Alt-Dahn, Dahner Burgen

Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen

Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen

Deutschland / Rheinland-Pfalz

Burg Altdahn thront auf mehreren Felstürmen östlich des gleichnamigen Ortes. Wie allzu oft bei Felsturmburgen zu erkennen, haben sich mehrere Anlagen nebeneinander gebildet, die durch tiefe Gräben voneinander getrennt wurden. Insgesamt handelt es sich um drei Anlagen, die auf fünf Felstürmen verteilt waren. Der Ursprung der Anlage liegt im 11. Jahrhundert. 1488 errichtete man zum Schutz aller drei Burgen große Festungselemente. Bis heute haben sich zahlreiche Reste erhalten, wie z.B. Kammern im Berg oder Teile der Ringmauer, die heute zu einem ausgiebigen Besuch und zum langwierigen Erkunden einladen. Ein Besuch lohnt sich! Der Eintritt ist kostenpflichtig.

Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen
Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen
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Adresse

Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen 66994 Dahn Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Felsturmburg, Kammburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 305 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 05:15-17:27 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
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Eintrittspreise: Vorburg: frei
Kernburg: kostenpflichtig
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Baubestand & Beschreibung

Burg Alt-Dahn, Dahner Burgen

Burg Alt-Dahn befindet sich inmitten dichter Wälder nahe der Gemeinde Dahn und erstreckt sich über mehrere Felstürme. Die recht große Burganlage setzt sich aus drei Burgen zusammen, die in unterschiedlichen Jahrhunderten erbaut wurden. Der Name Alt-Dahn stammt von dem ältesten Teil der Anlage, genannt Alt-Dahn.
Alt-Dahn bildet die östlichste der drei Burgen und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Noch im selben Jahrhundert baute man Grafendahn auf einer Felstürme westlich von Alt-Dahn. Mit der Übergabe von Grafendahn an die Grafen von Sponheim im Jahre 1339 lebten zwei verschiedene Familien auf der Burg.
Infolgedessen errichtete man im Westen von Grafendahn im 14. Jahrhundert die Burg Tanstein, die sich über zwei Felstürme erstreckt, um Grafendahn beidseitig in die Zange zu nehmen.

Vorwerk und äußere Wehranlage
Burg Alt-Dahn ist die älteste Anlage der drei Burgen. Sie ruht auf einem Felsturm und besitzt nach Osten hin zwei Vorwerke, die auf Ausläufern des Felsturms stehen. Im Gegensatz zur heutigen Situation befand sich der Eingang zu allen drei Burgen (also zu Alt-Dahn, Grafendahn, Tanstein) im Osten und war durch ein Vorwerk mit zwei Türmen und davor liegendem Halsgraben gesichert. Dahinter schützte ein mächtiger, bastionsartiger Torturm als letzte Instanz den Zugang zu den drei Burgen. Im Mittelalter führte direkt hinter dem Torturm eine kleine Treppe über ein kleines Tor in die Burg Alt-Dahn. In späterer Zeit wurde der Zugang an die Westseite verlegt, über den die Burg heute noch zugänglich ist.
Die Dahner Burgen hatten zwar einen gemeinsamen Eingang, teilten sich hinter der gemeinsamen Wehranlage aber auf. Mauern durchzogen die Halsgräben und verhinderten den Zutritt zur benachbarten Burg. Unter anderem sind noch die Ansätze von Toranlagen zu erkennen, die sich ebenfalls in den Halsgräben befunden haben.

Burg Alt-Dahn
Burg Alt-Dahn besteht aus einer recht kompakten Kernburg, die den höchsten Punkt der kompletten Burganlage bildet. Sie wird von dem Vorwerk und der Burg Grafendahn durch Halsgräben getrennt. Im Süden befanden sich zwei Burghöfe, von denen eine Treppe über einen mächtigen Turm an der Südseite hoch führte. Die beiden Höfe sind heute leer und beherbergen keine Gebäude mehr. Teilweise lassen sich in den Felsen gehauene Höhlen erkennen, die beispielsweise als Stall dienten. Zur Burg Grafendahn errichtete man in späterer Zeit ein Tor mit Wassergraben. Reste dieses Wassergrabens, sowie die Grundmauern eines Turms, der das Tor flankierte, lassen sich noch erkennen.
Die Kernburg von Alt-Dahn betritt man heute wie damals über eine Treppe, die am Felsen entlang führte und durch den südlichen Wehrturm durchging. Von der Kernburg sind mehrere Elemente erhalten geblieben. An der Nordwestecke stößt man auf einen Turm aus Buckelquadern, der zum Teil in der Literatur als Bergfried bezeichnet wird. Direkt daneben befindet sich die Nordmauer des Palas, die unter anderem Balkenauflager, Fensternischen, Fensteröffnungen und Spuren abgehender Mauern aufweist. Im östlichen Part stößt man auf einen Durchgang zu den drei Meter niedriger gelegenen Vorwerken, sowie weitere Mauern, die auf die Dimensionen der einzelnen Gebäude hindeuten. Über ein Tor an der Südseite gibt es bis heute die Möglichkeit die Wehrplattform auf dem Südturm zu betreten. Alle Gebäudereste weisen abgehende Mauerreste auf, die auf eine sehr enge Bebauung des Felsturms hinweisen.

