Madenburg

Burg Madenburg

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Oberhalb der Mündung des Kaiserbachs in die Rheinebene liegt auf einem sehr hohen Bergrücken die Burg Madenburg. Die Anlage aus dem 11. Jahrhundert diente anfangs als Reichsburg und wurde im 16. Jahrhundert großzügig erweitert. 1689 wurde sie endgültig durch die Franzosen zerstört. Heute bestimmen vor allem die Überreste der Renaissancebauten ihr Aussehen.
Von der Anlage haben sich zahlreiche Reste erhalten. Sehenswert sind vor allem die zahlreichen Schildmauern zur Zugangsseite hin, deren Dicke zwischen 5 m und 3 m variieren. Die weitläufige Vorburg beherbergt heute ein kleines Museum und eine Gastronomie. Die Kernburg ist eine Ruine und lädt mit zahlreichen eindrucksvollen Resten, wie zum Beispiel einem Treppenturm, zum Erkunden ein. Von der Burg eröffnet sich eine herrliche Aussicht über das Rheintal. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Madenburg 76831 Eschbach Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Gipfelburg
Nutzung:Gastronomie, Museum, Privat
Lage:443 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:14-15:32 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Ganzjährig
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Eintrittspreise:Burg: frei
Museum: kostenpflichtig
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Baubestand & Beschreibung

Burg Madenburg

Die Madenburg thront auf einem Berg inmitten tiefster Wälder auf einem lang gezogenen Bergrücken über dem Rheintal. Man betritt die Burg von Norden her über eine stark ausgebaute Wehranlage, die aus zwei Schildmauern, einem Graben und einem Zwinger bestand. Das ehemalige erste Tor und die äußere Schildmauer sind heute nicht mehr erhalten. Man hat die Reste der äußersten Schildmauer ausgegraben, die eine beträchtliche Dicke von über 3 Metern aufwies. Die zweite noch dickere Schildmauer ist umso besser erhalten und wurde bei der Restauration mit einem Burgtor versehen. Sie steht im ehemaligen Halsgraben und lässt von der Rückseite Eingänge, Treppen und Wehrgänge im Inneren erkennen.
Hinter dem Vorwerk beginnt ein Zwinger, der die Überreste von Wirtschaftsgebäuden beherbergt und zum Tor der Vorburg führt. Das Kopfsteinpflaster, das den Weg pflasterte, ist heute noch partiell erhalten.
Die Vorburg betritt man heute wie damals vom Zwinger über ein kleines Tor, das noch die Halterungen eines Fallgitters erkennen lässt. Hinter dem Tor beginnt die lang gezogene Vorburg, in der dank des Gasthauses, dem etwas neuer gestaltetem Museum und dem privaten Fachwerkhaus immer reger Betrieb herrscht. Die Vorburg wird heute eher kommerziell genutzt, während man die Kernburg in ihrer Form als Ruine beließ. Es lassen sich neben den neuen Bauten zahlreiche ältere Gebäude erkennen, die zum Teil nur noch von den Fundamenten, teilweise fast vollständig erhalten geblieben sind. Interessant ist die großflächige Verwendung des Burgfelsens, der stark in die Gebäude integriert wurden.
Die Vorburg ist, genau wie die Kernburg, in Nord-Süd-Richtung orientiert. Nach Westen hin, also zum Zugangstor, befinden sich die Ruinen einzelner Gebäude, wie z.B. eines Turmes und gut erhaltene Teile der hohen Wehrmauer. Der östliche Bereich, bei dem die äußere Wehrmauer größtenteils fehlt, weist die Gaststube und deren Terrasse auf. Den südlichen Bereich nimmt das Museum ein, das in eine Gebäuderuine integriert wurde. Im Norden trifft man auf ein großes und dickes Bollwerk, ähnlich einer Schildmauer, das Vorburg und Kernburg von einander trennt. Ein höher gelegener Durchgang mit doppeltem Tor wurde so angelegt, das ein Ansetzen von Belagerungsmaschinen nicht möglich war. Das wuchtige Tor bildete somit ein großes Hindernis zwischen Vorburg und Kernburg.
Hinter dem wuchtigen Torhaus befindet sich die Kernburg. Ein länglicher Grundriss mit einer Ringmauer und einem lang gezogenem Hof prägt bis heute ihr Aussehen. Durch das Verschwinden vieler Gebäude, wirkt der Hof heute größer als er einst war. Die Mitte der Kernburg nimmt ein kleiner Brunnen ein. Östlich von ihm steht einer von zwei erhaltenen, sechseckigen Treppentürmen. Der Treppenturm ist noch fast vollständig existent und weist zahlreiche epochal typische Verzierungen auf. An ihm sind noch abgehende Mauerreste erkennbar, die auf ein Gebäude mit mindestens drei Geschossen hinweisen, das heute nur noch von den kniehohen Grundmauern her erhalten ist. Durch das fehlende Gebäude, das die Ostseite vollständig einnahm, eröffnet sich ein weiter Blick über das Land.
Die Westseite der Burg ist besser erhalten als die Ostseite. Der westliche Part der Wehrmauer (ehemals Ringmauer) , kniehohe Elemente der Hoffassaden, die ehemaligen Eingänge in die Gebäude, einige wenige Treppen, sowie zahlreiche Fenster, Balkenauflager, Balkenlöcher, Säulen und Mauerreste von Gebäuden mit Eckquadern haben sich erhalten. Zudem stößt man auf eine hohe Mauer eines älteren Gebäudes aus Buckelquadern (vielleicht ehemaliger Bergfried). Treppen und Durchgänge ermöglichen die ausgiebige Erkundung der erhaltenen Reste.
In der Südostecke der Kernburg, neben dem Eingang, stößt man auf den zweiten Treppenturm, der heute zur Erschließung des Bollwerks dient, das Kern- von Vorburg voneinander trennt. Über den Turm gelangt man in das Innere des Bollwerks, sowie auf dessen Dach, von dem sich eine gute Sicht auf Kernburg, Vorburg und Umgebung eröffnet. Vom Dach aus wird die imposante Breite des Bollwerks klar.
Von der Atmosphäre her ist Burg Madenburg sehr angenehm. Die komplette Anlage lädt trotz ganzjährig vieler Besucher zum Entdecken und Verweilen ein.

