Hohentwiel

Burg Hohentwiel

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg des Monats

Burg Hohentwiel wurde bei Burgenarchiv.de von den Besuchern zur "Burg des Monats April 2014" gewählt.
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Der Hohentwiel ist eine riesige Felssäule mit einem großen Felsplateau als Spitze. Schon 1000 vor Christus nutzte man diesen uneinnehmbaren Bereich für eine Fliehburg. Im 10. Jahrhundert nach Christus entstand die heutige Burganlage, die im Laufe der Zeit immer weiter zu einer Festung ausgebaut wurde. Bis heute haben sich großflächige Reste einer eindrucksvollen, uneinnehmbar wirkenden Burganlage erhalten, die jährliche dutzende Besucher anlockt. Hohentwiel gehört zu den imposantesten und bekanntesten Burgen Süddeutschlands.

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Adresse

Burg Hohentwiel
Hohentwielallee
78224 Singen-Hohentwiel
Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg, Festung
Nutzung: -
Lage: 690 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:48-19:13 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Ganzjährig
April-15.Sept:
mehr
Eintrittspreise: Burg: kostenpflichtig
Kontakt: Festungsruine Hohentwiel
Auf dem Hohentwiel 2a
78224 Singen
Tel.: 07731 / 69 178
Email: siehe Website
Website: Festungsruine-Hohentwiel.de

Baubestand & Beschreibung

Festung Hohentwiel liegt auf einem einzelnen Vulkankegel nordwestlich von Singen. Die Anlage besteht aus der Oberen und der Unteren Festung. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr Hohentwiel ständige Ausbauten. Der sehr steil abfallende Kegel, auf dem die Kernburg und später die Obere Festung entstanden, wies nur eine Angriffsseite auf, die im 16. Jahrhundert mit der Unteren Festung versehen wurde.

Die Untere Festung und die Vorburg:
Seit dem Bau der Unteren Festung erfolgt der Zugang über ein langes Tunnelsystem, das aus dem Alexandertor und dem Eugentor besteht. Ein Bastionsring, der heute noch größtenteils gut erhalten ist, schützte die Gebäude und Wehranlagen vor Gegnern und Geschossen. Über die Karlsbastion und das Eugentor führte der Weg in das Innere der Unteren Festung, die heute noch alle Gebäude von den Außenmauern her aufzuweisen hat. Zu den Bauten der Vorburg zählten vor allem Wirtschaftsgebäude, die zur Versorgung der Bewohner und Unterbringung der Soldaten dienten.
Die Vorburg war schon im Mittelalter im kleineren Ausmaß existent und bildete das erste Vorwerk vor dem Eingang zur Kernburg. Nach dem Mittelalter baute man die Vorburg zur Unteren Festung aus und nutzte sie hauptsächlich zur Lagerung von Waren.

Die Obere Festung und die Kernburg:
Im Mittelalter nahm die Kernburg den höchsten Punkt des Vulkans ein. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie stetig Ausbauten und wuchs zu einer Festung heran, die die komplette Bergkuppe einnahm. Durch Sprengungen der Franzosen kam es zur weitläufigen Zerstörung vieler Elemente, die heute teilweise nur noch bruchstückhaft vorhanden sind.
Der Osten der Kernburg wird durch den Paradeplatz eingenommen, der vor allem durch einen Gebäudering, genannt "Langer Bau" eingerahmt war. Hier standen Gebäude mit Dienstleistungsfunktionen. Die Gebäude sind als Ruinen erhalten. Bei den meisten Bauten lassen sich Außenmauern und Kellergewölbe erkennen. Der Kirchturm erhielt ein neues Innenleben. Er diente bis in die Weltkriege als Aussichtsturm für das Militär. Das alte Kirchenschiff lag direkt östlich des Kirchturms und ist noch von den Außenmauern her existent.
Der Westen der Kernburg, bzw. der Oberen Festung wird durch die Fürstenburg eingenommen. Die Fürstenburg ist ein vierflügeliger Gebäudekomplex mit zentralem Innenhof. Der Zugang erfolgt über ein Tor im Norden. Direkt davor, im Norden, befand sich ein kleiner Garten.
Die Nordwestecke der Fürstenburg beherbergte einst eine Altane, auch "scharfes Eck" genannt, die auf dem höchsten Punkt der Burg lag. Von ihr eröffnet sich eine hervorragende Aussicht über die Umgebung und auf die Vorburg. Direkt neben der Altane liegt der Zugang zum Rondell Augusta, das weitere Blickwinkel und Sichtachsen freigibt.
Hohentwiel ist eine sehr eindrucksvolle und interessante Anlage. Einzelne Elemente, zahlreiche Gebäude und Mauern, eine weite Aussicht, sowie gut erhaltene Reste laden zum Entdecken und Verweilen ein.

