Neuleiningen

Burg Neuleiningen

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Direkt oberhalb des Eckbachs liegt auf einem einzelnen Berg die Burg Neuleiningen. Sie wurde 1238-1241 errichtet und 1690 durch die Franzosen zerstört. Ursprünglich bestand Neuleiningen aus einer quadratischen Kernburg mit jeweils einem runden Eckturm an jeder Ecke und einer 80 m langen Vorburg. Neuleiningen war mit der Stadtmauer verbunden und schützte sie zur schwächsten Stelle hin. Bis heute haben sich die Vorburg (ein Parkplatz), der Graben (heute ein Kindergarten) und die Ruine der Kernburg erhalten. Die Gebäude der Kernburg sind nur noch von den Grundmauern erhalten, während die 2 m dicke Ringmauer mit den Türmen einen eindrucksvollen Anblick liefert. In der Vorburg befindet sich heute eine Gastronomie. Ein Besuch der Anlage lohnt sich.

Adresse

Burg Neuleiningen 67271 Neuleiningen Parken: an Straße, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Gipfelburg
Nutzung:Gastronomie
Lage:259 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:14-15:29 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Neuleiningen

Burg Neuleiningen liegt auf dem höchsten Punkt des kleinen Berges, auf dem sich die noch zum Teil befestigte Altstadt Neuleiningens befindet. Schon von der Autobahn lässt sich die große Anlage gut erkennen und bildet mit ihrem imposanten Auftreten einen Blickfang fast direkt neben der Leitplanke.
Burg Neuleiningen thront auf einer Bergspitze oberhalb der Stadt. Die über Jahrhunderte gewachsende Stadt ist mittlerweile bis zur Burg vorgedrungen. Die einstige Verbindung zwischen Burg und Stadtmauer hat sich bruchstückhaft erhalten und ist noch gut zu erkennen. Von der Vorburg sind nur noch geringe Reste erhalten. Diese umrahmen, bestehend aus einer hohen Wehrmauer, einen großen Platz, der zum Teil als Spielplatz, als Parkplatz und als Terrasse von dem anliegenden Restaurant genutzt wird. Die ehemalige Zwingeranlage, die die Vorburg nach Norden hin schütze, wurde zum Teil rekonstruiert und sondert so einen Gehweg vom Parkplatz ab. Eine ungefähr 6m hohe Mauer zeugt von den Resten eines Wehrturmes, der sich an dieser Seite befand. Eine weitere Absonderung zur Stadt hin bildet der Höhenunterschied, der die Burg deutlich von der gleichzeitig entstandenen Stadt und Kirche trennt. Außer den großen, leeren Flächen beherbergt die Vorburg ein Gebäude, das wahrscheinlich dem Restaurant als Lager dient. Zur Stadt hin befand sich einst ein Graben mit Zwinger. Dieser beherbergt heute einen Kindergarten.
Das Restaurant hat sich einen Durchbruch von der Vorburg in die Kellergewölbe der Kernburg geschaffen und sich in diesen eingerichtet. Direkt neben der Gaststätte geht der später hinzugefügte Eingang über einige Stufen hoch zur Kernburg. Die Kernburg ist in Form einer Kastellburg angeordnet. Vom Tor existieren heute noch die Rinnen eines Fallgitters. Links neben dem Tor hat man die alten Kellergewölbe mit Beton gesichert und von oben mit Rasen bedeckt. Nur die Schornsteine des darunter liegenden Restaurants erinnern an eine Nutzung. Rechts vom Eingang befinden sich die restlichen Fundamente weiterer Gebäude.
Im Westen der kleinen Kernburg wurde eine große Art Bühne angelegt, die anscheinend auch für Veranstaltungen genutzt wird. Die Bühne hat man auf voller Breite installiert, so dass sie heute genau den Bereich markiert, an dem sich einst der Palas befand. Die eindrucksvolle Höhe des Palas lässt sich anhand einer stehen gebliebenen Seitenmauer mit knapp vier Stockwerken erkennen. Man kann teilweise Details und zahlreiche Fenster aus der Gotik, sowie ein bis zwei Türstürze erahnen.
Von den vier Türmen, die sich an jeder Ecke der quadratischen Kernburg befanden, sind alle größtenteils erhalten. Der südöstliche Wehrturm wurde wieder aufgebaut und gibt dem Besucher die Möglichkeit den Blick über Land und Burg schweifen zu lassen. Vom Turm aus ist im Süden noch sehr deutlich der erste Eingang zu erkennen, der vor dem Bau der Vorburg in die Kernburg führte. Die Ummauerung des Kindergartens und abfallendes Terrain erinnern an einen früheren Graben und eine Zwingeranlage. Die drei anderen Ecktürme weisen keine Möglichkeit mehr auf bestiegen zu werden.
Obwohl die Burg direkt an der Autobahn liegt, ist es sehr ruhig in den alten Gemäuern. Die hohen und dicken Mauern geben dem Schall keine Möglichkeit sich in dem großen Hof zu fangen und so lädt die Burg mit ihren zahlreichen Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und Entdecken ein. Zahlreiche Details an den erhaltenen Außenwänden liefern Blickfänge und spornen zum genauen Betrachten an.

Historie

Erbaut wurde die Stadtburg zwischen 1238 und 1241 von dem Grafen Friedrich III. von Leiningen. Sie diente als neuer Sitz und löste Altleiningen von ihren Diensten ab. 1690 wurde die Burg von den Franzosen zerstört.

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    Anfahrt

    Die Burg Neuleiningen liegt in dem Ort Neuleiningen-Tal an der A6. Im Westen liegt die Ausfahrt "Wattenheim", im Osten "Grünstadt". Über beide gelangt man schnell zur Burg. In Neuleiningen sollte man der Straße immer bergauf folgen. In der Stadtmitte stehen einige Informationstafeln, die den Standort der Burg verraten. Die Burg ist aus der Ferne zu sehen und weiträumig ausgeschildert.

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    Gastronomie

    Das Restaurant hat sich in den alten Kellergewölben der Kernburg niedergelassen.

    Aktualisierung

    Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 22.06.2005


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