Hohenasperg

Burg Hohenasperg

Deutschland / Baden-Württemberg

Schon die Kelten wussten die exponierte Lage des Berggipfels zu schätzen und errichteten hier einen befestigten Ort. Im Mittelalter entwickelte sich an selber Stelle eine größere Burganlage, die im 16. Jahrhundert zu einer beachtlichen Festung ausgebaut wurde. Heute dient die Festung als Gefängnis und kann nicht besichtigt werden. Dem Besucher wird aber die Möglichkeit geboten die Anlage einmal auf dem Wall zu umrunden. Auf dem Rundweg eröffnen sich mehrere Blicke in die Festungsanlage.

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Adresse

Burg Hohenasperg
Schubartstr.
71679 Asperg
Parken: Parkplatz, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Halbruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Anstalt
Lage: 345 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:21-16:52 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Die Festung Hohenasperg liegt oberhalb der Stadt Asperg auf einem 855m hohen, zu allen Seiten steil abfallenden Kegel. Der Zugang der Festung erfolgt über eine enge, in den Berg getriebene Straße, die einem Torzwinger gleicht. Sie verbindet das kleine barocke Außentor mit dem Vorplatz des Haupttors. Mit drei Metern Breite und einer Doppeltoranlage wirkt der Durchgang wie eine Art Engpass.
Hinter der äußeren Toranlage beginnt der Vorplatz der Festung. Der Ringwall dient heute als Rundweg und bietet die Möglichkeit die Anlage einmal vollständig zu umrunden. Das Innere ist zum größten Teil für die Öffentlichkeit gesperrt und gehört zu einer geschlossenen Anstalt.
Der Rundweg gibt Aufschluss über die Wehranlage. Der stark abschüssige Berghang eignete sich gut zum Verteidigen. Umgeben war die Festung von einem Graben, der sowohl von außen wie auch von der Burg her hochgemauert wurde. Auf der Burgseite wurde die Mauer gewölbt angelegt, so dass man keine Leitern anlegen konnte und Kugeln abprallten. Abgesehen von den hohen Mauern, die teilweise etwas niedrig ausfallen, sind noch dicke Türme zu erkennen, wie z.B. den Turm der Hügelsburg, den Pfaffenturm und den Pulverturm. Die Türme weisen nur bedingt Schießscharten auf und sind sehr schmucklos gehalten. Sie wurden zum größten Teil entweder von außen gesichert, was sich deutlich erkennen lässt oder wieder aufgebaut. Nahe des Eingangs lassen sich zwischen Pulverturm und Torhaus noch Schießscharten auf Bodenniveau erkennen, die einen uneingeschränktes Zielfeld in den Graben zuließen.
Das Innere der Festung ist über ein großes Haupttor zugänglich. Zu erkennen sind der Torturm mit Auflagern und Führungsschienen einer Zugbrücke und eines Fallgitters. Die Zugbrücke wurde später durch eine steinerne Brücke ersetzt. Direkt darüber ist eine Pechnase und rechts daneben eine Schießscharte zu finden. Das Innere des Turmes gleicht einem länglichen Gebäude, das einst aus fünf Abschnitten mit vier Toren bestand, die heute noch zahlreiche Details aufweisen. Seitenein- und Ausgängen führen von den Abschnitten in Nebenräume. Das Tor endet auf einem kleinen Hof.
Die Rückseite des Torturms weist barocke Elemente, sowie eine Turmuhr auf. Daneben stehen eine Kaserne und die Kellerei. Eine Rampe führt neben dem Torturm auf die äußere Wallanlage, die ein Restaurant im Obergeschoss des Torbaus beherbergt. Ebenfalls erkennbar ist ein Aufsichtsturm der Anstalt, genannt Schubartturm. Über die Wallanlage gelangt man zu weiteren Bereichen und kleinen Bastionen der Festung. Teilweise wurden Kanonen auf dem Wall ausgestellt.

Historie

Der Hügel wurde schon von Kelten genutzt. Im Mittelalter soll sich im Nordwesten eine Anlage befunden haben, die 1535 unter Herzog Ulrich zu der Festung "Hohen Asperg" ausgebaut wurde. Zeigleich wurde am Fuß des Berges das Städtchen abgebrochen und etwas weiter entfernt wieder aufgebaut. 1547 wird die Festung von spanischen Truppen über den Schmalkaldischen Krieg für 6 Jahre besetzt. 1634, während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Anlage durch kaiserliche Truppen belagert. Schwedische Truppen wurden zur Verstärkung hinzugefügt. Die Festung war zu dieser Zeit durch die geflüchtete Bevölkerung mit 2000 Personen besetzt. Ein Jahr später, 1635 wurde die Festung an die kaiserlichen Truppen übergeben und 1649 in württembergische Besatzung gebracht. 1670 kam es zu den ersten weiteren Ausbauten. Das Löwentor wird von Herzog Wilhelm Ludwig 1675 errichtet. 1688 wurde Hohenasperg den Franzosen kampflos übergeben, nachdem diese damit drohten Stuttgart niederzubrennen. Nach der Plünderung und Zerstörung verließen sie die Burg wieder. Auf ihrem Rückweg 1693 nahmen die Franzosen die Festung ein weiteres Mal ein. 1894 baute man sie zum Staatsgefängnis aus.

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Anfahrt

Die Festung Hohenasperg liegt nördlich der Stadt Asperg. Über die A81 Ausfahrt "Ludwigsburg-Nord" auf die B27 Richtung Bietigheim folgen, aber sofort nach Tamm abbiegen. Innerorts sollte man sich nach Asperg halten und kurz vor Ortseingang links den Berg hoch abbiegen. Die Festung ist mit braunen Schildern ausgeschildert und liegt in der "Schubartstr." Der Parkplatz liegt direkt vor dem Eingang zur Festung.

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Literatur

- Jörg Weikert, Günther Jungnickl, Günter Bächle, Gisela Trampusch, Sivia von Hahn, "Burgen und Schlösser im Kreis Ludwigsburg", Ungeheuer + Ulmer KG GmbH + Co, 1981, Ludwigsburg
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 11.01.2012

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