Boll, Neu Tannegg

Burg Boll, Neu Tannegg

Deutschland / Baden-Württemberg

Oberhalb der eindrucksvollen Wutachschlucht liegt auf einem Berg die Burg Boll. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert hat sich bedingt erhalten und ist in den letzten Jahren immer wieder wegen Einsturzgefahr gesperrt. Die Burg bestand ursprünglich aus einer Kernburg, einer Vorburg und mehreren Zwingern. Erhalten hat sich nur die Kernburg mit mehreren Mauern. Von der Vorburg ist nur noch das zugewachsene Plateau erhalten.

Adresse

Burg Boll, Neu Tannegg
79853 Bonndorf - Boll
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 715 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:49-19:16 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: gesperrt
Eintrittspreise: nicht zugänglich

Baubestand & Beschreibung

Burg Boll liegt auf einem Bergrücken, der an der tiefen Wutachschlucht liegt. Seit einiger Zeit ist die Burganlage fast durchgehend gesperrt, Grund ist Einsturzgefahr. Der mittelalterliche Eingang führte über eine Zwingeranlage in die Vorburg und von dort in die Kernburg. Zur Hangseite hin sind noch wenige Reste des Zwingers zu erkennen. Die Vorburg sticht sehr deutlich durch ihr großes Plateau hervor, das hier und da noch kleine Reste der äußeren Wehrmauer aufweist. Der Weg von der Vorburg hoch zur Kernburg beruht auf dem ehemaligen Eingang. Zwar sind Treppe und Wehrmauer der Kernburg gänzlich verschwunden, doch erkennt man noch deutlich Bearbeitungen im Felsen, die an einigen Stellen unter dem Humus hervorschauen.
Den besterhaltenen Teil bildet die Außenmauer des Palas zum Hof hin. Die imposante Mauer besteht bis zum dritten Stockwerk und weist noch mehrere Fenster und Balkenauflager auf. Auch die Reste eines Erkers nach außen hin sind zu erkennen, hierbei handelte es sich wohl eher nicht um einen Abort, da der Erker zum Hof hin angelegt war. Im unteren Part der Mauer klafft heute noch ein großes Loch, der ehemalige Eingang in den Palas. Aus der Ferne betrachtet, weisen Öffnungen darauf hin, dass die Mauer teilweise Gänge in sich beherbergte.
Durch die Lage im tiefen Wald und in direkter Nachbarschaft zu der mächtigen Wutachschlucht wirkt Burg Boll vergessen aber herrschaftlich. Der Zutritt zur Burg ist verboten. Da nicht mehr viel vorhanden ist, ist jeder Stein, der sich löst, ein verlorener Teil der Burg. Man sollte dem Verbot Bedeutung schenken. Noch zu Öffnungszeiten war die Anlage sehr instabil und wurde nur notdürftig gesichert. Das unsachgemäße Betreten des Geländes kann fatale Folgen haben. Es gibt zahlreiche lose Steine, steile Hänge und einige eingestürzte Kellergewölbe. Wir raten ausdrücklich vor einem Besuch des abgesperrten Gebietes ab!

Historie

Wahrscheinlich sind die Herren von Boll die Erbauer der Burg. Diese werden erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der sie als Dienstmannen der Krenkinger genannt werden. Diese sind auf 1160 datiert, so dass die Burg wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt entstand. Man geht davon aus, dass Burg Boll 1467 zerstört wurde.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Boll liegt nördlich des gleichnamigen Ortes in der Nähe der B315. In Bonndorf am Schwarzwald nach Norden in den Ort Boll abbiegen. Innerorts führt die Hauptstraße zum Wanderparkplatz. Von diesem geht ein Weg links von der Informationstafel (Wanderkarte) in den Wald hinein. Nach wenigen 100m gelangt man zur Burg.

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Sonstige Einrichtungen

Bei Burg Boll weichen die Quellen sehr von einander ab. Laut einigen Büchern und Wanderkarten sollen Burg Boll und Burg Neu Tannegg zwei unterschiedliche Burgen sein, die nicht weit auseinander liegen. Andere Quellen behaupten beide Burgen seien ein und dieselbe Anlage.

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Literatur

- Dr. Michael Losse und Hans Noll, "Burgen, Schlösser, Festungen im Hegau", Michael Greuter Verlag, 2006, Hilzingen, ISBN: 3-938566-05-1 S.73f

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 21.10.2013, 06.08.2005


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