Veldenstein

Burg Veldenstein

Burg Veldenstein

Deutschland / Bayern

Burg Veldenstein liegt auf einem stark abschüssigen Sporn, inmitten der Ortschaft Neuhaus.Die Anlage ist über 1000 Jahre alt und wuchs im Laufe der Jahrhunderte zu einer kleinen Festung mit einer stattlichen Außenanlage heran. Die Burg ist heute zum größten Teil ruinös erhalten und lässt sich fast vollständig besichtigen. Mehrere Rundtürme und Ringmauern geben ihr ein wehrhaftes Auftreten.

Burg Veldenstein
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Adresse

Burg Veldenstein Burgstr. 12
91284 Neuhaus an der Pegnitz Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Festung
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 412 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:57-17:16 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
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Eintrittspreise: Kernburg: kostenpflichtig
Vorburg: frei
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Website: Burghotel-Veldenstein.de
Burg-Veldenstein.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Veldenstein

Burg Veldenstein befindet sich oberhalb des Tals der Pegnitz und des Ortes Neuhaus auf einem großen Felsplateau, das zur kompletten Nord- und Ostseite hin Steilwände von bis zu über 30 m Tiefe aufzuweisen hat. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die kleine, im 14. Jahrhundert gegründete Siedlung Neuhaus bis an die Burg heran, so dass Veldenstein heute nahtlos an der Gemeinde angrenzt.
Die Festung wurde im Laufe der Zeit durch Kriege nur wenig beschädigt und in der Neuzeit ausgiebig restauriert, wodurch man heute auf eine gut erhaltene Wehranlage stößt. Ursprung der Anlage, so vermutet man, ist der Bergfried, der auf einem kleinen, erhöhten Felskopf ruht und das höchste Gebäude der Burg bildet. Ihm zu Füßen befindet sich die Kernburg, die nach Süden und nach Westen durch zwei Zwinger und im Norden durch tiefe Steilwände zum Tal hin geschützt liegt. Durch fehlende Gebäude wirkt die Kernburg heute ein wenig leer. Existent sind der Bergfried, ein ehemaliges Herrenhaus (heute Hotel und Restaurant), der Bunkerturm und ein Ziehbrunnen von 1422. Am südlichen Zugang zur Kernburg trifft man auf einen umfunktionierten Wehrturm, der unter anderem als Pulverturm diente und den Eingang flankierte. Die Kernburg weist unter anderem eine umliegende Ringmauer auf, die teilweise sehr hoch, teilweise sehr niedrig ausfällt. Der Pulverturm ist Bestandteil dieser Ringmauer.
Mit der Erfindung neumodischer Belagerungsmaschinen expandierte die Anlage nach Süden und nach Westen. Man errichtete zwei Zwinger, die die Kernburg zu diesen Seiten hin schützten. Die Zwinger wurden mit fünf Batterietürme ausgestattet, die heute noch durch Breite und Höhe teilweise sehr imposant wirken. In den Zwingern errichtete man weitere Gebäude, die unterschiedlichen Funktionen unterlagen. So stößt man auf das alte Verwalterhaus, die alten Stallungen und auf die Burgkapelle. Der Zugang zu den Zwingern erfolgte über ein Tor im Südosten, das heute nur noch als Ruine erhalten ist. In dem Tor lassen sich Öffnungen für die Laufketten einer Zugbrücke erkennen, die sich anscheinend einst vor dem Tor befand, mittlerweile aber mitsamt dem Graben verschwunden ist. Neben dem Tor befinden sich die Räumlichkeiten einer alten Wachstube, die heute unter dem Namen "Alte Wache" bekannt ist. Ein runder Wehrturm des Zwingers flankierte Tor und Wachstube nach außen hin. Die alte Wachstube wurde zu späterer Zeit durch einen weiteren vorgelegten Zwinger ihrer Funktionen enthoben. Dieser dient heute mit einem vorgesetztem Tor als Eingang zur Burganlage. In der äußeren Mauer lassen sich unter anderem Schießscharten und Fenster erkennen. Die Reste eines umlaufenden Halsgrabens sind nur noch im Nordwesten vorhanden. Hier stößt man zudem auf einen auslagernden Wehrgang, der auf einen äußeren Felsen übergeht und in das Tal ragt.
Von der Atmosphäre her ist Burg Veldenstein teilweise sehr imposant. Die Anlage weist zahlreiche kleine Details auf, die zum Umherwandern und Entdecken einladen. Die Mischung aus Ruine und wieder aufgebauten Gebäuden gibt Veldenstein einen gewissen Detailreichtum. Eine weite Aussicht und tiefe Abhänge sorgen für ein imposantes Auftreten der Festung.

Historie

Aufgrund stetig einfallender Wenden aus dem Fichtelgebirge errichtete der Bischof von Eichstätt mit Erlaubnis von König Konrad um 980 mehrere Grenzburgen, zu denen auch Festung Veldenstein gehört. Um 1200 ist die Anlage im Besitz der Grafen von Sulzbach und anschließend im Besitz derer von Hohenstaufen. Nach dem Aussterben der Hohenstaufen 1269 übernimmt Ludwig der Strenge von Oberbayern die Anlage. 1279 wird Veldenstein bischöflicher, bambergischer Amtssitz und bleibt dies bis 1803. Der Ort Neuhaus wird 1326 erstmals erwähnt und geht aus einer kleinen Siedlung unterhalb der Burg hervor. 1388 wird die Anlage im Städtekrieg durch die Nürnberger erobert und leicht beschädigt. Unter Bischof Philipp von Henneberg kommt es 1468 zum Ausbau von Veldenstein. Die Anlage erhält ihre heutige Dimensionen. Im Dreißigjährigen Krieg bleibt die Festung größtenteils erhalten und unberührt.
1708 schlägt ein Blitz im Pulverturm ein und sorgt für eine Explosion. Nach 1803 geht die Anlage 1805 in Privatbesitz über und wechselt häufig den Besitzer. 1898 erwirbt Dr. Ritter von Epenstein Veldenstein. Unter ihm werden in den darauf folgenden 10 Jahren zahlreiche Mauern, die Türme und die Tore wieder instandgesetzt. 1912 vermietet er das Herrenhaus an die Familie Göring. Im Ersten Weltkrieg dient die Burg bis 1918 als Lazarett. Mit dem Tod von Epenstein 1936 erbt seine Frau Elisabeth die Anlage. 1939 übergibt sie die Burg an die Familie Göring. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erobern am 20.4.1945 amerikanische Truppen Anlage und Ort. In der Zeit darauf dient sie als Flüchtlingslager. Seit 1950 ist die Anlage im Besitz des Freistaates Bayern, der Veldenstein unter Denkmalschutz stellt. Bis 1951 finden wieder Restaurationen und Sanierungen statt. 1968 wird eine Falknerei eingerichtet, 1972 zieht das Hotel ein, das bis heute noch existent ist. Seit 1974 ist die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich. Der Nordostturm wurde durch die Familie Pohl aus Berlin ab 1984 gepachtet und beherbergt heute eine Ferienwohnung.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Veldenstein liegt in Neuhaus und ist gut über die A9 zu erreichen. Die nächste Ausfahrt heißt "Plech". Von hier fährt man über Plech nach Neuhaus. In Neuhaus ist die Burg ausgeschildert.

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Burgenarchiv.de
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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 02.01.2008


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