Burg Bergkvara

Burg Bergkvara

Schweden / Schweden

Inhaltsverzeichnis

Kurz & gut

Burg Bergkrave ist eine eindrucksvolle Ruine einer schwedischen Hausburg im Bergkvarasjonsee. Die Anlage ruht auf einer Insel, die nur durch einen Wassergraben vom Festland getrennt wird. Bis heute haben sich imposante Reste der Außenmauern erhalten, die zahlreiche konstruktive und kulturhistorische Details aufweisen. Ein Besuch lohnt sich.

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Baubestand & Beschreibung

Schloss Bergkvara ist Privatbesitz. Bitte respektieren Sie die Privatsphäre der Bewohner und verhalten sie sich auf dem Grundstück angemessen.
Die eindrucksvolle Ruine der Burg Bergkvara befindet sich auf einer kleinen Motte im Bergkvarasjon See. Die Anlage ist heute noch durch einen stark verlandeten Graben vom Festland getrennt, wurde aber wie in der Vergangenheit mit einer Brücke zugänglich gemacht. Vor dem Graben lag, so vermutet man, an der Stelle des heutigen Gutshauses aus dem 18. Jahrhundert eine Vorburg mit Ställen und zahlreichen Wirtschaftsgebäuden. Die Vorburg und die Kernburg sollen eigene Wallanlagen gehabt haben, die sie zur Angriffsseite hin schützten. Die Kernburg war von einem Ringwall in eckiger Form umgeben.
Die ehemalige Kernburg bestand nur aus dem bereits genanntem, großen Burghaus auf einer Motte im See. Der Bau hatte sechs Stockwerke und an jeder Ecke einen Erker, die allem Anschein nach der Flankierung der Außenmauern dienten. An der Nordostseite stößt man heute noch auf die Kragsteine und Überreste eines Erkers. Von außen besteht der Bau aus Feldsteinen, die an den Ecken gequadert wurden. Kleine schießschartenähnliche Fenster prägen die erhaltenen Außenfassaden und deuten auf die Wehrhaftigkeit hin. Im Erdgeschoss befinden sich bis auf den Eingang keine Öffnungen. Die Fensteröffnungen fallen in den unteren Stockwerken sehr klein aus und wurden erst ab dem dritten Stockwerk vergrößert.
Über einen Rundweg gibt es die Möglichkeit, das einst hohe und eindrucksvolle Gebäude zu umrunden.

Hierbei lässt sich der schon fortgeschrittene Verfall der Nordseite und der Westseite erkennen, die in ihrer Mitte große Einkerbungen aufweisen. Die erhaltenen Mauern beherbergen zahlreiche Fenster, die fast willkürlich angeordnet sind. Zugemauerte Fensteröffnungen deuten auf Bautätigkeiten nach der Errichtung hin. Einzig und allein die Ostfassade, die die Eingangsfassade bildete, lässt ein strenges Fensterraster erkennen, das sich bis in das dritten Stockwerk erhalten hat.
Im Innenbereich des Burghauses, das sich von Osten her betreten lässt, lassen sich nur noch die Außenwände erkennen. Zahlreiche grasüberwachsene Schutthaufen deuten auf die eingestürzten oberen Stockwerke hin. Anhand der Fenster lassen sich die Aufteilungen der Obergeschosse erkennen, die anscheinend im Gebäude selber variierten. Die Südwand beinhaltet vor allem noch sehr kleine Kellerfenster, die zum Beschuss außenstehender Angreifer gedient haben können. Das Heizsystem des Schlosses lag wahrscheinlich zentral, auch wenn ein alter Stich die Burg mit außenliegenden Schornsteinen zeigt. An den Innenwänden ist nur an der Südwand ein Kamin erkennbar. Zudem stößt man auf Balkenlöcher, die anscheinend einst die Deckenstrukturen des Gebäudes getragen haben.
Aufgrund der Sicherungsarbeiten, die wegen des stark ruinösen Zustandes notwendig waren, wurden viele Balkenlöcher mit Zementputz verfüllt um ein Aufreißen der Mauer an diesen Stellen zu vermeiden. Die Nordmauer ist zwar schon stark verfallen, lässt aber in den erhaltenen Elementen nur wenige Fenster erkennen. Sie lag zur Angriffsseite hin und diente wahrscheinlich in gewisser Form als Schildmauer.
Im Gesamtbild ist die Burg Bergkvara sehr interessant. Von der einstigen Anlage, die einem der mächtigsten Männern Schwedens gehörte, hat sich vor allem das Burghaus erhalten, das vom Burgtyp mit Glimmingehus vergleichbar ist, aber mit sechs Stockwerken wesentlich mehr Platz bot. Die äußere Verteidigungsanlage ist mittlerweile vollständig verschwunden und lässt sich nur noch in den Grundzügen erahnen. Eine Seltenheit sind die verwendeten Eckerker im obersten Stockwerk.

Historie

Burg Bergkvara wurde um 1470 als verziertes und prachtvolles Steingebäude an der Stelle einer Vorgängerburg errichtet. Damaliger Besitzer war Arvid Trolle, einer der mächtigsten Menschen Skandinaviens. Er besaß ein Herrschaftsgebiet mit mehr als 1000 Bauernhöfen und war Inhaber großer Gebiete Schonens. In der Mitte des 14. Jahrhunderts lebten verschiedene Ritter und Knappen auf der Vorgängerburg Bergkvaras. Der Vorgängerbau, der aufgrund der strategisch guten Lage an einer der wichtigsten regionalen Handelsstraßen lag, wurde von den Dänen 1469 zerstört. Es folgte der Neubau durch Arvid Trolle.
Die Familie Trolle bewohnte das Schloss bis zum Ende des 16. Jahrhunderts. Anschließend ging es an verschiedene Adelsfamilien. Im 18. Jahrhundert verfiel der Bau, wahrscheinlich aufgrund des neu entstandenen Herrschaftshaus im Nordwesten, das auf die Mitte des 18. Jahrhunderts datiert wird.

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Anfahrt

Burg Bergkrave befindet sich südwestlich von Växjö nahe der Schnellstraße 23. Diese verlässt man von Süden her kommend über Rocjtimg Bergkvara, kurz vor Bredvik. Die Burg ist zum Teil ausgeschildert. Sie liegt auf einem Privatgrundstück hinter einem Schloss.

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Sonstige Bemerkungen

Auf der Burg und dem Weg dorthin gibt es viele Schlangen.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 07.03.2009


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