Historie

Die Madenburg wurde wahrscheinlich schon im 11. Jahrhundert als Reichsburg begonnen. In Schriftstücken wird von einer Burg in der Nähe des Ortes aber mit anderem Namen berichtet, sie wurde somit wahrscheinlich 1113 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Die Grafen von "Madelenburg" sind erst seit 1176 bekannt. Die große Burg wird bis in das 16. Jahrhundert ständig umgebaut und erweitert. Ihr heutiges Aussehen ist hauptsächlich durch die Renaissance bestimmt. 1525 wurde die Burg in den Bauernkriegen zerstört aber wieder aufgebaut. Endgültige Zerstörung war 1689 durch die Franzosen.

Events in der Nähe

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    Anfahrt

    Die Burg Madenburg liegt nahe der Ortschaft Eschbach und somit in der Nähe von Landau. Eschbach ist über die B10 und die A65 aus zu erreichen. Innerorts ist die Burg weiträumig ausgeschildert. Der Parkplatz liegt nach einer schmalen, längeren Straße mitten im Wald und weist eine hohe Kapazität auf. Alternativ kann man für einen etwas kürzeren Aufstieg am Sportplatz parken. Von beiden Orten muss man knapp 20-30 Min zu Fuß bei einer angenehmen Steigung laufen.

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    Sonstige Einrichtungen

    Das Museum befindet sich in der Vorburg und wurde in das südlichste Gebäude der Burg integriert. Im Museum findet man viele Informationen zur Burg und vor allem zur Geschichte, die sehr weiträumig ausfällt und zahlreiche Spekulationen zur Herkunft der Burg mit sich bringt.

    Gastronomie

    In der Vorburg befindet sich eine Gastronomie.

    Aktualisierung

    Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 28.07.2008


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