Hilpoltstein

Burg Hilpoltstein

Burg Hilpoltstein

Deutschland / Bayern

Burg Hilpltstein ist über 1000 Jahre alt. Große Teile der Anlage beherbergen heute städtische Einrichtungen, die anderen Bereiche sind als Ruine erhalten. Die ruinöse Kernburg liegt auf einem Felsturm und war durch den mangelnden Platz sehr beengt. Einziges vollständig erhaltenes Gebäude ist der Bergfried. Der Museums- und Heimatverein kümmert sich heute um den Erhalt der Anlage.

Burg Hilpoltstein
Burg Hilpoltstein

Adresse

Burg Hilpoltstein Burgweg
91161 Hilpoltstein Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Krankenhaus
Lage:396 m.ü.NN.
Sonnenlicht:05:42-16:17 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:Burghof: frei
Kernburg: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Hilpoltstein

Burg Hilpoltstein befindet sich auf einem auslaufenden Bergrücken oberhalb der gleichnamigen Stadt. Die Burg besteht aus drei Bereichen, die heute alle unterschiedlichen Nutzungen unterliegen. Ursprung der Burg ist eine Turmhügelburg gewesen, die im Osten der heutigen Anlage lag. Die Turmhügelburg bestand aus einem Turm, der im 10. Jahrhundert erbaut wurde. Unter ihm befanden sich Kellergewölbe, die 2005 durch den Museums- und Heimatverein Hilpoltstein gesichert und saniert wurden.
Die heute noch erhaltene, später entstandene Burg Hilpoltstein liegt westlich des Turmhügels. Die Anlage war durch einen Halsgraben vom Bergrücken getrennt, in dem heute der "Burgweg" mündet. Hilpoltstein besteht aus der Kernburg, der inneren Vorburg und der äußeren Vorburg. Die äußere Vorburg ist der am niedrigst gelegene Part der Anlage. Von ihr sind heute noch das Haus des Torwächters und der alte Fruchtkasten (Hofkasten) existent. Die innere Vorburg liegt zu Füßen der Kernburg und beherbergt ein Krankenhaus, das sich in dem spätmittelalterlichen Kanzlei- und Sekretariatsbau niedergelassen hat. Diese Bauten erhielten ihr Aussehen im 16. und 17. Jahrhundert und wurden aus repräsentativen Gründen am westlichen Ende der Kernburg in L-Form errichtet. Weitere erhaltene Elemente der äußeren Vorburg sind die Fundamente des Torturms, sowie diverse Wehrmauern. Die Gebäude sind von einer Ringmauer umgeben, die zum größten Teil nicht mehr die volle Höhe aufweist. Im Westen, hinter dem Kanzlei- und Sekretariatsbau, befindet sich zu einer potenziellen Angriffseite hin ein vorgelagerter Zwinger, der sich nicht besuchen lässt.
Wichtigster Bestandteil Hilpoltsteins ist die Kernburg. Sie liegt auf einem Felsen und bildet den höchsten Punkt der Burg. Im Mittelalter erfolgte der Zugang über eine Treppe im Westen, die Teil eines Tunnels war und sich im unteren Part mit einer Winde nach oben ziehen ließ, ähnlich wie eine Zugbrücke. Der Zugang war auf diesem Wege sehr beengt und ließ ein Betreten nur zu Fuß zu. 1604 bis 1606 entstand der heute genutzte Treppenturm, der über Rampen als Zugang für Pferde diente. Im 20. Jahrhundert ersetzte man die Rampe durch eine Sandsteintreppe, die zur Erschließung genutzt wird. Ein Portal ziert seit der Entstehung den Eingang in den Treppenturm.
Die Kernburg ist heute nur noch als Ruine erhalten und besteht größtenteils aus der äußeren Ringmauer. Der Treppenturm führt auf den so genannten oberen Burghof, der durch fehlende Hoffassaden größer wirkt. Ursprünglich bestand dieser aus Palas, Hof, Brunnen und einem separat stehendem Bergfried, der in seinem Inneren drei Stockwerke, sowie ein gotisches Gewölbe aufzuweisen hat.
Von der Atmosphäre her ist Burg Hilpoltstein vor allem von der Kernburg her urig und imposant. Die Anlage bildet durch die abgerundeten Sandsteine ein interessantes und alt wirkendes Aussehen, das selbst außerhalb der Öffnungszeiten zum Betrachten einlädt.

Historie

Burg Hilpoltstein ist über 1000 Jahre alt. Der Ursprung liegt in einem unterkellerten Turm einer Turmhügelburg, östlich der heutigen Anlage. Der Turm verschwand im Laufe der Zeit. Der noch existente Keller wurde im 12. und 13. Jahrhundert mit einem Gewölbe versehen und unterlag noch wesentlich später vielen Nutzungen. Bis 1385 war Burg Hilpoltstein Stammsitz der Herren von Stein, anschließend im Eigentum der Herzöge von Bayern. Im 16. und 17. Jahrhundert erfuhr Hilpoltstein mehrere Ausbauten zum Schloss, die der Anlage die heutige Form gaben. In der Zeit von 1606 bis 1639 lebte die pfalzgräfische Witwe Dorothea-Maria auf der Burg. Ab 1700 wurden große Teile der Burg durch Steinraub durch die Bevölkerung abgetragen. 1879 geht Hilpoltstein in den Besitz des Landkreises, der den Abbruch eindämmt und von 1989 bis 1994 die Burg aufwändig sanieren lässt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Hilpoltstein befindet sich inmitten des gleichnamigen Ortes. Zu erreichen sind Burg und Ort über die nahe gelegene A9 Ausfahrt "Hilpoltstein". Innerorts fährt man direkt von der Hauptstraße in den Burgweg und parkt bei der Schule. Der Burgweg führt direkt in den Graben der Burg.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 29.09.2007


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