Burg und Schloss Mansfeld

Burg Mansfeld

Burg und Schloss Mansfeld

Deutschland / Sachsen-Anhalt

Burg des Monats

Burg Mansfeld wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats August 2015" gewählt.
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Mansfeld ist eine eindrucksvolle Festung, die heute zwar privat ist, aber frei besichtigt werden darf. Die Anlage stammt ursprünglich von 1229 und wurde im 16. Jahrhundert massiv ausgebaut. Sie gehörte einst zu den stärksten Festungen Deutschlands und misst eine ungefähre Fläche von 200 auf 500 Meter. Ein Rundweg gibt die Möglichkeit sie einmal vollständig zu umrunden. Während die Kernburg teilweise wieder neu aufgebaut wurde, ist der äußere Festungsring an vielen Stellen stark ruinös, teilweise unkenntlich. Heute lädt die Anlage mit ihren verschiedenen Erhaltungsstadien zu einem längeren Besuch ein.

Burg Mansfeld
Burg Mansfeld
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Adresse

Burg Mansfeld Am Schloss
06343 Mansfeld Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Festung, Halbruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Tagungszentrum
Lage: 249 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:57-17:17 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
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Eintrittspreise: Rundweg: offen
Burg: Spende
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Baubestand & Beschreibung

Burg Mansfeld

Festung Mansfeld thront gut versteckt auf einem Berg hoch oben über dem gleichnamigen Ort. Die Festung gehörte einst zu den stärksten Festungen Deutschlands. Sie misst eine ungefähre Fläche von 200 auf 500 Metern und beansprucht die Ecke eines Höhenplateaus über dem Tal des Hagenbachs. Sie besteht aus einer polygonalen Kernburg, umgeben von einem Festungswall, der im Nordosten und Nordwesten zwei Rondelle aufweist.
Der Besucher hat zwei Möglichkeiten Burg Mansfeld zu erkunden. Es gibt den Rundweg, der einmal um die komplette Anlage führt und einen Weg in das Innere der Burganlage. Der innere Bereich ist heute Eigentum der Kirche und dient als kirchliches Tagungsheim. Der Rundweg führt einmal um die Anlage und zeigt die weniger gut erhaltenen äußeren Wehranlagen, die aus dicken Rundtürmen, Mauern und Überresten aller Art bestehen.
Durch eine Erbteilung nach 1500 zwischen den Erben des Grafen von Mansfeld kam es zum Bau dreier Schlösser mit eigenen Höfen. Sie unterteilen bis heute den inneren Bereich der Burg in Vorderort, Mittelort und Hinterort. Die Schlösser wurden so angelegt, dass sie mit ihrer Längsseite Luftlinien zu mehreren Schlössern in Deutschland bilden.
Heute wie damals betritt man die Anlage von Osten her. Typisch für den Festungsbaustil trifft man auf ein Zugangstor (im neogotischen Stil wieder aufgebaut), dahinter auf einen mächtigen Halsgraben, auf ein weiteres Tor und schließlich hinter einem kleinen Zwinger auf den großen Burghof des Vorderorts. Im Gegensatz zu Mittel- und Hinterort wurde der Vorderort neogotisch um 1860 wieder aufgebaut. Errichtet wurde ein Nordbau auf alten Grundmauern, das ehemalige Vorderort-Haupthaus und die Kapelle, die sich von ihrer Größe her eher als Kirche bezeichnen lässt. Ein freigelegter Brunnen erhielt ein Dach und wurde in der Mitte des Hofes rekonstruiert. Oktogonale Wehr- und Treppentürme dienen der Erschließung der Gebäude und verleihen den Bauten etwas repräsentatives. Ein kleiner Garten, der im Norden des Palas des Vorderorts im Zwinger angelegt wurde, gibt die Möglichkeit diesen zu erkunden und sich sowohl Rückseite des Hauptbaus wie auch das nördliche und das westlichen Rondell von 1549 anzusehen. Sehr interessant ist hierbei das Nordrondell, das mit seinen großen Schießscharten und seinen zwanzig Meter Durchmesser einen imposanten Anblick liefert. Direkt neben diesem stößt man auf den Friedhof der Familie Recke.
Nach Süden hin schließt die große Burgkapelle an den Hauptbau des Vorderorts an und beendet diesen zu dieser Seite hin. Der Kirche gegenüber trifft man auf den ehemaligen Mittelortbau, der nur noch als Ruine vorhanden, durch zahlreiche kleine Details und Verzierungen von einem repräsentativen Bau zeugt. Heute stehen nur noch die Außenmauern, die zum Teil stark überwuchert ein uriges Bild liefern. In seinem Inneren befinden sich eine kleine Feuerstelle, sowie zahlreiche Fensteröffnungen, Fensterstürze, Balkenauflager und Verzierungen, die teilweise bis in das ehemalige zweite Geschoss führen.
Direkt zwischen Burgkapelle und dem Mittelortbau steht ein länglicher Tunnelbau, ähnlich einer Poterne. Er verbindet den Hof des Vorderorts und des Mittelorts. Vom Hof des Mittelorts aus eröffnet sich der Blick auf die westliche Außenfassade das Mittelortbaus, sowie auf die Ruinen des Hinterortbaus. Letzterer war im Mittelalter ein quadratischer Bau, bestehend aus Schloss, sowie zwei Flügeln und einem abschließenden Wirtschaftsgebäude. Er war durch den umlaufenden Graben des Vorder- und Mittelorts zum Kern der Burganlage getrennt und bildete einen eigenen kleinen Gebäudekomplex. Heute erkennt man noch deutlich die äußeren Mauern der Konstruktion, die unter anderem eine große Wiese einrahmen, die einst den Hof des Hinterorts beherbergten. Noch deutlich erkennbar sind ausgegrabene Kellergewölbe, sowie repräsentative Verzierungen. Dahinter liegt die äußere Wehranlage, die sich nur über den Rundweg besuchen lässt.

