Eberstein, Neu-Eberstein

Burg Eberstein, Neu-Eberstein

Burg Eberstein, Neu-Eberstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Schloss Eberstein liegt auf einem Bergsporn oberhalb von Germsbach. Die Anlage wurde um 1220 gebaut und 1804 von Weinbrenner, dem Erbau des Karlsruher Marktplatzes ausgebaut. Heute beherbergt die Burg ein Hotel und eine Gastronomie und ist nur partiell für Besucher offen. Der ehemalige Halsgraben dient heute als Parkplatz. Von der Anlage haben sich die eindrucksvolle Schildmauer mit Bergfried, Teile der Ringmauer und Gebäude, sowie ein Torhaus im Festungsbaustil erhalten. Die Komposition aus mittelalterlicher Burg, Teilen von Festungen und dem frühen Wiederaufbau von 1804 ist sehenswert.

Adresse

Burg Eberstein, Neu-Eberstein 76593 Gernsbach Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Burg, Schloss
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Gastronomie, Hotel, Weingut
Lage:310 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:11-15:32 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:privat, offen
Eintrittspreise:frei
Website:SchlossEberstein.com
Schloss-Eberstein.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Eberstein, Neu-Eberstein

Schloss Eberstein liegt auf einem Bergsporn 130 Meter oberhalb des Tals der Murg bei Obertsrot. Heute beherbergt die Burg in der äußeren Wehranlage ein Weingut, eine Gaststätte und ein Hotel. Die Kernburg befindet sich in Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Das Schloss erfuhr in seiner Vergangenheit zahlreiche Um- und Ausbauten, die bis in das 19. Jahrhundert andauerten. Berühmtester Architekt, der sich mit Eberstein befasste, war Weinbrenner, der um 1800 den Marktplatz von Karlsruhe schuf. Zeitgleich veränderte er die Kernburg von Eberstein, die im Laufe ihres Lebens nie zerstört wurde und erst ab dem 16. Jahrhundert anfing zu verfallen.
Burg Eberstein besteht aus einer Kernburg, die den höchsten Punkt des Bergrückens einnimmt, aus einer kleinen Vorburg im Osten und aus einem Vorwerk im Westen, das um 1540 entstanden ist. Die Kernburg, ältester Part der Burg, ist von einer Ringmauer umgeben, die an der Westseite in eine 12 Meter hohe und 3 Meter dicke Schildmauer übergeht. Die Kernburg wurde im Jahre 2000 privatisiert und steht der Öffentlichkeit nicht mehr zur Verfügung. Der Bergfried wurde regional typisch in der Schildmauer integriert, weist heute aber nicht mehr seine ursprüngliche Höhe auf. Im Zuge der Restaurationen um 1800 wurde der Turmstumpf mit einem Spitzdach versehen. Zudem sind zahlreiche Gebäude, sowie zwei Treppentürme und das Zugangstor vorzufinden. Ebenfalls nicht besuchbar sind zwei Zwingeranlagen, die im Osten der Kernburg liegen und bis zu 15 m den Berg hinab führen.
Eberstein betritt man heute vom Parkplatz von Westen her. Vor Errichtung des Parkplatzes befand sich hier ein Halsgraben, der die Burg vom Bergrücken trennte. Der westliche Bereich von Schloss Eberstein (zwischen Parkplatz und Schildmauer) diente zur Blütezeit als Vorwerk und wurde 1540 durch Graf Wilhelm IV errichtet. Um 1800 erbaute man hier zahlreiche Gebäude, die unter anderem Teile der alten Wehrmauer in sich beherbergen.
Eingang zur Burg bildet seit circa 1600 das Torhaus im Festungsbaustil. Zahlreiche Schießscharten, ein Erker und Eckquader verzieren die Frontseite des Tores.
Im Hof lassen sich ein Turm, sowie die Rückseite des Torbaus erkennen. Der kleine erhaltene Turm diente als Flankierturm dem zweiten Tor gegenüber, das sich direkt hinter dem Turm befand. Noch gut zu erkennen ist der Graben, der vor Errichtung des Vorwerks vor der Schildmauer lag. Aufgrund des Hofes wurde er zum größten Teil eingeebnet und verlor an Tiefe. Vom Hof aus eröffnet sich ein uneingeschränkter Blick auf die hohe Schildmauer, die 10 Meter höher als das Vorwerk liegt. Durch die Errichtung der neuen Bauwerke von 1800 erschuf man zwar eine einladende Hofsituation, nahm dem Vorwerk aber seine Wehrhaftigkeit und entfremdete es. Einzig und allein das Torhaus, sowie die Schildmauer mit Bergfried und die umliegenden Zwingeranlagen erinnern an eine mächtige und relativ große Burganlage. Die hervorragenden Restaurationsarbeiten, sowie der gute Erhalt und die stetige Instandsetzung sorgen bei Schloss Eberstein für ein interessantes Bild. Aufgrund der wirtschaftlichen Nutzung und des großflächigen Privatbesitzes fällt die Bewegungsfreiheit beschränkt aus.

Historie

Die erste Bauphase erfolgte unter Otto v. Eberstein 1220-1250. Aus dieser Zeit stammen der ursprünglich höhere Bergfried, die Schildmauern mit 10m Höhe und die Ringmauern. Das Tor lag damals im Süden hinter der Schildmauer. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg umgebaut und um die Zwinger erweitert. 1620 wurde sie wiederum ausgebaut und bei einem großen Brand 1691 schließlich zerstört. 1804 hat Weinbrenner, Erbauer des Karlsruher Marktplatzes, die Burg restauriert. Der Bergfried wurde überdacht und besitzt heute nur noch eine Höhe von 13m.

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Anfahrt

Burg Eberstein liegt auf einem Berg zwischen den Ortschaften Obertsrot und Gernsbach an der B462. Über die A5 Ausfahrt "Rastatt" nach Gernsbach rein und in der langen Linkskurve vor dem Tunnel nach rechts ab. Der Weg ist ausgeschildert, da ein Hotel und ein Weingutshof sich in der Burg befinden.

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Gastronomie

Schloss Eberstein beherbergt ein Restaurant und ein Hotel.

sonstige Bemerkungen

Bei der Burg handelt sich um ein Privatgrundstück. Bitte benehmen Sie sich dementsprechend.

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 31.01.2012


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