Burg Stauf

Burg Stauf

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Stauf liegt auf einem Berggipfel südlich des gleichnamigen Ortes. Die Anlage bestand ursprünglich aus einer Nordburg und einer Südburg, die durch einen Graben voneinander getrennt waren. Beide Anlagen liegen heute auf einem Grundstück der evangelischen Gemeinde, dürfen aber besucht werden. Von der Nordburg haben sich zahlreiche Reste, wie zum Beispiel die Ringmauer und Teile des Palas erhalten. Die Südburg liegt 7 m tiefer und hat sich kaum erhalten. Es lassen sich wenige Elemente der Ringmauer und des Hügels erkennen, auf dem einst der Bergfried stand. Ursprünglich stammt die Burg aus der Zeit um 1000 und wurde 1525 zerstört. Von der Südburg eröffnet sich eine schöne Aussicht über das Tal.

Adresse

Burg Stauf 67305 Eisenberg - Stauf Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:-
Lage:303 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:15-15:30 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:privat, offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Stauf

Die Burg liegt auf einem Berggrat, der zu allen Seiten steil abfällt. Sonderbar und relativ untypisch ist die Lage und der Aufbau. Die Burg besteht aus zwei Wehranlagen, einer nördlichen und einer südlichen. Es handelt sich also um eine Doppelburg. Beide sind durch einen Graben voneinander getrennt und weisen eine längliche Form auf. Verbunden waren sie wahrscheinlich über eine Brücke. Nord- und Südburg sind sehr früh entstanden, weisen aber unterschiedliche Typologien auf.
Die Nordburg war sehr kompakt gebaut und bestand aus drei Gebäuden mit einer sie umgebenen Wehrmauer. Die südliche Burg beherbergte wahrscheinlich nur einen Bergfried und einen länglichen Hof. Durch die Lage zum Tal hin war der Bergfried somit besser geschützt. Die anderen Gebäude wurden in der Nordburg errichtet, also in der Wehranlage, die bei einem Angriff als erstes fallen würde. Zudem war die Mauer der Südburg bedeutend länger im Umfang, also schwieriger zu verteidigen. Die Geschichte besagt, dass beide um 1000 errichtet wurden. Theorie ist, dass die Nordburg wahrscheinlich später entstanden ist und der Südburg ihre Funktionen abnahm.
Man betritt die Anlage heute durch den alten Halsgraben, der die beiden Burgen voneinander trennt. Die Nordburg gehört zu dem Grundstück einer evangelischen Gemeinde, ist aber dennoch über den Graben zugänglich. Sie ist relativ gut erhalten und weist in alle Richtungen Reste der Wehrmauer, bzw. der Ringmauer auf. Die höchste Mauer beträgt ungefähr 8m und liegt zur Ostseite hin. Über einen kleinen, steilen Zugang betritt man das Innere der ehemaligen Burganlage. Zur Ostseite sind die Reste der drei Gebäude noch deutlich zu erkennen. Sie wurden zum größten Teil bis zum Keller ausgegraben, so dass die erhaltenen Mauern umso höher wirken. Das mittlere der drei Gebäude ist der Palas, dessen Mauer zum Hof hin noch gut erhalten ist. Die restlichen Gemäuer weisen nur geringe Höhen auf, sind aber aufgrund einiger Details wie Stufen, Balkenauflager und Fenster durchaus interessant. Teile der Schildmauer sind im Norden noch auszumachen, doch nur vom Grundstück der Kirche zu besichtigen.
Die Südburg erreicht man genau wie die Nordburg über den Halsgraben. Sie ist keineswegs so gut erhalten wie die Nordburg. Ein Weg führt in kleinen Kurven hoch zum ehemaligen Eingang der Wehranlage. Die Reste des einstigen Tores, das sich hier befand, sind noch gut erkennbar. Hüfthohe Mauern weisen auf die Existenz hin. Rechts neben dem Tor befindet sich ein größerer Hügel, der undurchdringlich mit Vegetation überwuchert ist und den niedrigen Stumpf des Bergfriedes trägt. Die Reste des Turmes sind kniehoch. Der Bergfried flankierte einst das Tor der Nordburg.
Das Plateau, auf dem sich die kleine Burg einst befand, besteht heute nur noch aus einer großen freien Fläche, einem 1,5m hohen Ringwall, zahlreichen Bäumen und einer wundervollen Aussicht. Der Wall erinnert an die Reste der alten Wehrmauer und lässt auch auf diese schließen. Teilweise weisen Steine auf die einstige Existenz einer Ringmauer hin.
Hinter dem Ringwall beginnt der steile Hang, der einen Angriff aus dieser Richtung unmöglich machte. Es eröffnet sich eine weitreichende und fabelhafte Aussicht über das anliegende Tal.
Burg Stauf ist aufgrund der Bauart sehr interessant. Zudem ist sie selten besucht, so dass man sich ungestört umsehen und die Burg, sowie die Aussicht in Ruhe genießen kann.

Historie

Die Burg ist wahrscheinlich schon um 1000 gegründet worden. Die steinerne Reste stammen von 1200. 1525 wurde sie zerstört. Die Burg besteht aus zwei Bereichen, von denen der südliche die Vorburg und der nördliche die Kernburg war.

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Anfahrt

Die Burg Stauf liegt in dem gleichnamigen Ort nahe der Stadt Eisenberg. Ort und Burg liegen zentral zwischen der A63 und der A6 und sind über Eisenberg zu erreichen. Die nächsten Autobahnausfahrten sind A63 "Göllhein" und A6 "Wattenhem". Die Ortschaft Stauf ist ab Eisenberg ausgeschildert. In Stauf sollte man der Hauptstraße folgen bis diese einen scharfen Knick macht. In dem Knick biegt man in die außenliegende Straße "Burgweg" ein und parkt dort. Anschließend folgt man zu Fuß dem Burgweg bis zum Ende. Dieser endet direkt links neben der Burg.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 29.06.2005


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