Dobin, Fürstenburg

Burg Dobin, Fürstenburg

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Dobin war eine slawische Fürstenburg zwischen dem See Döpe und dem Schweriner Außensee. Die längliche Anlage liegt heute am Wegesrand mitten im Wald und dient einem Bauern als Feld. Von der Anlage haben sich nur Teile des Westwalls und schlecht erkennbare, künstliche Erhebungen erhalten. Der Weg zur Burg und um den See ist sehr schön.

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Adresse

Burg Dobin, Fürstenburg
19067 Rubow - Flessenow
Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Wallburg, Wasserburg
Nutzung: -
Lage: 41 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:12-15:38 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Zwischen dem Döpesee und dem Schweriner See liegt auf einer langgezogenen Landzunge die Burg Fürstenburg. Von der ehemaligen Wallburg ist nicht mehr viel erhalten. Neben dem Weg sind noch Reste des Walls vorhanden, die sich beim Betreten des Waldes nachvollziehen lassen. In der Burg befindet sich ein bewirtschaftetes Feld, auf dem teilweise der eine oder andere Stein zu finden ist, was darauf vermuten lässt, dass die Burg nicht vollkommen aus Holz war, wie für slawische Zeiten üblich ist.
Nördlich und südlich der ehemaligen Burg verlaufen zwei Bäche, die die Seen miteinander verbinden. Sie dienten ursprünglich als Wassergräben und trennten die Burg zu beiden Seiten vom Festland ab. Die Burg hatte einen tropfenförmigen Aufbau. Im Norden lag auf einer Erhöhung die Kernburg. Im Süden befand sich die wesentlich größere Vorburg. Die Anlage besaß circa drei Hektar Grundfläche und gehörte zu den wichtigsten slawischen Befestigungen in Norddeutschland.
Es sind nur noch die Reste der Westseite des Walls und die ehemalige ungefähre Größe der Burg anhand der künstlichen Erhebung zu erkennen. Durch die Bewirtschaftung als Ackerland ist die Anlage nahezu vollständig verschwunden.

Historie

Im 12. Jahrhundert gehörte die Fürstenburg Dobin zu den wichtigsten, slawischen Burganlagen Norddeutschlands. Sie stand unter dem Schutz des Abodritenfürsten Niklot, daher der Name Fürstenburg. Laut Helmold von Bosau soll sie 1148 fertiggestellt worden sein. Im gleichen Jahre ist aber von einer Belagerung in den Wendenkriegen die Rede, wodurch das Baudatum fraglich erscheint. Die Belagerung endete friedlich. Die Slawen ergaben sich und ließen sich christlich taufen. Somit blieb die Burg verschont.
Wahrscheinlich stammt sie aus dem 11. Jahrhundert. Schon 1160 kam es zur Zerstörung durch Feuer. Der Burgherr Fürst Niklot ließ sie abbrennen, damit die deutschen Kreuzfahrer sie nicht gegen die Slawen verwenden konnten. Man fand bei Untersuchungen Oberflächenfunde, die auf eine Handelsbeziehung mit Skandinavien schlussfolgern lassen. 1775 fand man einen Staufstein am See Döpe.

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Anfahrt

Die Burg liegt inmitten eines Moores an dem Schweriner See, östlich von Bad Kleinen. Über die A20 Ausfahrt "Wismar Mitte" auf die B106 Richtung Schwerin. Die Burg liegt direkt im Moor zwischen dem Schweriner See und dem kleineren See Döpe, an dem Wanderweg zwischen Hohen Viecheln und Flessenow auf der Seite zum Döpe See hin. Die Erhebung des Walls, direkt neben dem Weg kann leicht übersehen werden. Von Flessenow her kommend sind es ungefähr 300m hinter dem Bach und dem Waldanfang.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 23.05.2005

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