Burg Grafendahn
Die Burg Grafendahn ist die zentral liegende Burg der Dahner Burgen. Sie wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts durch die Grafen von Sponheim errichtet. Von den drei Anlagen her ist sie die kleinste und kompakteste. Der Zugang erfolgte heute wie damals über eine Treppe an der Nordseite, die in das Felsplateau mündete. Ebenfalls zur Nordseite ausgerichtet und an der Treppe liegend, befindet sich die ehemalige Wächterstube, die in den Felsen eingelassen war. An der Ostseite hat man in den Halsgraben, der Grafendahn von Alt-Dahn trennt, ein Gebäude errichtet, das im Zuge der Restaurationen erneuert wurde und heute ein Museum beherbergt.
Die Kernburg von Grafendahn liegt vier Meter niedriger als die Kernburg von Alt-Dahn. Sie ist nur noch sehr partiell erhalten und wurde zum Teil wieder aufgebaut. Die Anlage bestand aus einem Turm an der Westseite mit anliegender Schildmauer, einem Palas, sowie einem Brunnen und zwei weiteren Gebäuden. Der Hof fiel aufgrund des Platzmangels nur sehr klein aus. Erhalten geblieben sind der Schacht des Brunnens, der Turm, sowie die beiden Gebäude an der Südwestseite. In den Ruinen stößt man unter anderem auf rundbogige Fenster, Türöffnungen, Türschwellen und kniehohe Grundmauern der einstigen Hoffassaden. Zudem lassen sich einige wenige Eckverzierungen und konstruktive Details erkennen.

Burg Tanstein
Burg Tanstein ist die jüngste der drei Burgen und wurde im 14. Jahrhundert gegründet. Sie liegt niedriger als Grafendahn und Alt-Dahn und ist durch einen Halsgraben von Grafendahn getrennt. Bebaut wurden zwei durch Halsgräben getrennte Felstürme, sowie ein niedriger gelegenes Plateau. Der Zugang zu Tanstein verläuft über ein größeres Felsplateau an der Südseite, das einst einen Hof und ein Gebäude trug. Von hier geht es über eine Treppe mit Wächterstube, die im Felsen eingelassen ist, hoch zur Kernburg.
Die Kernburg bestand aus zwei Felstürme, die mit einer Brücke verbunden gewesen sein sollen. Der westliche Felsturm ist jener, den man über die Treppe erreicht. Neben einer Regenwasserzisterne beherbergt er wenige Reste einiger Gebäude, sowie weitere im Felsen eingelassene Räume. Zwischen dem Felsturm und der Burg Grafendahn stößt man auf ein weiteres Felsplateau, das den Palas von Tanstein aufweist. Dieses ist heute aufgrund der fehlenden Brücke nur schwer zugänglich und für die Öffentlichkeit gesperrt.

Von der Atmosphäre her sind die Dahner Burgen sehr angenehm und teilweise auch imposant. Durch die strikte Aufteilung und die Entstehung bilden die Wehranlagen einen interessanten Ausflugsort. Mit weiter Aussicht, zahlreichen Nischen und mehreren Bereichen laden die Dahner Burgen zum Entdecken und Verweilen ein.

Historie

Die Dahner Burgengruppe besteht aus den Burgen Alt-Dahn, Grafendahn und Tanstein, die sich insgesamt auf 5 Felsentürmen erstrecken. Ursprung der Anlage ist die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg Alt-Dahn, die damals als Reichslehen den Namen der Erbauerfamilie "Than" trug. Der Adel zur Burg wird erstmals 1127 und die Burg selber 1288 urkundlich erwähnt. Um 1300 geht die Burg Alt-Dahn an die Ritter von Dahn als bischöfliches Lehen von Speyer. 1327 tauchte erstmals der Name Alt-Dahn auf. In jenem Jahr wird die Burg mehrfach belagert und beschädigt. Bis Ende des 16. Jahrhunderts baute man sie mit Festungselementen aus und bewohnte sie. Anschließend verfiel Alt-Dahn.
Burg Grafendahn wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Teil der Burg Than errichtet. Sie war zu dieser Zeit Lehen der Bischöfe von Speyer. Mit den Auseinandersetzungen um 1327 wurde sie umbenannt in "Nuwen Than" (Neu-Than). Im Jahre 1339 ging die Anlage von den Rittern von Dahn an die Grafen von Sponheim. Anschließend wechselten die Besitzer stetig: 1421 bis 1463 Markgrafen von Baden, 1463 bis 1468 bis 1641 Pfalzgrafen bei Rhein (zeitweise nur Teilbesitzer), 1480 bis 1544 zeitweise die Herren von Drot, 1544 bis 1641 Herren von Fleckenstein, 1641 bis 1793 Freiherren von Waldenburg.
Burg Tanstein wurde Ende des 12. Jahrhunderts als Teil der damaligen Burg Than errichtet. 1288 wurde Sie erstmals urkundlich genannt. Um 1328 kam es zum Ausbau zur Lehensburg. Sie war bis 1342 Teil der Burg Alt-Dahn und wurde 1346 erstmals als Burg Dankenstein bezeichnet. Genau wie Alt-Dahn war sie bis zum Ende des 16. Jahrhunderts bewohnt und begann anschließend zu verfallen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die drei Dahner Burgen liegen über dem Ort Dahn. Von der A6 Ausfahrt "Pirmasens" oder der A65 Ausfahrt "Landau" Richtung Dahn. Der Ort selber liegt direkt an der B427 und nahe der B10. Die Burg ist weiträumig ausgeschildert. Der zur Burg gehörige Parkplatz befindet sich unterhalb der Anlage. Anschließend sind es noch 5Min Fußweg.

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Querverweise

Bei folgenden Burgen wird Alt-Dahn, Dahner Burgen erwähnt:

Neudahn

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Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 30.07.2008, 13.02.2005


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