Hohenrode, Brigittenschloss

Burg Hohenrode, Brigittenschloss

Deutschland / Baden-Württemberg

In der Mitte des 11. Jahrhunderts entstand auf einem 740m hohen Berg, weit oberhalb der Rheinebene die kleine und kompakte Burg Hohenrode. Die Niederadelburg diente ursprünglich als Signalanlage. Im 16. Jahrhundert wurde sie aufgegeben und von Schatzsuchern im 19. Jahrhundert gesprengt, nachdem sie eine Legende über einen verschollenen Burgschatz gehört haben. Von der Burg stehen heute nur noch Teile der Schildmauer und des Halsgrabens. Der Felsturm, auf dem sie stand, zeigt deutlich die ehemalige Größe der Burg. Heute lädt der ruhige Ort mit seiner herrlichen Aussicht über die Rheinebene zum Verweilen und Genießen ein.

Adresse

Burg Hohenrode, Brigittenschloss
77887 Sasbachwalden
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Spornburg, Felsturmburg
Nutzung: -
Lage: 740 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 03:35-19:12 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Hohenrode liegt auf einem Felsen auf dem Schlossberg hoch über der Rheinebene. Die Lage der Burg diente mit einer weiten Aussicht zur Kontrolle der Rheinebene und der umliegenden Täler. Unterhalb der Anlage flossen Brandbach und Sasbach zusammen.
Die Burg befindet sich auf einer Felsnase, die nur wenig Platz für Gebäude bot. Der Zugang erfolgt vom Halsgraben aus über eine Treppe an der alten Schildmauer vorbei. Von der Burg ist bis auf ein Stück der Schildmauer nichts mehr vorhanden. Hohenrode wurde zu Zeiten der Romantik von Schatzsuchern gesprengt, da nach einer alten Sage sich ein Schatz unter der Burg befunden haben soll. Durch den schlechten Erhalt kann auch nur über das ehemalige Aussehen der Burg spekuliert werden. Man geht davon aus, dass die Anlage einen kleinen Palas, einen Hof und eine Ringmauer besaß, die zum Bergrücken hin mit einer Schildmauer verstärkt war. Andererseits findet die Theorie es handle sich um eine Turmburg ebenfalls großen Anklang. Von der Burg sind außer der Schildmauer, Teile des tiefen Halsgrabens und eindeutige Bearbeitungen des Felsens zu erkennen. Bei der Restauration hat man sich auf einfache Mittel beschränkt, was bei Hohenrode sehr integrierend wirkt. Fahnenstange, Bänke und Geländer wurden vollständig aus unbehandeltem Holz angefertigt und in den felsigen Untergrund eingepasst.
Die Burg ist zwar nicht besonders spektakulär und hat nichts zu bieten, doch lohnt sich der Aufstieg schon allein der Aussicht und der Umgebung wegen.

Historie

Erbaut wurde die Burg Mitte des 11. Jahrhunderts von den Freiherren von Röder als Flieh- und Signalburg. Zu dieser Zeit bestand direkte Sichtverbindung zwischen Burg Hohenrode, Burg Neu-Windeck und Burg Rodeck. Laut einer Quelle wurde die Burg 1524, kurz vor den Bauernkriegen aufgegeben, laut Krahe schon 1385 zerstört. 1824 und 1899 wurde Hohenrode durch Blitzschläge stark beschädigt und durch die Familie Röder (Burg 1881 gekauft) anschließend gesichert. Die Bezeichnung Brigittenschloss kam um 1820 auf. Wahrscheinlich wurde die Burg nach der irischen Heiligen Brigitta, der Patronin der Sasbacher Kirche benannt. Laut Urkunden wurde das Brigittenschloss 1524 schon als Ruine genannt, dennoch ist, nach dem Verfall zu urteilen, eine Zerstörung im Jahre 1385 nicht auszuschließen.

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Anfahrt

Die Burg Hohenrode, auch Brigittenschloss genannt, befindet sich unweit des Ortes Sasbachwalden. Über die A5 Ausfahrt "Achern" nach Achern und der Ausschilderung nach Sasbachwalden / Schwarzwaldhochstraße folgen. Hinter Sasbachwalden nach Brandmatt abbiegen. In Brandmatt in der Straße "Am Glöckelshof" parken. Die Straße geht in einen Wanderweg über den südlich gelegenen Berg hinauf. Dem Wanderweg folgen. Er führt direkt zur Burg.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- E. Batzer, A. Städele, "Burgen und Schlösser Mittelbadens", Konsordia Verlag, 1937, Bühl
- Kurt Klein, "Burgen, Schlösser und Ruinen- Zeugen der Vergangenheit im Ortenaukreis", Reiff Schwarzwaldverlag, 1997, Offenburg, ISBN: 3-922663-47-8

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 12.01.2012

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