Krosigk

Burg Krosigk

Deutschland / Sachsen-Anhalt

Burg Krosigk ist heute Teil eines Privatgrundstücks und unterliegt der Nutzung als Kinder- und Jugendstätte. Das Grundstück darf nicht betreten werden. Es haben sich Teile der Ringmauer, des Bergfrieds und überbaute Gebäudereste erhalten. Die Anlage entstand aus einer Wasserburg aus dem 9. Jahrhundert heraus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie zerstört. Heute erinnert nur der leicht eindrucksvolle Turm mit seinem oktogonalen Mauerkranz an eine größere Burg.

Burg Krosigk
Burg Krosigk

Adresse

Burg Krosigk Am Turm
06193 Krosigk Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Halbruine
Burgtyp: Hügelburg
Nutzung: Privat
Lage: 133 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 04:55-17:15 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, geschlossen
Eintrittspreise: nicht zugänglich

Baubestand & Beschreibung

Burg Krosigk

Burg Krosigk befindet sich inmitten der gleichnamigen Ortschaft. Die Anlage liegt auf einer leichten Anhöhe und bildet den ehemaligen Mittelpunkt des Ortes. Einigen Quellen nach handelt es sich bei Burg Krosigk um eine alte Wasserburg aus dem 9. Jahrhundert, dies ist aber nicht bewiesen.
Von der ehemaligen etwas größeren Burg ist heute nur noch wenig erhalten. Durch die Zerstörung durch die Schweden und den Wiederaufbau um 1700, sowie die landwirtschaftliche Nutzung im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Anlage stark verfremdet. Heute stößt man auf erhaltene restliche Elemente der äußeren Ringmauer und auf den Bergfried, der unter anderem im oberen Bereich einen oktogonalen Grundriss aufweist, von den Grundmauern her aber rund ist. Nach Norden und Osten sind die Grenzen und Ausmaße der Burg nur noch bedingt zu erkennen. Man geht davon aus, dass sich die Kernburg neben dem Bergfried befand und die Vorburg östlich davon lag. Um 1700 entstanden ein Gutshaus und eine Kapelle in der Vorburg, die heute noch existent sind. Sowohl in der Kernburg wie auch in der Vorburg lassen sich die Dimensionen nur noch erahnen. Der südöstliche Bereich dient heute einer Kinder- und Jugendstätte als Unterkunft und kann nicht besucht werden.

Historie

Einigen Quellen nach entstand Burg Krosigk im 9. Jahrhundert als Wasserburg. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Name von Krosigk im Jahre 1103 durch Dedo, in Verbindung mit dem Naumburger Bischof Walram. Man schätzt, dass Dedo von Krosigk einen großen Einfluss am kaiserlichen Hof gehabt hat. 1115 diente seine Burg als Zuflucht für Wiprecht von Groitzsch, der von Kaiser Heinrich V. verfolgt wurde. Das Geschlecht derer von Krosigk war anscheinend mit dem König Hermann von Salms verwandt, der zu dieser Zeit gegen Kaiser Heinrich V. agierte.
Im 13. Jahrhundert wuchs der Einfluss der Familie von Krosigk in der allgemeinen Reichspolitik. Sie begannen Ämter zu belegen und ihrer Macht auszubauen. 1201 wurde Konrad von Krosigk Bischof von Halberstadt. Er beteiligte sich am vierten Kreuzzug nach Konstantinopel. Der Bruder Konrads, Friedrich von Krosigk begann 1207 mit dem Verkauf von Gütern an den Erzbischof von Magdeburg.
q Zum Ende des 13. Jahrhunderts hin verlor das Adelsgeschlecht stark an Bedeutung. 1260 werden sie als Lehnsträger unter dem Grafen Dietrich von Brehna genannt. Um 1280, so vermutet man, ist das Geschlecht ausgestorben. Wenige Jahre später übernehmen die Herren von Garsena, eine Burgmannenfamilie, das Lehen und den Namen Krosigk. Bis in das 15. Jahrhundert ist die neue Linie auf der Burg ansässig. Nach dem Aussterben der Grafen von Brehna übernehmen 1290 die Herzöge von Sachsen die Kontrolle als Lehensherren. 1308 übergibt der damalige Herzog die Burg als Hochzeitgeschenk an seine Schwester. Deren Ehemann, Friedrich von Meißen, verpfändet die Burg an Heinrich von Köckeritz. Durch weitere Verpfändungen gelangt Krosigk schließlich im 14. Jahrhundert an das Erzstift Magdeburg.
Ab 1421 kaufen die Herren von Trotha große Teile der Herrschaft Krosigk auf. 1451 übernehmen sie schließlich die Herrschaft vollständig. Der erzbischöfliche Obermarschall Thilo von Trotha und sein Bruder Hermann werden vom Erzbischof Günter von Magdeburg mit der Burg belehnt. Bis 1813 ist die Familie Eigentümer. In jenem Jahr müssen sie die Anlage aufgrund von Geldmangel verkaufen.
Am 13. Oktober 1644 wird die Burg durch die Schweden zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte um 1700. 1701 erbaut Wolf Friedrich von Trotha auf der ehemaligen Vorburg ein Gutshaus und 1703 eine Kapelle. Im 19. und 20. Jahrhundert dient Krosigk als landwirtschaftlicher Betrieb. Heute beherbergt die Burg ein Kinder-und Jugendhaus für Waisenkinder und Kinder mit psychischen Störungen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Krosigk liegt nördlich von Halle. Über die A14 Ausfahrt "Trotha" über Nauendorf nach Kleinmerbitz. In Kleinmerbitz biegt man Richtung Krosigk ab. In Krosigk fährt man in der 90° Kurve der Hauptstraße geradeaus in die Straße " Am Turm". Diese Straße führt direkt auf das Burggelände.

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.02.2008


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