Burg Arco

Burg Arco

Burg Arco

Italien / Südtirol

Burg Arco stammt aus der Zeit um 1000. Die Anlage liegt auf einer Felsschanze, die zu drei Seiten mehr als 40 Meter hohe Steilwände aufzuweisen hat. Die eindrucksvolle Ruine nahm mehr als die Hälfte des Berges ein und bestand aus zahlreichen Zwingeranlagen, einer Vorburg und einer sehr kleinen Kernburg auf dem höchsten Punkt. Bis in das 18. Jahrhundert hielt Arco allen Belagerungen stand und fiel erst durch eine mehrtägige Bombardierung durch die Franzosen. Bis heute haben sich zahlreiche Reste erhalten, die zum Verweilen und Bestaunen einladen. Von der eindrucksvollen Anlage eröffnet sich ein weiter Blick über das Tal und den Gardasee. Burg Arco sollte man bei einem Aufenthalt in der Region besuchen.

Burg Arco 1
Burg Arco 2

Baubestand & Beschreibung

Auf einem eindrucksvollen, großen Felsen hoch über dem Gardasee thront die Burg Arco. Der durch die Eiszeit geprägte Berg gleicht einer Schanze, die nur von einer Seite her zugänglich war, so dass man sich im Mittelalter entschied hier eine Burg zu errichten. Die Anlage bestand ursprünglich aus mehreren Abschnitten, die wie Terrassen am Berghang anlehnten. Die Kernburg lag auf dem höchsten Punkt des Berges. Der Weg führt noch heute über das jahrhundertealte Kopfsteinpflaster hoch zur Burg. Unterwegs zweigt ein kleiner Pfad zu den damaligen Verliesen ab, die unter anderem noch Doppeltüren und Durchreichen aufweisen. Zudem trifft man auf halbem Wege auf die Überreste eines Turmes, der den Weg flankierte.
Am Eingang zur Kernburg trifft man auf die alte Wasserzisterne und den großen Wohnturm, der seit der Existenz der Burg als Palas diente. Hinter dem Palas befinden sich die Reste der alten Kapelle und einiger Vorratslager. Bergauf trifft man auf ein kleines Gebäude, das wunderbare, restaurierte Wandmalereien mittelalterlicher Herkunft enthält. Oberhalb des Treppenturmes, der zur Überbrückung der kleinen Steilwand dient, eröffnet sich der Blick auf den Burgplatz und die obere Burg. Bei dem Burgplatz handelt es sich um ein kleines befestigtes Dorf, das durch die Herstellung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen die Burg im Falle einer Belagerung unabhängig versorgte. Von dem Burgplatz bzw. dem Dorf ist nichts mehr vorhanden. Nur kleine Hügel und der Steineichenwald erinnern an Anbau von Weizen und Holz.
Auf dem höchsten Punkt der Burg befindet sich heute noch eine kleine, leicht extern liegende Anlage, die als letzter Zufluchtsort diente. Sie nennt sich Reghera und beherbergte nur ein nicht mehr existentes Gebäude sowie den Bergfried, in dem die "Renga" aufgehoben wurde. Die Renga ist eine große Glocke, die beim Angriff zum Zusammenrufen der Bevölkerung diente.
Von dem Turm gelangt man heute durch die fehlende Ringmauer durch den Steineichenweg zur äußersten Wehranlage, von der sich eine sehenswerte Aussicht nach Norden auf die Steilwand vom Monte Collodri eröffnet. Die hier sich befindliche, äußere Wehrmauer enthält mehrere Wachtürme, die wie alle Türme auf Arco nicht mehr zu besteigen sind. Der nördlichste Wachturm in der Außenanlage ist der Laghel, der zur Überwachung der vielen umliegenden Handelswege diente. Truppenverbände hatten somit keine Chance sich unentdeckt der Burg zu nähern.

Burg Arco - Die ideale Wehranlage
Burg Arco wird oft als eine der best durchdachtesten Burganlagen angesehen, die es aus dem Mittelalter zu sehen gibt. Der Gegner hatte nur eine Seite von der er angreifen konnte, da die Burg von drei Seiten durch über 20m tiefe Steilhänge geschützt lag, die unüberwindbar waren. Um in die Kernburg einzudringen, musste man entweder mehrere Wehrmauern überwinden oder mindestens drei Tore einrammen. Ein Untergraben der Mauern war aufgrund des felsigen Bodens nicht möglich, so dass nur die Tore blieben. Hat man diese überwunden, war man bis zum Burgplatz vorgedrungen, musste dann aber die 7m hohe Steilwand überwinden, was nur durch den engen Treppenturm möglich war. Dieser war leicht zu verteidigen. Die inneren Mauern wurden so radial ausgelegt, dass die Burg sich selbst mit geringer Bemannung verteidigen ließ. Um die Burg also zu Fall zubringen, musste ein Heer durch vier gut verteidigte Tore dringen und anschließend noch den Bergfried stürmen. Da die Anlage terrassenförmig aufgebaut war, konnte man aus dem jeweiligen innenliegenden Ring den äußeren angreifen, sofern dieser eingenommen wurde. Da die Burg von außen durch den Anbau von Lebensmitteln unabhängig war, war eine Belagerung aussichtslos. Arco wurde erst durch durch die Erfindung von Geschützen und durch Bombardierung erobert.

Historie

Der Name Arco kommt von dem alten Wort "Arx", das soviel wie "Festung" bedeutet. Die Burg existiert seit archäologischen Funden zu urteilen, seit ungefähr 1000. In 1196 wird ein Federico d´Arco genannt. Die Stadt wurde mehrmals durch Gegner eingenommen, doch ist die Festung nie erobert worden. Im 18. Jahrhundert wurde bei den Spanischen Kriegen die Stadt von französische Truppen besetzt. Die Burg fiel erst nach langer Bombardierung. Bis 1986 wurde Arco mehrmals verkauft und anschließend gesichert und restauriert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Castello Arco liegt in dem gleichnamigen Ort am nördlichen Ende vom Gardasee. Von der Autobahn A22 über die Ausfahrt "Lago di Garda" auf die Bundesstraße 240, die Richtung Riva führt. Kurz vor Riva und auch in Riva ist die Ortschaft in Kreisverkehren ausgeschildert. Innerorts (Arco) führen weitere Schilder zu einem Parkplatz, von dem man zu Fuß in 15 Minuten zur Burg gelangt.

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