Burg Stolzenberg

Burg Stolzenberg

Burg Stolzenberg

Deutschland / Hessen

Burg Stolzenberg liegt auf einem Sporn oberhalb des Mühlgrabens. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert wird 1536 wieder aufgegeben und beginnt zu verfallen. Bis heute haben sich ein Teil der Ringmauer und der mächtige Bergfried erhalten. Der Turm wurde in den 1970er wieder zugänglich gemacht und kann bestiegen werden.

Burg Stolzenberg 1
Burg Stolzenberg 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Stolzenberg liegt auf einem Berg oberhalb der kleinen Stadt Bad Soden. Die Anlage befindet sich auf einem Sporn und weist zu drei Seiten stark abfallende Hänge auf. Die Seite zum Bergrücken hin wird durch einen nur noch schwer erkennbaren Halsgraben geschützt.
Vom Erhalt her weist die recht kleine Burganlage nur noch geringe Reste auf. Der Bergfried wurde in den Siebzigern wieder aufgebaut und dient heute als Aussichtsturm. Noch gut zu erkennen ist der ehemalige Eingang in hoher Höhe. Vor seinem später entstandenen, ebenerdigen Eingang trifft man auf die Überreste einer dicken Mauer, die den Bergfried vom Rest des Plateaus trennt. Anhand der umliegenden Freiflächen lassen sich die ungefähren Dimensionen erahnen, die Burg Stolzenberg zu ihrer Blütezeit aufzuweisen hatte. Bis auf die breite Mauer und den Bergfried sind alle weiteren Reste spurlos verschwunden, so dass sich nur noch Theorien über das Aussehen, die Form und den Verlauf der äußeren Ringmauer aufstellen lassen.
Von der Atmosphäre her wirkt Burg Stolzenberg sehr friedlich. Die wenigen Reste sind gern besuchter Aufenthaltsort vieler Menschen. Neben Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen, hat man die Möglichkeit von der Spitze des Bergfrieds den Blick über das Land schweifen zu lassen.

Historie

1190 wird erstmalig der Ort Soden namentlich erwähnt. Zu dieser Zeit scheint eine Burganlage schon vorhanden gewesen zu sein. Am 1. Dezember 1252 genehmigt König Wilhelm dem Abt Heinrich von Fulda das zerstörte Schloss Stolzenberg wieder aufzubauen. Der Erzbischof von Mainz stellt 1282 dem Schloss Stolzenberg eine Ablassbewilligung aus. 1299 taucht das erste Mal ein Amtsmann namens Hermannus von Hutten im Zusammenhang mit der Burg auf. 1373 kämpfen die Hutten im hessischen Erbfolgekrieg an der Seite ihres Landgrafen. 1375 bekommt das Geschlecht das Schloss als Pfand.
Am 1. Februar 1383 wird das Schloss durch Fulda ein weiteres Mal an die Familie verpfändet. 1447 wird Ludwig von Hutten zum Ritter geschlagen und erhält Teile der Salzminen und der Burg. Die Linie des Geschlechts teilt sich, Ludwig von Hutten setzt die Linie der Hutten fort, sein Bruder gründete die Linie Hausen. 1464 ist von einer Kapelle auf dem Stolzenberg die Rede, die in jenem Jahr renoviert wird. 1512 wird von einem Einsturz der Burg Stolzenberg berichtet, der durch Dietrich von Hutten behoben wird. Zu einer weiteren Renovierung der Burg kommt es 1519.
Die Familie derer von Hutten taucht in den darauf folgenden Jahren in mehreren Schlachten auf. 1536 kommt es zum Bau des Schlosses der Familie Hutten unterhalb der Burg durch Lukas von Hutten und seiner Frau Apollonia von Frankenstein. Mit dem Umzug in das Schloss wird die Burg noch in jenem Jahr aufgegeben. Das Schloss wird 1594 ausgebaut und erweitert. Im Jahre 1970 wird der Bergfried zum Aussichtsturm ausgebaut und für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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Anfahrt

Von der A66 Ausfahrt "Bad Soden Salmünster" und der Hauptstraße Richtung Bad Soden folgen. In Bad Soden vor dem Berg in die Pacificusstr. abbiegen. Anschließend die nächste wieder links und dort parken. Von hier dem Weg zum Friedhof folgen und sich aber vor dessen Zugang rechts halten. Der Weg führt direkt zur Burg. Eine zweite Möglichkeit die Burg zu erreichen, führt über die Burgstraße, die sich im Westen der Anlage befindet.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.12.2007


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