Burg Landsberg, Moschellandsberg

Burg Landsberg, Moschellandsberg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Oberhalb des Tals, wo Sauerborngraben, Mühlgraben, Unkenbach und Moschelbach zusammenfließen, liegt auf einem Sporn die Burg Landsberg. Die Anlage aus der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde bis in das 15. Jahrhundert ausgebaut und 1635 durch die Franzosen zerstört. Landsberg ist heute partiell gut erhalten. Die zahlreichen Zwingeranlagen, Wehrmauern, Tore und ein eindrucksvoller Rundturm haben sich gut erhalten. Die Kernburg hingegen ist größtenteils verschwunden. Man stößt nur auf die Reste des Bergfrieds und auf die über 3 m dicke Schildmauer. Heute liegen die Ruinen gut gesichert in einer Art Parklandschaft, die zusammen mit der Burg vorbildlich gepflegt werden. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Landsberg, Moschellandsberg 67823 Obermoschel Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine, Festung
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:-
Lage:307 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:17-15:30 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Landsberg, Moschellandsberg

Oberhalb des Tals, wo Sauerborngraben, Mühlgraben, Unkenbach und Moschelbach zusammenfließen, liegt auf einem Sporn die über 200m lange Burg Landsberg. Die Anlage bestand ursprünglich aus mehreren Bereichen und war durch eine Schildmauer mit vorliegendem Halsgraben gesichert. Der Graben ist heute nicht mehr existent, doch zeugt die dicke und hohe Schildmauer mit einem vorliegendem Zwinger von einem intensiven Ausbau.
Gleich am Eingang kommt es zu einer Weggabelung. Der eine Weg führt durch das ursprüngliche Tor direkt über eine ausgebaute Zwingeranlage, einmal um die Kernburg herum und dann in sie hinein, der andere Weg geht direkt am Eingang zur großen Wehranlage ab, durch den Zwinger vor der Schildmauer entlang und endet ebenfalls auf dem Vorplatz vor der Kernburg.
Der zweite Weg, der vor der Schildmauer verläuft, führt durch zahlreiche alte Fundamente und restliche Bebauungen, die sich an den Felsen der Schildmauer anlehnen. Über Treppen und schmale Durchgänge gelangt man von dem einen Raum in den nächsten. Obwohl die umgebenen Mauern nur Kniehöhe aufweisen, kann man die Reste von steinernen Türrahmen, Kaminen und Türschwellen entdecken. Auch Teile von Fensterbögen und Gewölbekonstruktionen sind erahnbar. Die Gebäude und Gewölbe, die man auf seinem Weg durchschreitet, sind die Ruinen des ehemaligen Bräuhauses und dessen Keller.
Der Gang durch die Gemäuer endet auf einer großen freien Fläche, die einst zur Zwingeranlage gehörte und den Zugang zur Kernburg beherbergte. Ein Blick von hier gibt Aufschluss über die Dicke der Schildmauer. Direkt an die Schildmauer wurde eine Dachkonstruktion mit Betonfundament errichtet, die wahrscheinlich zu Burgfesten genutzt wird. Dieses wurde genau an dem Punkt installiert, an dem sich die Wehrmauer befand, die Kernburg von Zwingeranlage trennte.
Die Kernburg ist eher weniger gut erhalten als die äußere Zwingeranlage. Ein gesamter Gebäudekomplex wurde mit einem großen Satteldach überdacht, so dass dieser vor Regen und Witterung geschützt ist. Der Bau weist zahlreiche dekorative Steine und Steinmetzarbeiten auf. Neben großer Ornamentik und skurilen Fratzen sind Steinmetzzeichen und Torbögen auszumachen. Ein gut erhaltenes Gebäude wurde bis unter das Dach wieder aufgebaut.
Direkt hinter dem Gebäudekomplex eröffnet sich der Blick auf die Reste einer weiteren Mauer, die den Palas und die Wirtschaftsgebäude von dem Bergfried und einer kleinen, inneren Kernburg trennte. Heute wird der Höhenunterschied zwischen der inneren und äußeren Kernburg durch kleine Treppen überbrückt.
Das Innere der Kernburg besteht aus einer sie umrahmenden Mauer, die im nordwestlichen Teil sehr gut erhalten ist. Einst befanden sich hier ein Wirtshaus und der Zugang zum alten Bergfried, der heute nur noch zur Hälfte steht und nur bis auf eine gewisse Höhe über eine Treppe aufgesucht werden kann.
Neben der Informationstafel geht ein Weg wieder zurück in den Zwinger, dieser Pfad war damals noch nicht vorhanden, stattdessen zwang eine große nicht mehr erhaltene Wehrmauer den Eindringling über die äußere Kernburg den Weg zum Bergfried aufzusuchen. Von dieser Seite führt der Weg über die große leere Zwingeranlage durch ein wieder aufgebautes Tor in die große Wehranlage, die sich westlich zur Kernburg befindet. Hinter der Station trifft man auf den größten Bereich der Zwingeranlage, bestehend aus Schlossgarten, Batterietürmen und Wehranlage. Diese ist zum größten Teil noch gut erhalten und beherbergt zahlreiche Details zum Entdecken. So stößt man zum Beispiel auf die Überreste eines großen Wehrturmes mit eindrucksvollem Durchmesser. Diesen kann man heute durch ein nachträglich eingebauten Türsturz betreten. Durch die fehlende Innenbebauung und die erhaltene Höhe der Außenmauern wirkt der Turm auch von Innen sehr imposant.
Hinter dem Turm erinnern nur wenige Mauerreste an große und hohe Wehrmauern, die die Burg zu dieser Seite hin schützten. Umso mehr man sich dem alten Haupttor nähert, desto höher werden diese wieder. Durch den Wald und das abfallende Gelände, fällt nicht sofort auf, dass die Zwingeranlage keine einzige Ruine mehr beherbergt. An den äußeren Wehrmauern findet man hier und da noch Details, wie z.B. Mauerverbreiterungen, die als Balkenauflager für angrenzende Gebäude dienten oder alte Fundamente, die sich aber nicht mehr zuordnen lassen. Von der Zwingeranlage hat man eine weite Aussicht über das anliegende Tal und die nordwestlich liegenden hohen Außenmauern der inneren Kernburg.
Von der Atmosphäre her ändert sich Burg Moschellandsberg an vielen Stellen. Zum einen gibt es die großen, trostlosen mit Sand ausgelegten leeren Plätze und den Sendemast, auf der anderen Seite sorgen Details und viele gut erhaltene Gebäudereste mit reicher Vegetation für eine mysteriöse, urige Atmosphäre. Auf der Burg gibt es viele Plätze, die zum Verweilen einladen. Schade ist der Vandalismus vor den alten Gemäuern nicht halt gemacht hat und man die mittelalterlichen Mauern teilweise beschmiert hat.