Historie

Festung Hohentwiel liegt auf der Kuppe eines tertiären Vulkans. Seit dem 10. Jahrhundert vor Christus wird der Hohentwiel als Zufluchts- und Wohnstätte der Menschen genutzt. Im 8. Jahrhundert nach Christus ist erstmals von einer Burg die Rede, die bis in das 10. Jahrhundert im Besitz der alemannischen Herzöge und fränkischen Könige steht. Unter anderem unterstand die Burg dem Fiskus Bodmann. Die erste urkundliche Erwähnung einer Anlage aus Stein findet 912 statt. 915 wird sie durch König Konrad I. vergeblich belagert, der versucht ein schwäbisch-alemannisches Herzogtum aufzubauen.
Von 955-973 ist Hohentwiel in schwäbischer Hand. Um 970 kommt es zu einer Gründung eines Klosters auf dem Hohentwiel. 973 stirbt Herzog Burkhard II. von Schwaben und seine Frau Hadwig nutzt bis zu ihrem Tod 994 die Burg als Witwensitz. Die Burg gelangt in den Besitz derer von Zähringen. 1079 stirbt Adelheid, die Gattin des Königs Rudolf von Rheinfelden auf Hohentwiel. 1086 kommt der St. Galler Abt Ulrich von Eppenstein in den Besitz der Burg.
Von 1122 bis 1135 wohnen die Herren von Singen auf dem Twiel und nennen sich ab diesem Zeitpunkt "von Twiel". Urkundlich erwähnt wird 1267 ein Ulrich von Klingen, der sich zum "von Twiel" umbenennt. Bis 1300 bleibt die Anlage im Besitz derer von Klingen, wird aber in jenem Jahr am 16.3.1300 an die Herren von Klingenberg verkauft. 1464 steht die Burg einer Belagerung der Werdenberger Fehde stand. Bis 1511 ist die Anlage im Besitz derer von Klingenberg, die unter Hans Heinrich von Klingenberg ein Öffnungsrecht dem Herzog Ulrich von Wirtemberg anbieten. Selbiger übergibt die Burg 1521 an Ulrich von Hohentwiel, der Hohentwiel 1538 an den Herzog Ulrich von Wirtemberg verkauft.
Die ersten großen Umbauaktivitäten beginnen von 1552 bis 1568. Das Rondell Augusta entstand 1568 bis 1593. 1634 ist Major Konrad Widerholt Kommandant der Anlage. Unter ihm hält Hohentwiel zwischen 1635 und 1644 fünf Belagerungen stand.
Von 1700 bis 1800 dient die Burg als Staatsgefängnis. Im Jahre 1800 wird Hohentwiel kampflos vom General Vandamme am 2. Mai 1800 an die Franzosen und die Kommandanten von Bilfinger und von Wolff übergeben. Bis 1801 werden große Teile der Burg gesprengt. Der erste Chronist der Anlage war Ottmar Schönhuth, der seine Arbeiten von 1830 bis 1837 ausübt. Bis 1850 zählt der Hohentwiel als Kronengut und wird in dieser Zeit in den Besitz Tuttlingens eingegliedert. Seit 1969 ist die Anlage Eigentum der Stadt Singen.

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Anfahrt

Burg Hohentwiel liegt nordwestlich des Ortes Singen. Über die A81 Ausfahrt "Hitzingen" auf die B314 nach Singen. In Singen auf die B34 Richtung Innenstadt und der Ausschilderung zur Burg folgen. Die "Hohentwielallee" geht direkt von der B34 ab und führt zur Burg.

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

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Burgenarchiv.de
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Literatur

- Dr. Michael Losse und Hans Noll, "Burgen, Schlösser, Festungen im Hegau", Michael Greuter Verlag, 2006, Hilzingen, ISBN: 3-938566-05-1 S.94ff
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

Aktualisierung

Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 15.04.2012


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