquis de Grana, der aber ebenfalls durch die Verteidigung durch Ludwig von Dörnberg und hessischen Truppen fehlschlug.
Anschließend diente Burg Herzberg als Fliehburg und so fanden mehr als 1000 Bewohner der Umgebung in der Anlage Schutz. 1641 versuchte General Graf Isolani mit kroatischen Truppen die Burg zu stürmen. Der Versuch blieb wie alle anderen erfolglos. Bis 1786 gab es eine hessische Garnison auf Herzberg bis die Burg in einem unbrauchbaren Zustand verfallen war. 1808 verließ die letzte Kanone die Feste und wurde verkauft.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A7 Ausfahrt "Niederaula" auf die B62 durch Breitenbach und weiter nach Westen. Hinter Gehau geht ein ausgeschilderter Weg zur Burg ab.

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Gastronomie

In der Vorburg befindet sich eine Burgschenke.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.09.2007


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