Burg Neckarsteinach – Mittelburg

Burg Neckarsteinach, Mittelburg

Burg Neckarsteinach, Mittelburg

Deutschland / Hessen

Burg Neckarsteinach-Mittelburg befindet sich auf einer Bergzunge oberhalb der Ortschaft Neckarsteinach zwischen der Hinterburg und der Vorderburg. Sie gehört zu einer Burgengruppe von vier Burgen. Die Anlage ist in Privatbesitz und kann nur über anliegende, direkt an der Burg verlaufende Wanderwege begutachtet werden, die einen guten Einblick in das Gelände gewähren. Nach einem um 1550 genannten Umbau zum Renaissanceschloss erhielt sie um 1840 ihr heutiges Aussehen, das vor allem durch einen neogotischen Stil bestimmt wird.

Burg Neckarsteinach, Mittelburg 1
Burg Neckarsteinach, Mittelburg 2

Baubestand & Beschreibung

Burg Neckarsteinach-Mittelburg befindet sich auf einer Bergzunge oberhalb der Ortschaft Neckarsteinach zwischen der Hinterburg und der Vorderburg. Die Anlage ist in Privatbesitz und kann nur über anliegende, direkt an der Burg verlaufende Wanderwege begutachtet werden, die einen guten Einblick in das Gelände gewähren.
Die Mittelburg ist die zweitälteste der vier Burgen von Neckarsteinach. Entstanden ist sie durch Conrad I., der als jüngerer Sohn keine Anteile an der ältesten Burg (Hinterburg) erbte. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie zahlreiche Aus- und Umbauten. Nach einem um 1550 genannten Umbau zum Renaissanceschloss erhielt sie um 1840 ihr heutiges Aussehen, das vor allem durch einen neogotischen Stil bestimmt wird. Eine Art Vorburg wurde von Westen her angebaut. Diese beherbergt einen hufeisenförmigen Gebäudekomplex, der den ehemaligen Eingang der Kernburg aufweist.
Von der mittelalterlichen Anlage zeugen noch zahlreiche Überreste, die zum Teil verbaut sind. Im Osten befindet sich ein Halsgraben, der die Vorderburg von der Mittelburg trennte. Zudem lässt sich an der Südseite ein vorgelegter Zwinger und der Verlauf der alten Ringmauer erkennen, die vom Grundriss her quadratisch ist und so der Anlage den typischen Aufbau einer Kastellburg gibt.
Von den Gebäuden her weist die Kernburg den alten Bergfried, den Palas und einen Zwischenbau auf. Der Bergfried wurde in der Neogotik mit kleinen Ecktürmchen, verzierenden Eckquadern und Zinnen versehen, wodurch er sich stark vom Bergfried der Hinterburg unterscheidet. Sowohl im Palas, wie auch im Anbau lassen sich die Überreste mittelalterlicher Gebäude erkennen. Von einem Graben, der im Westen vermutet wird, sind keine Spuren mehr existent.

Historie

Gegründet wurde die Kastellburg 1165 durch Conrad I., der als jüngerer Sohn von Bligger II. keine Anteile an der Hinterburg (die Älteste der drei Burgen) erbte. 1550 wurde sie auf der Basis der alten Burg als Renaissanceschloss umgebaut und 1840 noch einmal auf neogotischer Basis rekonstruiert. 1325 verkaufte man die Anlage an den Erzbischof in Mainz und an den Bischof in Worms. Anschließend kam es zu häufigen Besitzerwechseln. Bis 1550 sind 18 Pfandinhaber für die Mainzer Hälfte der Burg eingetragen. Von 1400 bis1536 gehört die Wormser Hälfte den Rittern von Hirschhorn. Ab 1550 besitzen die Landschaden die Anlage wieder, verlieren diese aber nach ihrem Aussterben im Jahre 1653 an die Lehnsherren von Metternich, die bis 1754 als Eigentümer zählen. 1803 ging sie in den hessischen Landesbesitz über und zählt seitdem nicht mehr zu Baden-Württemberg. Hessen verkaufte die Mittelburg an die Freiherren von Dorth, Nachfolger der Metternich-Linie, dessen Nebenlinie derer von Warsberg-Dorth 1920 das Erbe antritt. Seit 1943 sind die Freiherren von Warsberg Eigentümer und bewohnen die Burg.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg liegt in einer 180Grad Kurve des Neckars bei Neckarsteinach mit drei weiteren Burgen zusammen. Die Anlage ist von der Schnellstraße B37 aus beiden Richtungen nicht zu übersehen. Direkt im Scheitelpunkt der Kurve befindet sich ein großer Parkplatz mit einer Wanderkarte. Ein Weg führt zu den Burgen Schadeck, Hinterburg, Mittelburg und Vorderburg. Der Fußweg beläuft sich auf knapp 10 Minuten zu jeder der Burgen.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 06.04.2008


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