Nürnberger Burg

Burg Nürnberg

Burg Nürnberg

Deutschland / Bayern

Burg des Monats

Burg Nürnberg wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats Februar 2016 & März 2017" gewählt.
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Die Nürnberger Kaiserpfalz gehört zu den bekanntesten Burgen Deutschlands. Sie liegt auf dem höchsten Punkt der Altstadt und wurde ab dem 11. Jahrhundert kontinuierlich ausgebaut. Es entstand eine große Festungsanlage mit innerer Kernburg. Die äußeren Wehranlagen wurden in eine Parklandschaft eingebettet und laden mit ihrer Weitläufigkeit und den gut erhaltenen Wehrelementen zum Verweilen und Spazieren ein. Die Kernburg beherbergt heute ein Museum.

Burg Nürnberg
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Adresse

Burg Nürnberg Auf der Bug 13
90403 Nürnberg Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Festung
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Museum
Lage:334 m.ü.NN.
Sonnenlicht:05:43-16:17 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Ganzjährig
mehr
Eintrittspreise:Burg: frei
Museum: kostenpflichtig

Baubestand & Beschreibung

Burg Nürnberg

Die Kaiserpfalz Nürnberg befindet sich auf einem lang gezogenen Felsen auf der höchsten Stelle des damaligen Nürnbergs. Über Jahrhunderte wohnten und residierten hier Kaiser und Könige und prägten den Ausbau, sowie die imposante Silhouette der Anlage. Aufgeteilt wurde die Burg von Anfang an in zwei Wehranlagen: die Kaiserburg und die Burggrafenburg. Schon in der Entstehung Nürnbergs kristallisierte sich die Trennung in eine Doppelburg heraus. Der Zugang erfolgte über die Burggrafenburg, die der Kaiserburg als Vorburg diente.
Die Kaiserburg war die Kernburg und nur über die Burggrafenburg zugänglich. In späterer Zeit entstand mit der Weiterentwicklung der Waffentechnologie ein Bastionsring, der vor allem nach Norden und Westen hin, also von der ehemaligen Stadt weg, stark ausgeprägt wurde. In der Romantik und nach dem Zweiten Weltkrieg nahm man sich der Burg an und baute sie fast vollständig wieder auf, so dass sie heute ein imposantes und eindrucksvolles Bild über Nürnberg darstellt und einen gern besuchten Ort für Touristen bildet. Die Kaiserpfalz war seit jeher verbunden mit der noch fast vollständig erhaltenen Stadtmauer. Sie bildete das nordwestliche Ende und zugleich den höchsten Punkt. Noch heute lassen sich sowohl an der Burg, wie auch an der Stadtmauer Graben, Bastionen, dicke Mauern, Wehrgänge, Wehrtürme, Brücken und tiefe, lange Tore (Poterne) erkennen, die von Machart und Erhalt nahtlos in die Burg übergehen.
Der Zugang der Burg erfolgt heute wie damals von der Stadt aus. Der Weg führt an der langen, äußeren Wehrmauer und Freiung vorbei direkt in den Hof der Burggrafenburg, dessen Tor durch den runden Sinwellturm flankiert wurde, der unter anderem als Bergfried diente. Im Burghof der Burggrafenburg stehen mehrere Gebäude, die im alten Stil durch Fachwerk und Steinfundamente an Gebäude aus dem Mittelalter erinnern. Zentral stößt man auf das Brunnenhaus, das einen 47m tiefen Brunnen beherbergt. Die Nordseite wird von zwei Verwaltungsgebäude, damals Sekretariatsbauten, dominiert. Direkt neben dem Tor trifft man auf die Himmelstallungen, die vor allem Vieh und Pferden als Herberge diente. Hauptattraktion der Burggrafenburg ist die alte Doppelburgkapelle an der Außenseite der Kaiserburg, die unter anderem zu den ältesten Bauteilen der Kaiserpfalz gehört und über den Palas von der Kaiserburg her zugänglich ist. Einzigartig an dem sakralen Bau ist die Unterbringung zweier Kapellen, die übereinander liegen. Die Unterkapelle diente dem niederen Adel, die Oberkapelle dem hohen Adel, sowie der Kaiserfamilie. Im Zusammenhang mit einer Führung lässt sich die Kapelle besuchen.
Das Museum der Kaiserpfalz befindet sich in der Kaiserburg. Die Kaiserburg ist die Kernburg der großen Anlage und wurde relativ kompakt errichtet. Sie besteht aus dem Palas und den Kemenaten. Der Palas beherbergt heute noch die zwei wichtigsten repräsentativsten Räume: den Rittersaal und den Kaisersaal, die sich heute für Anlässe mieten lassen, aber auch mit der Führung zusammen besucht werden können. Sowohl von außen, wie auch von innen sind Gebäude und Wehrmauern gut erhalten, bzw. wurden umfangreich restauriert. Es lassen sich Wehrgänge, hohe Mauern, sowie die beiden Gebäude erkennen und bestaunen. Heute wie damals ist der Burghof eng gehalten. Inmitten des Hofes befindet sich eine Linde, die die Nachfolgerin der einst gepflanzten Kaiserinlinde ist. Die Gemahlin Heinrichs II., genannt Kunigunde , die im 12. Jahrhundert heilig gesprochen wurde, pflanzte zu Lebzeiten eine Linde inmitten eines sich hier befindlichen Burggartens, der mit der Expansion der Wehranlage nach außen verlegt wurde.
Neben der Kaiserburg und der Burggrafenburg erhielt die Kaiserpfalz um 1545 eine äußere Bastionsanlage, die die Doppelburg nach Nordwesten hin einrahmt. Man betritt diese über ein Tor neben dem Sinwellturm von der Burggrafenburg aus. Hinter dem Tor gelangt man in die so genannte Freiung. Sie ist heute Herberge der Walburgiskapelle. Über die Freiung verlief ein Eingang von Norden aus, der durch das Vestnertor gesichert ist. Der Zugang erfolgt heute noch über eine lange Poterne, die unter der Vestnertorbastion hindurchführt und in eine Brücke übergeht, die den Bastionsgraben überspannte. Das Tor ist heute Fußgängerzugang der Altstadt von Nordwesten her. In den oberen Stockwerken des Vestnertors ist die Außenstelle des Bayerische Landesamts für Denkmalpflege zuhause.
Der nördliche Bastionsverlauf schloss die Anlage vor allem nach Westen und Norden hin ab. In einem lang gezogenen Ausläufer nach Osten errichtete man die Kaiserstallungen, sowie den Fünfeckturm und den Luginsland, die die Stallungen einrahmten. Beide Türme (Luginsland und Fünfeckturm) dienten als Wehrtürme an der Ostseite und zur Überwachung der nordöstlichen Region. Die Stallungen lagen so, dass ein Ausrücken per Pferd nach Norden hin schnell möglich war. Heute unterliegen alle drei Gebäude anderer Nutzung (Jugendherberge), wirken aber noch durch Höhe und Dicke imposant und eindrucksvoll.
Über ein kleines Tor gelangt man in die Bastionen im Norden und im Westen. Den Norden dominierten die Vestnertor- und die Große Bastei. Im Westen wurde die Untere Bastei errichtet. Alle drei dienen heute als Park und basieren vom Grundriss der Beete her auf den Plänen einer Landschaftsgestaltung von Carl Effnersen aus dem 19. Jahrhundert. Durch ihre Lage geben sie die Möglichkeit den Blick über den nördlichen Teil der Stadt, den Graben, das Vestnertor und die Außenfassaden der Kernburg (Kaiserburg) schweifen zu lassen. Die Untere Bastei weist unter anderem den Übergang zur Stadtmauer, sowie einen Wehrturm und einen seltenen, ansteigenen Wehrgang auf.
Von der Atmosphäre her ist die Kaiserpfalz Nürnberg sehr angenehm, teilweise auch imposant. Von zahlreichen Stellen aus lassen sich Aussichten über das Land und die Stadt, sowie Blickbeziehungen auf die Burg erkennen. Die Nähe zur Stadt sorgt für einen konstanten Besucherstrom, der sich gut auf der großen Anlage verläuft.

