Warberg

Burg Warberg

Deutschland / Niedersachsen

Burg Warberg liegt heute am westlichen Ende des gleichnamigen Ortes. Die Wasserburg stammt aus der Zeit um 1200 und ist Nachfolger der zwei Kilometer entfernt gelegenen alten Burg Warberg aus dem 10. Jahrhundert. Die Anlage ist teilweise noch von einem Ringgraben mit Wasser umgeben und besteht aus einer Herrenhaus mit Bergfried und einem hufeisenförmigen Gutshof, bzw. Vorburg. Heute beherbergt sie eine Ausbildungsstätte, das Grundstück kann frei betreten werden. Ein Besuch lohnt sich.

Burg Warberg
Burg Warberg

Adresse

Burg Warberg 38378 Warberg Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Schloss
Burgtyp: Niederburg, Wasserburg
Nutzung: Ausbildungsstätte, Kirche
Lage: 141 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:59-17:19 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Warberg

Bei Burg Warberg handelt es sich um eine alte Wasserburg, die aufgrund der Zerstörung der Vorgängerin im Jahre 1200 hier errichtet wurde. Heute besteht sie aus mehreren Gebäuden. Große Teile der Wehrmauern sind im Laufe der Jahrhunderte verschwunden und der Graben ist zum Teil verlandet. Gut erhalten hingegen ist der Kern, der aus Palas, bzw. Herrenhaus und Bergfried besteht.
Der Zugang zu Warberg erfolgt heute wie damals durch das Haupttor. Über eine Steinbrücke geht es über den Graben in das Doppeltor. Die Steinbrücke war ursprünglich zum Teil Zugbrücke. Von dem Torbau haben sich die Umfassungsmauern, sowie die Torbögen der beiden Tore erhalten. Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf den Burghof. Das Gelände ist stark abschüssig und wurde in zwei Terrassen unterteilt. Im oberen Bereich haben sich nur der Palas und der Bergfried erhalten, während der untere Teil von Burggebäuden umrahmt ist. Nach Erstürmung der Vorburg musste der Eroberer noch über eine schmale Treppe auf die obere Terrasse um Bergfried und Palas zu erreichen. Diese war leicht zu verteidigen
Die Vorburg wird heute aus einem Hof mit umliegenden Gebäuden gebildet. Bei der Restauration gab man sich Mühe, so dass man neben den alten Steinhäusern auf Fachwerkkonstruktionen stößt, die mit Blumen vor den Fenstern ein wenig Farbe in die Grausituation bringen. Teilweise sind die Gebäude alt, teils wurden sie auf alten Fundamente neu errichtet, so dass der Burghof von einem bunten Treiben aus soliden Steinwänden und Fachwerkkonstruktionen geprägt ist.
Über eine Treppe im Süden gelangt man in die ehemalige Kernburg. Hier stößt man auf ein freistehendes Herrenhaus, das als Mittelpunkt den Bergfried aufweist. Im Inneren besitzt der Palas ein Wendeltreppenhaus, das die Stockwerke miteinander verbindet. An der Außenfassade lassen sich die Fenster des Treppenhauses, sowie zahlreiche Balkenauflager von Aborts und Erkern, Fensterverzierungen und Schießscharten erkennen. Der Bergfried liegt sehr zentral in dem Gebäude und wurde mit einem Spitzdach versehen. Auch er weist Fenster und Balkenauflager auf und zeugt von einer soliden Baukunst. Die Ringmauer der Kernburg ist größtenteils verschwunden. Die Kernburg liegt auf einer Motte und besaß zusammen mit der Vorburg einen Graben, der partiell verlandet ist.
Von der Atmosphäre her ist Burg Warberg sehr angenehm. Der Außenbereich und der Burghof liegen dem Besucher zur Besichtigung offen und laden zum Verweilen, Entspannen, Erkunden und Genießen ein. Die ruhige Umgebung lässt die Wellt etwas langsamer drehen, so dass man sich in aller Ruhe mit Neu und Alt auseinandersetzen kann, die in gewisser Weise zu einander harmonieren und der Anlage ein einprägsames und angenehmes Gesamtbild verschaffen, das selbst aus der Entfernung einladend wirkt.

Historie

Um 950 entstand in 2km Entfernung die ältere Burg Warberg in Elm. 1180 erhält das Geschlecht von Warberg die Sommerschenburg als Lehensgut. Aufgrund von Streitigkeiten wird die alte Warberg schon 1199 durch Erzbischof Ludolf von Magdeburg zerstört. Das Ereignis sorgt für den Wiederaufbau im Jahre 1200 in Warberg, also am heutigen Standort. 1366 hat die Familie sich einen Namen gemacht. Herrman von Warberg wird Herrenmeister im Johanniterorden. Im 14. Jahrhundert beginnt man mit dem Bau des Palas, bzw. Herrenhauses um den Bergfried herum, der heute noch in dieser Form erhalten ist. Zu dieser Zeit beginnt die Blütezeit der Familie. Sie ist im Besitz von 71 Dörfern, Lehensträger mehrerer Güter und hat hohe und niedere Gerichtsbarkeit, sowie die Reichsunmittelbarkeit. Sie bekleiden Berufe wie Abt von Werden, Bischof von Halberstadt, Domherr von Magdeburg, Dekan von Hildesheim, und viele mehr. Erst 1570 verlieren sie die Reichsunmittelbarkeit. Der Untergang erfolgt während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648). Durch die Kriegswirren kommt es zur Verarmung. Die Burg erhält Schaden und verfällt langsam. Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel nimmt sich der Anlage an und kauft sie 1650. Der letzte Warberger stirbt anschließend im Jahre 1672. Das auf der Burg ansässige Amt wird 1807 aufgelöst. 1938 kommt es zum Ankauf der Burg durch die Lehranstalt des Landhandels. Noch im selben Jahr wird Warberg zur Ausbildungsstätte des Landhandels umgebaut.

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Anfahrt

Burg Warberg liegt im Ort Warberg südwestlich von Helmstedt. Über die A2 Ausfahrt "Marienborn, Helmstedt" auf die B1 und weiter auf die B244 Richtung Esbeck (Süden). Vor Esbeck ist die Burg schon ausgeschildert. Direkt am Ortsanfang geht eine Straße nach Warberg ab. Dieser folgt man bis in den Ort hinein, fährt die Straße Richtung Frellstedt weiter und noch in der Kurve in die "An der Burg". Die Anlage ist von hier mittlerweile zu sehen.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Warberg erwähnt:

Staufenburg

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 16.09.2006


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