Burg Nideggen

Burg Nideggen

Burg Nideggen

Deutschland / Nordrhein-Westfalen

Burg Nideggen thront nahezu uneinnehmbar auf einem Sporn am Rande des Ortes. Die Anlage wurde durch zahlreiche Kriege stark in Mitleidenschaft gezogen, lässt aber noch deutlich ihre Wehrhaftigkeit und ihre eindrucksvolle Architektur erkennen. Sehenswert ist der riesige, majestätische Saalbau, der den größten mittelalterlichen Raum des 14. Jahrhunderts beherbergte. Mit 61 m Länge und 16 m Breite bietet er heute noch trotz fehlender Mauern einen imposanten Anblick. Der wuchtige Bergfried, der zur Hauptangriffsseite ausgerichtet war, wurden im Zuge der Restaurationen wieder aufgebaut und ist heute das Zuhause des Burgmuseums.
Zusammen mit der schönen Altstadt und der Pfarrkirche ist die Burg ein Muss auf der Reise durch die Nordeifel!

Burg Nideggen
Burg Nideggen

Adresse

Burg Nideggen Kirchgasse 10
52385 Nideggen Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Museum, Gastronomie
Lage: 320 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:20-17:32 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: ganzjährig
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Eintrittspreise: Außenanlage: frei
Museum: kostenpflichtig
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Noch in Arbeit

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Baubestand & Beschreibung

Burg Nideggen Keine Informationen vorhanden.

Historie

1177
Bau des Bergfrieds durch Wilhelm II. von Jülich an strategisch wichtigen Punkt im Grenzgebiet zur Herrschaft Monschau. Diente zur Sicherung gegen den Erzbischof von Köln.

1090
Errichtung der Reichsburg Berenstein, drei Kilometer westlich von Burg Nideggen zur Überwachung.

1200
Berenstein wird vollständig zerstört. Die Steine werden zum Ausbau der Burg Nideggen abtransportiert. Wilhelm III. von Jülich und Wilhelm IV. von Jülich führen den Ausbau der Burg fort. Sie liegen im Streit mit dem Kölner Erzbistum und sichern die Grenze.

Um 1214
Herzog Ludwig von Bayern wird im Verlies des Bergfrieds eingekerkert.

1242
Schlacht zwischen derer von Jülich und Erzbischof Konrad von Hochstaden. Der Erzbischof verliert und wird für neun Monate im Verlies des Bergfrieds eingekerkert.

1267-1271
Erzbischof Engelbert II. von Falkenburg ist für mehr als drei Jahre im Bergfried eingekerkert.

1313
Die unter Gerhard von Jülich angelegte Siedlung Nydeckin erhält Stadtrechte.

1340
Wilhelm V. von Jülich errichtet den Palas mit einem der größten Saalbauten im Rheinland. Ähnliche Größe haben nur noch der Kaisersaal im Rathaus von Aachen und der Gürzenich in Köln.

1356
Nachdem Wilhelm V. von Jülich Herzog wird (hieß fortan Herzog Wilhelm I. von Jülich), erklärt er Burg Nideggen zum Hauptsitz des Geschlechts.

1423
Mit Rainhald von Jülich stirbt das Geschlecht aus. Burg Nideggen geht an die Familie von Berg, die sich zukünftig Herzöge von Jülich und Berg nennen.

1511
Das Geschlecht von Jülich-Berg stirbt aus. Neuer Besitzer wird das Herzogtum Kleve.

1542
Erbstreitigkeiten zwischen derer von Kleve und Kaiser Karl V. von Habsburg um das Herzogtum Geldern führen im Dritten Geldrischen Erbfolgekrieg (Jülicher Fehde) zur Zerstörung von Burg und Stadt durch kaiserliche Artillerie.

1689
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wird Burg Nideggen durch Truppen von Ludwig XIV. von Frankreich geplündert und niedergebrannt.

1755 und 1878
Erdbeben zerstören weitere Teile der Ruine.

1794
Auf Abbruch verkauft und als Steinbruch genutzt.

1888
Bürger von Nideggen kaufen die Anlage und schützen sie vor weiterem Abbau.

1905
Kreis Düren bekommt die Burg geschenkt und besitzt sie heute noch.

1901
Erstmalige Restauration und Wiederaufbau. Nutzung als Heimatmuseum.

1939-1945
Beschädigungen an der Bausubstanz durch den Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg
Teilweise Wiederaufbau von Ort und Burg Nideggen. Wohnturm und romanische Pfarrkirche werden wieder hergestellt.

1979
Bergfried erhält ein Dach. Es entsteht im Bergfried das erste Burgenmuseum in Nordrhein-Westfalen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 08.06.2018


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