Alt-Windeck

Burg Alt-Windeck

Burg Alt-Windeck

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Alt-Windeck wurde um 1200 als Lehensburg errichtet. Die Anlage liegt auf einem auslaufenden Berg in der Rheinebene und wird gerne besucht. Von der Burg haben sich die Kernburg und die Vorburg erhalten. Die Vorburg wurde zu einer Gastronomie mit Hotel umgebaut. Die Kernburg ist heute Ruine. Sie weist zwei Bergfriede und zwei Palas auf, eine seltene Konstruktion. Von den Gebäuden stehen nur noch die Stirnmauern. Die Bergfriede haben sich erhalten und der östliche ist begehbar. Von dem Turm eröffnet sich eine weite und schöne Aussicht über die Rheinebene.

Adresse

Burg Alt-Windeck Kappelwindeckstr.
77815 Bühl Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand:Ruine
Burgtyp:Spornburg
Nutzung:Gastronomie
Lage:380 m.ü.NN.
Sonnenlicht:07:12-15:34 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten:Saisonal
mehr
Eintrittspreise:frei
Kontakt:Restaurant:
Tel.: 07223/9492-0
Fax: 07223/9492-90
Website:Burg-Windeck.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Alt-Windeck

Burg Alt-Windeck befindet sich auf einem Sporn südlich von Bühl, oberhalb der Rheinebene. Die Anlage besteht aus einer Vorburg, die heute einem Hotel als Herberge dient und einer Kernburg, die im ruinösen Zustand erhalten geblieben ist. Die Vorburg, auch Untere Burg genannt, liegt an der Nordwestseite und weist mehrere neuzeitliche Gebäude, zum Teil auch Fachwerkbauten, auf. Der Zugang erfolgt über einen lang gezogenen Zwinger im Norden, dessen Zugangstor sich am nördlichen Gebäude befand. Das Tor an der Straße hat mit der mittelalterlichen Anlage nichts zu tun. Um die Kernburg betreten zu können, musste man die Anlage zur Hälfte durch die Vorburg hindurch umrunden. Der Zugang war also von der Kernburg aus flankiert und konnte beschossen werden.
Die Kernburg ist nur noch ruinös erhalten und weist eine Höhendifferenz zu der Vorburg und den Zwingern auf. Sie liegt auf dem höchsten Punkt des Sporns und ließ sich zu allen Seiten hin verteidigen. Der ehemalige Zugang erfolgte über einen Torzwinger mit zwei Toren, von denen sich heute noch die Außenmauern erkennen lassen.
Die Kernburg bestand zur Blütezeit aus zwei Bergfrieden und zwei Palas. Sie war nach Süden, Norden und Osten durch mehrere Zwingeranlagen und nach Westen durch die Vorburg gesichert. Heute beherbergt sie die beiden Bergfriede, sowie zwei Fassaden der beiden ehemaligen Palas. Im Gegensatz zum westlichen Bergfried, der nur noch als Ruine erhalten ist, wurde der östliche Bergfried ausgebaut und weist eine Aussichtsplattform auf. Bei beiden Türmen lassen sich die ehemaligen Eingänge jeweils im ehemaligen dritten Obergeschoss, sowie einige Fenster erkennen. Der östliche Bergfried besitzt unterhalb der Aussichtsplattform ein Gewölbe und eine Treppe in der Außenmauer. Die beiden Bergfriede stehen verdreht zur Angriffsseite (Halsgraben-Parkplatz) hin, damit Geschosse abgelenkt wurden und keinen Frontaleinschlag erzielen konnten.
Die beiden Palas standen direkt aneinander. Von dem Westpalas ist die westliche Mauer, vom Ostpalas die östliche Mauer erhalten geblieben. Die erhaltene Mauer des westlichen Palas weist noch Balkenauflager, Balkenlöcher, sowie zahlreiche kleinere Fenster auf. An der Mauer lässt sich die ehemalige Gebäudehöhe von vier Stockwerken ablesen. Die erhaltene Fassade des östlichen Palas ist deutlich höher und deutet auf fünf Geschosse hin. Erhalten ist unter anderem eine Ecke des Bauwerks, die an den Bergfried anstößt. Zahlreiche romanische Fenster, Balkenauflager und Balkenlöcher, sowie der Ansatz eines Giebels sind erkennbar und weisen auf einen repräsentativen, mittelalterlichen Bau hin.
Touristisch gesehen, ist Burg Windeck sehenswert. Die Anlage weist überaus interessante Reste auf und wirkt durch ihre hohen Türme sehr eindrucksvoll.

Historie

Die Burg wurde um 1200 als ein Lehen der Grafen von Eberstein gebaut. Es ist unbekannt, ob die Burg einst aus zwei Burgen bestand, die jeweils ihren eigenen Bergfried besaßen. Auch der ehemalige Standort der bekannten Burgkapelle ist ungeklärt. Der Adel von Windeck wurde erstmals 1212 erwähnt. 1372 fiel die Anlage einem Brand zum Opfer, wurde aber wieder aufgebaut. Ab 1347 haben die Markgrafen von Baden auf Alt-Windeck Öffnungsrecht. 1403 erhielt Reinhard von Windeck für Bühl Marktrecht. Ab 1429 sind derer von Windeck nur noch zum Teil Inhaber der Burg. Durch die Abgabe ihres Besitzes verlässt das Adelsgeschlecht Burg Alt-Windeck und zieht in den Schlosshof in Bühl, heute Hotel Badischer Hof. 1466 heiratet die letzte Alt-Windeckerin Anna den Ritter Berthold IV. von Neu-Windeck. 1561 wird die Anlage bereits als verfallen genannt und vielfach als Steinbruch genutzt. Das Geschlecht stirbt 1592 aus.

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    Anfahrt

    Alt-Windeck befindet sich nahe der B3, südlich von Bühl. Die nächste Autobahn ist die A5 Ausfahrt "Bühl". Ab Bühl ist die Anlage weiträumig ausgeschildert und teilweise auch zu sehen.

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    Gastronomie

    In der Vorburg gibt es ein Hotel-Restaurant. Am Parkplatz befindet sich eine Vesperstube und ein Streichelzoo, sowie ein Abenteuerspielplatz.

    sonstige Bemerkungen

    Bei der Burg handelt sich um ein Privatgrundstück. Bitte benehmen Sie sich dementsprechend.

    Querverweise

    Bei folgenden Burgen wird Alt-Windeck erwähnt:

    Neu-Windeck, Schauenburg, Yburg

    Aktualisierung

    Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 04.01.2012


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