Historie

Erbauer der Burg war Emich I. von Schmidburg, aus dem Geschlecht der Nahegau-Grafen im 11. Jahrhundert. Die Söhne von ihm teilten sich das Erbe, so dass die doppelte Kernburg entstand. Später kam die Burg in den Besitz der Grafen von Gerlach und den Grafen von Veldenz, aus denen später die Herzöge von Pfalz-Zwiebrücken wurde. Um 1460 baute Ludwig der Schwarze aus dem Geschlecht der Veldenz-Wittelsbacher die Burg zu einer Festung aus. 100 Jahre später begann Herzog Wolfgang die Burg und Stadt zum Mittelpunkt einer Bergwerksindustrie auszubauen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde die Burg zu einem Schloss ausgebaut, das aber im Dreißigjährigen Krieg schwere Schäden erlitt. 1620 ging die mittlerweile gut ausgebaute Festung an die Spanier, 16622 an die Kroaten, 1631 an die Schweden als Kaserne und 1689 wird sie von den Franzosen zerstört. Seit dieser Zeit zählt sie als Ruine. 1693 hat man die Ruine wieder an seine Besitzer zurückgegeben.
Heute gehört die Burg der Stadt Obermoschel und wurde 1977, 1978 weitgehend restauriert und rekonstruiert. 1981-1983 hat man zum Schutz der Steinarbeiten und zum Schutz des Gewölbekellers, der stets verschlossen gehalten wird eine Schutzhütte errichtet.

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Anfahrt

Burg Landsberg liegt auf einem Berg nahe des Ortes Obermoschel. Dieser liegt direkt an der B420. Innerorts ist die Burg mit Schildern in Form des Burghotels ausgeschildert. Die Burg liegt etwas außerhalb. Die nächsten Autobahnen sind die A61, A63 und A62. Die nächste Ausfahrt ist "Bad Kreuznach" von der A61.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 14.07.2005


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