Burg Siersburg

Burg Siersburg

Deutschland / Saarland

Burg Siersburg liegt auf einem einzeln stehenden Berg, direkt an der Saar. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert diente in der Vergangenheit als Zoll- und Fliehburg. Um die Bevölkerung unterzubringen, errichtete man eine sehr große Wehranlage, die heute aufgrund ihres ruinösen Zustandes großflächig und weitläufig wirkt. Von der Burg haben sich nur wenige Reste erhalten. Dennoch ist sie mit ihrer Doppelfunktion als Flieh- und Zollburg einzigartig und sehenswert.

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Adresse

Burg Siersburg 66780 Rehlingen-Siersburg Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 285 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:16-17:36 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Siersburg

Burg Siersburg liegt auf einem Bergrücken nördlich vom gleichnamigen Ort. Von der Nordseite führt ein Weg, ähnlich dem ursprünglichen aus dem Halsgraben an der Ostseite der gut erhaltenen Wehrmauer entlang zum alten Burgtor. Das Tor besteht aus einem Doppeltor und einigen Zwingerresten, die im Sommer 2005 ausgegraben wurden.
Ab dem Tor stehen dem Besucher zwei Möglichkeiten offen die Burg zu betrachten. Der eine Weg führt einmal um die Anlage herum und zeigt die erhaltene Wehrmauer, der andere bringt den Besucher durch das ehemalige Tor hindurch zur Vorburg. Dem Weg in die Burg folgend, gelangt man, an den alten Wachstuben vorbei, in die Burganlage. Diese wirkt durch die vollständig fehlenden inneren Mauern wie eine große Wiese, die nur von äußeren Wehrmauern begrenzt wird und somit einem Plateau gleicht.
Die Burg bestand einst aus drei Burgen, die alle durch Gräben voneinander getrennt waren. Die Burgen hießen herzögliche Burg, Moritzburg und Marienburg. Die Moritzburg lag in der Mitte. Im Norden befand sich die herzögliche Anlage.
Der jüngste Part der Burg ist ein Turm im Norden. Um ihn herum sind noch zahlreiche Grundmauern vertreten, die auf einzelne Gebäude hinweisen, die sich einst an die hohe Wehrmauer anlehnten. Der wieder aufgebaute Turm ist Teil der herzöglichen Burg, die ungefähr ein Drittel der gesamten Anlage einnahm und auf den Grundmauern der Urburg errichtet worden war. Man nimmt an, dass diese Anlage aus einem Turm, etwas versetzt zum heutigen Turm und einer Wehrmauer bestand, die im Laufe der Jahrhunderte soweit ausgebaut wurde, wie sie heute zu erkennen ist. Um die herzögliche Burg von den Ruinen der anderen Burgen zu trennen, wurde ein Graben gezogen und eine Mauer errichtet. Der Graben lässt sich noch deutlich in Form einer Quermulde über das gesamte Plateau erkennen. Der Turm selber diente dem Herzog als Sitz, während die anderen Gebäude, dessen Grundmauern noch vorhanden sind, als Wirtschaftshäuser fungierten. Es wird unter anderem auch behauptet, dass der ehemalige Zugang einen Graben, mehrere Behinderungsschranken und vor allem eine Zugbrücke beherbergt haben soll, die aber alle im Laufe der Jahrhunderte verschwunden sind.
Den mittleren Teil der Burganlage bildet die Moritzburg. Sie ist der zweitälteste Teil der Anlage und wurde nach der Marienburg und vor der herzöglichen Anlage errichtet. Bei der Entstehung der herzöglichen Burg bediente man sich sowohl der Steine bei der Moritzburg, wie auch bei der Marienburg, so dass von beiden nur sehr wenig erhalten geblieben ist. Anstelle des ursprünglichen Bergfriedes stößt man heute auf einen erhöhten Hügel und dessen Plateau, das ein Grab beherbergt. Heute nicht mehr zu erkennen, aber bei Ausgrabungen gefunden, befand sich direkt neben dem Grab in nördliche Richtung (zum Turm hin) der Bergfried der Moritzburg. Sein Plateau ist das einzige, das von der Anlage erhalten geblieben ist.
Am südlichsten Ende der Siersburg lassen sich noch Gebäudereste erkennen, die auf die ursprüngliche Größe zur Blütezeit schlussfolgern lassen. Sie sind Bestandteil der Marienburg, wirken von der Innenseite her unbescheiden, aber von außen wiederum sehr imposant. Sie sind einziger Überbleibsel der Westburg, abgesehen von einigen Elementen der äußeren Wehrmauer. Es soll sich hier eine Burgkapelle befunden haben.
Von der Atmosphäre her wirkt Burg Siersburg sehr angenehm und großzügig. Es gibt viel Platz, so dass sich die Besucherströme gut verlaufen und man für sich allein die Burg entdecken kann. Die Aussicht lädt zum Verweilen und Entspannen ein.

Historie

Die Burg Siersberg wurde im Jahre 1136 erstmals erwähnt. 1175 wird sie von dem Erzbischof Arnold von Trier erobert. Schon früh erkannte man den Wert der Anlage als Zollburg für die Schifffahrt und zur Überquerung der Saar. Handelsstraßen verliefen direkt am Fuß der Anlage. Die Burg diente im Falle eines Angriffs als Fluchtburg für die Bevölkerung. Diese musste dafür für die Instandhaltung sorgen. 1233 errichtete Herzog Matthias II. von Lothringen eine Kapelle. Ab dem 15. Jahrhundert gelangt die Burg in Grenzgebietlage und wurde ständig von einzelnen Truppen verschiedener Gebiete angegriffen. Im Dreißigjährigen Krieg ist die Burg von den Franzosen im Jahre 1634 besetzt und belagert worden, bis man sich 1651 endgültig ergab. 1661 ging die Burg aber unter Vertrag wieder an die lothringischen Herzöge zurück. 1670 besetzten die Franzosen die Burg erneut. Sie beschädigen sie durch Sprengungen und verschafften sich so die Machtsicherung in dem Gebiet. Anschließend wurde sie nicht mehr genutzt und verfiel.
1781 schlug ein Blitz ein und brannte den Turm bis auf die Grundmauern nieder. Im Zuge der Französischen Revolution 1789 bis 1794 wurde Siersburg 1793 völlig zerstört. Sie war in französischer Hand, wurde aber vollkommen außer Acht gelassen. Erst mit der Übergabe in preußische Verwaltung 1815 bekam sie wieder Bedeutung und der Abriss sowie das Stehlen von Steinen wurde bestraft. Dabei ging ein bestimmter Betrag an denjenigen, der den Dieb meldete. Durch diese Abschreckung sind heute nur noch wenige Reste erhalten und nicht gänzlich verschwunden.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Siersburg liegt unweit des Ortes Rehlingen-Siersburg in der Burgstr. Der Ort Siersburg liegt fast direkt an der A8 Ausfahrt "Rehlingen". Von der Autobahn aus nach Siersburg fahren und innerorts von der Hauptstraße gleich nach rechts in die Stettiner Str. einbiegen, dieser in der Verlängerung in die Burgstraße folgen, bis diese endet, bzw. in einer Sackgasse nach links abknickt. In dem Knick geht ein Forstweg in direkter Verlängerung weiter geradeaus und gabelt sich 100m später. An der Weggabelung sollte man sich links halten und dem alten Burgweg zur Burg folgen (500m).

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 21.11.2005


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