Schloss Dautenstein, Tutenstein

Burg Dautenstein, Tutenstein

Schloss Dautenstein, Tutenstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Im 13. Jahrhundert entsteht inmitten des Schwarzwaldes eine quadratische, staufische Wasserburg, genannt Tutenstein. Die Anlage bestand aus mehreren Gebäuden, umgeben von vier Rundtürmen, die jeweils an den Ecken der Ringmauer standen. Heute haben sich nur noch die runden Ecktürme erhalten. Die Gebäude und Mauern sind vollständig verschwunden und wurden durch ein Gehöft ersetzt. Zum Ort hin lässt sich der kleine Bach finden, der den Wassergraben einst versorgte. Heute ist die Burg privat und lässt sich nicht besuchen. Umliegende Straßen geben die Möglichkeit das Grundstück von außen zu betrachten.

Adresse

Burg Dautenstein, Tutenstein 77960 Seelbach-Dautenstein Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Halbruine, Schloss
Burgtyp:Wasserburg
Nutzung:privat
Lage:200 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:11-15:36 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:offen
Eintrittspreise:frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Dautenstein, Tutenstein

Bitte beachten Sie die Privatsphäre der Bewohner. Das Betreten des Grundstücks ist nicht erlaubt.
Burg Dautenstein liegt unterhalb des Dautensteins im Schuttertal - ein Seitental des Kinzigtals. An der Burg führte ursprünglich ein Handelsweg vorbei. Die gute Lage sorgte für den Bau einer quadratischen Wasserburg mit runden Ecktürmen, ähnlich der Wasserburg Lahr. Ihr ehemaliger Ringgraben wurde durch die Flüsse Sohlbach,Litschentalbach, Mühlbach und Schutter gespeist, die abseits der Anlage alle zusammenfließen.[1]
Burg Dautenstein, auch als Tutenstein, ist heute Privatbesitz und dient einer privaten Pferdezucht als Heimat. An jeder Ecke wies die Burg einen Wehrturm auf, die heute noch in sehr niedriger Form existent sind. Ihre Stümpfe wurden auf ein einheitliches Niveau gebracht und mit einem Dach versehen. Von den Wehrmauern fehlt jede Spur, wodurch die Türme teilweise etwas verlassen inmitten der Pferdekoppeln liegen. Erhalten sind neben den Türmen ein wieder aufgebautes Schloss aus dem 18. Jahrhundert, sowie ein Fachwerkbau, die mit ihrer Rückseite anscheinend auf den Fundamenten der alten Ringmauer errichtet wurden[1]. Zwischen ihnen befindet sich ein weiträumiger Hof, der zu allen Seiten von Wiesen eingerahmt wird. Durch die Transparenz der Burg lassen sich aus dem öffentlichen Raum alle vorhandenen Reste gut erkennen.
Ob die beiden neuzeitlichen Gebäude auf alten Grundmauern stehen, ist unbekannt. Es ist auch nicht sicher, ob die Burg einen Bergfried besaß und wie viele Gebäude sie beherbergte. Eine leichte Erhöhung im Terrain im Süden deutet darauf hin, dass sich hier vielleicht ein Vorwerk und der Eingang befanden[1].

Historie

1251 wird "de Tutenstein" urkundlich erwähnt. Sie war im Ursprung eine Tiefburg im spätstaufischen, quadratischem Stil. Drei der Ecktürme existieren seit dem Bau, der vierte kam erst im 16. Jahrhundert dazu. 1525 wird die Burg in den Bauernkriegen zerstört. Auf alter Basis wurde die Anlage 1590 im Renaissancestil erneuert und 1633 (1633 laut Krahe, 1636 laut örtlicher Informationstafel) von General Graf Callas wieder zerstört. 1755 kam es zu einer weiteren Zerstörung durch einen Brand. Von 1784 bis 1789 diente sie im wiederaufgebauten Zustand als Porzellan- und Fayencemanufaktur. Das Aussehen der Ecktürme stammt von 1780. Die Fachwerkscheune stammt von 1827.

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Anfahrt

Burg Dautenstein liegt im gleichnamigen Ort. Über die A5 Ausfahrt "Lahr" auf die der B415 durch Lahr hindurch nach Reichenbach. In Reichenbach abfahren nach Seelbach und auf der Hauptstraße bis kurz vor Ortsende Seelhachs bleiben. Am Ortsende geht die Dautensteinstr. ab (Ausschilderung zum Freibad). Am Ende der Dautensteinstr. liegt die Burg.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Dautenstein, Tutenstein erwähnt:

Hohengeroldseck

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 26.10.2013, 08.01.2007


Fußnoten

[1]Der in Kursiv geschriebene Textabschnitt basiert auf eigenen Beobachtungen. Literaturhinweise oder Informationen im Internet wurden dazu nicht gefunden. Das Veröffentlichen und Verbreiten der Informationen ist sowohl in digitaler Form, wie auch in Printform oder im Internet nur als Zitat mit Verweis auf den Autoren und die Website, bzw. die App erlaubt.

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