Burg Kirkel

Burg Kirkel

Burg Kirkel

Deutschland / Saarland

Burg Kirkel liegt auf einem alleinstehenden Berg in Kirkel. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende, schmale und kompakt errichtete Kernburg besteht aus dem erhaltenen Bergfried und einem Rest der Ringmauer. Von den Gebäuden sind nur Fundamente erhalten geblieben. 2005 hat man die Vorburg ausgegraben. Burg Kirkel muss mit ihren hohen Gebäuden einst einen eindrucksvollen Anblick geliefert haben.

Burg Kirkel 1
Burg Kirkel 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Kirkel

Burg Kirkel thront auf einem Berg hoch über dem gleichnamigen Ort. Über die Burgstraße gelangt man über den noch gut zu erkennenden Graben in die alte Zwingeranlage. Sowohl von dem Tor, wie auch von den Zwingermauern lassen sich heute nur noch spärliche Reste erkennen, die Winter 2005 ausgegraben, gesichert und restauriert wurden. Der ehemalige Zwinger beherbergt heute eine Straße, die in eine Art Vorburg mündet. Dieser anscheinend im Nachhinein vergrößerte Platz dient heute als Aufenthaltsort für Veranstaltungen wie z.B. Weihnachts- und Mittelaltermärkte. Von dem Platz aus wurde eine Treppe angelegt, die an einer Informationstafel vorbei, zur Kernburg führt.
Die Kernburg liegt auf einem höherem Felsen und bildet den ältesten Punkt der Anlage aus dem 13. Jahrhundert. Sie bestand anfangs nur aus einem halbrunden Palas, ähnlich einem Wohnturm und einer seperaten Küche. Der Zugang erfolgte von Osten her, also vom heutigen Zugang aus (Burgstr.). In späterer Zeit wurde der Turm durch einen polygonalen Bergfried ersetzt, der als Wohnturm diente. Zeitgleich erhielt die Anlage in der ersten Ebene ein verstärktes Tor, was die Bebauung am Fuße des Felsens zu einer Vorburg möglich machte. Wahrscheinlich führte eine enge Treppe von der Vorburg zur Kernburg, die sich im Falle eines Angriffs abriegeln, zerstören oder einziehen ließ. Im 15. Jahrhundert verschwand die Küche und der heute erhaltene runde Turm entstand. Der Bergfried wurde somit gänzlich zum Palas umgebaut, der Anbau als Palas, in der Mitte des Plateaus verschwand. Die Vorburg wurde gänzlich ausgebaut und erhielt zahlreiche neue Gebäude, sowie ein verstärktes Tor und hohe Wehrmauern. An der Nordseite wurde ein Brunnenturm errichtet, der es ermöglichte vom Felsen, also der Kernburg aus, Wasser zu heben. Im Falle einer Belagerung war die Kernburg somit von außenliegenden Wasserquellen unabhängig.
Heute ist nur noch relativ wenig erhalten. Der runde Turm wurde wieder vollständig aufgebaut und erhielt ein Dach. Der Zugang wurde von der anderen Seite her angelegt, da der alte aufgrund der Grabungen verschwinden musste. Am runden Turm lassen sich noch die Reste einer umrahmenden Wehrmauer erkennen. Der Palas ist gänzlich verschwunden.
Von dem mit Buckelquadern verkleidetem Bergfried steht nur noch die nördliche Außenmauer, lässt aber noch einen Rundbogen und dessen polygonale Form erkennen. Durch die fehlende Wehrmauer hat man sowohl eine weitreichende wunderbare Sicht über das Tal, wie auch über die Ausgrabungsstätte, die sich zum alten Zugang hin befindet und mit etwas Geschick Rückschlüsse auf Gebäude, ehemaliges Tor und Vorburg erkennen lässt, die im Winter 2005 mit dem gleichen neumodischen Stein verkleidet wurde, wie die Kernburg. Unter anderem sehr gut zu erkennen, ist das alte Kopfsteinpflaster, das den Weg zur Burg auskleidete.

Historie

Die Burg wurde um 1200 erbaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie mehrfach beschädigt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg begann der Wiederaufbau, der nur schleppend voranging. Zwischen 1680 und 1690 gab man die Burg auf. Nach Krahe wurde Kirkel 1689 von den Franzosen zerstört. Ab 1740 diente Burg Kirkel als Steinbruch.

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Anfahrt

Die Burg Kirkel befindet sich unweit des Ortes Kirkel-Neuhäusel in der Burgstr. Ort und Burg liegen südwestlich von Kirkel. Von der A8 oder der A6 die Ausfahrt "Limbach" nehmen. Von hier gelangt man nach Kirkel-Neuhäusel. Innerorts sollte man sich südlich von der Araltankstelle (hinter dieser) links halten und in den Kohlroterweg einbiegen. Dieser führt auf den Limbacher Weg, dem man nach links folgen sollte. Gleich darauf kommt es zu einer Weggabelung in die Burgstraße. Von hier ist die Burg schon zu sehen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 21.11.2005


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