Historie

Die Kaiserpfalz Nürnbergs gehört zu den bedeutendsten Pfalzen des Mittelalters. Alle deutschen Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reichs waren hier ansässig. Nach Krahe entstand auf dem Burgfelsen 1050 eine salische Anlage, die unter Kaiser Heinrich III. begonnen wurde. Im 12. und 13. Jahrhundert wurde die Burg weiter ausgebaut. Kaiser Friedrich I. Barbarossa und seine Nachfolger ließen die Kaiserburg errichten. Aus dieser Zeit stammt noch die römische Doppelkapelle, während andere Bauten, wie z.B. der Palas ab 1440 stilistische Veränderungen in spätgotischer Form erfuhren. Im 16. Jahrhundert entstanden die Bastionen. Die Kaiserburg wurde nur vom jeweiligen Kaiser bewohnt. War dieser nicht anwesend, verwaltete man die Anlage über die Burggrafenburg, die den östlichen Part der Anlage einnimmt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Festung Nürnberg befindet sich inmitten der großen Stadt Nürnberg. Die Burg liegt nahe der Fußgängerzone, ist aber auch mit dem Auto zugänglich. Nach Nürnberg führen diverse Autobahnen. Innerorts sollte man sich Richtung Innenstadt / Zentrum wenden und in einer der zahlreichen umliegenden Straßen parken. Die Burg ist nicht zu übersehen. Sie liegt an der Burgstr. ("Auf der Burg 13").

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

Das heutige Baden-Württemberg weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf. Wie haben sich die Burgen in Baden-Württemberg ausgebreitet? Mehr dazu in diesem Buch.

Burgenarchiv.de
VER Verlag
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Sonstige Einrichtungen

Unterhalb der Burg in der Fußgängerzone befindet sich das alte Rathaus aus dem Mittelalter. Besichtigen lassen sich ein mittelalterliches Lochgefängnis, Nachbildungen der Reichskleinodien, Teile des alten Kronschatzes, sowie Fest- und Gerichtssaal.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 16.09.2007


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