Der äußere Wehranlagenbereich lässt sich heute nur über einen Rundweg begutachten. Dieser führt einmal um die Anlage und endet wieder auf dem Parkplatz. Der Weg führt an der Nordseite entlang und zeigt zu einem die bestehende Burg von außen, sowie die südliche Wehranlage aus der Nähe. Hierbei trifft man im Norden auf die alte Tiergartenbastion, die nur noch von den Fundamenten her erhalten ist. Im Nordwesten liegt das imposante Nordrondell und eine dahinter verlaufende hohe Wehrmauer mit alten Geschützständen. Es hat sich noch eine Ausfallpforte erhalten. Die große Talbastion, die aufgrund von Einlagerung von Sprengstoff schon früh ihren Namen "Mine" erhielt, bildet einen weiteren interessanten Punkt auf dem Rundweg. Auf der Westseite trifft man auf die Fassaden der einzelnen Gebäude, den letzten und somit jüngsten Bollwerkanbau, sowie ein fast vollständig erhaltenes Stück Wehrmauer, die heute noch die imposante Höhe von fast 25m aufzuweisen hat.
Hinter dem Stück Mauer beginnt der stark zerfallene und demontierte Bereich. Der Weg führt an den Fundamenten der ehemaligen alten Wehrmauer entlang und gibt dabei den Blick auf das Plateau des Südrondells, sowie auf die Gewölbe der Marterkammer frei. Ein kleines Stück Mauer erinnert daran, dass auch Mansfeld eine Sternbastion hatte, die sich heute aber nur noch sehr schwer erkennen lässt. Der alte Rundweg verläuft an alten eingestürzten und teilweise noch offenen Gewölbekellern und an den letzten südlichen Resten des Hinterorts sowie an der Mittelbastion vorbei. Der Weg schlängelt sich durch hohe Wälle und tiefe Gräben und lässt links und rechts die Fundamente hoher Wehranlagen erkennen, die vor nicht allzu langer Zeit erst ergraben wurden.
Von der Atmosphäre her ist die Schlossfestung Mansfeld sehr unterschiedlich. Man trifft auf gut erhaltene Reste, die eindrucksvoll und urig erscheinen, auf die neogotisch rekonstruierten Privatgebäude der Kirche und auf die Fundamente der südlichen Wehranlage, die zum Rekonstruieren und Erkunden einladen. Bei Burg Mansfeld ist für jeden Burgenliebhaber etwas dabei. Die Anlage hat bis auf einen Bergfried alles zu bieten, was eine Burg zu bieten haben muss.

Historie

Die Burg stammt aus der Zeit von vor 1300. Im Jahre 1501 kam es zur Erbteilung der Burg unter dem Mansfelder Grafengeschlecht, so dass die Wehranlage in drei Bereiche aufgeteilt wurde, die bis heute die Bezeichnung Vorder-, Mittel- und Hinterort tragen. Es entstanden drei repräsentative Bauten in den einzelnen Bereichen. Während des Baus der Schlösser begann man mit dem Ausbau einer umliegenden Wehranlage. Sie wurde als gemeinsames Projekt der Erben von 1517 bis 1549 realisiert. Matern Harder (Festungsbaumeister der Burg Nürnberg) war zum Teil an dem Bau beteiligt. Bis in das 17. Jahrhundert baute man Burg Mansfeld so weit aus, dass sie zu den stärksten Festungen Deutschlands zählte. Zu dem Besitz der Mansfelder gehörte auch die Burg Heldrungen, die zusammen mit Mansfeld hohe Unterhalts- und Baukosten verschlang. Aufgrund fehlender finanzieller Mittel kam es 1570 zur Sequestration der Grafschaft. Übergeben wurden die Burgen an Kursachsen und das Erzstift Magdeburg. In der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts forderte das Erzbistum Magdeburg die Schleifung der Burg und den Ausbau von Magdeburg zur stärksten Burg der Elbe. Sie war zu dieser Zeit Brennpunkt und wichtiges Zeichen der Macht für die sächsischen und die preußischen Fürsten. Im Dreißigjährigen Krieg kam es zu mehrfachen Belagerungen, doch wurde die Burg nie eingenommen. Nach den Wirren des Krieges überließ man die Festung ab 1650 den Grafen von Mansfeld, die den Hinterort bewohnten. Unter ihnen begann ein starker Verfall. 1664 wurde sie ein letztes Mal instand gesetzt. Die Bürger von Mansfeld waren für die Finanzierung dieser Aktion zuständig gemacht worden und verlangten die Aufgabe. 1672 beschloss der Kreistag von Leipzig die Aufgabe und Schleifung. 1674 und 1675 erfolgte die Zerstörung, sowie die Demilitarisierung. Im 19. Jahrhundert widmete man sich dem Wiederaufbau des Schlosses Vorderort im neogotischen Stil. Heute wird dieser Bereich von der evangelischen Kirche genutzt.

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Anfahrt

Burg Mansfeld liegt im gleichnamigen Ort südlich von Aschersleben. Über die A14 Ausfahrt "Bernburg" auf die B185 nach Aschersleben. Über die B180 gelangt man nach Hettstedt und weiter über die B36 direkt nach Mansfeld. In Mansfeld geht direkt gegenüber von Luthers Elternhaus eine Straße den Berg hoch. Die Burg ist von hier aus schon zu sehen. Von der Straße geht rechts die "Am Schloss" ab, die direkt zum Parkplatz der Burg führt.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Mansfeld erwähnt:

Greene, Rogätz, Lauenstein, Lichtenberg

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 18.04.2007


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