Glambeck

Burg Glambeck

Deutschland / Schleswig-Holstein

Burg Glambeck stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert. Die Anlage liegt an der Einfahrt des ältesten Hafens auf der Insel Fehmarn. Die rechteckige Wasserburg ist abgesperrt, lässt sich aber vollständig umrunden. Es haben sich Kniehohe Mauern der Ringmauer und eines Gebäudes erhalten. Die Überreste des Turms sind höher. Heute liegt die Anlage inmitten von Hotelhochhäusern und wirkt vergessen und nicht gewollt.

Adresse

Burg Glambeck
Südstrandpromenade
23769 Fehmarn-Burgtiefe
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Wasserburg
Nutzung: -
Lage: 1 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 02:37-19:56 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: geschlossen
Eintrittspreise: Rundgang: frei
Grundstück: geschlossen

Baubestand & Beschreibung

Burg Glambeck befindet sich heute auf einer Landzunge, die durch die Ostsee und den Burger Binnensee geprägt wurde. Die recht schmale und lang gezogene Halbinsel trennt heute den Binnensee zum Teil von der Ostsee ab und legt sich wie ein überdimensionaler Wellenbrecher vor die Küste. Die gute Lage und der Sandstrand sorgten für einen regen Immobilienhandel, so dass die Halbinsel fast vollständig bebaut ist. Heute liegt die Burg eingepfercht zwischen Hotels, Industriebauten und Parkplätzen am östlichen Ende eines kleinen Wäldchens.
Von der Burg Glambeck sind nur noch die Grundmauern erhalten. Die Höhe der Mauerelemente variiert stark und reicht von Kniehöhe bis zu 4m Höhe. Von der äußeren Wehranlage lassen sich heute noch ein Ringwall und ein Ringgraben erkennen, die rechteckig und dicht an der äußeren Wehrmauer entlanggezogen wurden. Der Zugang erfolgt heute wie damals von Osten her. Eine Aufschüttung im Graben ermöglicht diesen zu überwinden. Ursprünglich soll sich hier eine Zugbrücke befunden haben.
Von den Bebauungen sind noch der Stumpf des Bergfrieds in der Nordostecke und große Teile der äußeren Ringmauer existent. In der südwestlichen Ecke trifft man auf einen kleinen Turmstumpf, der sich nur noch bedingt erkennen lässt. Der Stumpf des Bergfrieds ist von allen vier Außenmauern bis auf ein Höhenniveau von bis zu vier Metern existent. Durch Ausgrabungen schaut das Fundament, bestehend aus Feldsteinen, aus dem Boden hervor. Weitere Gebäudefundamente lassen sich in der Südostecke und im Norden erkennen.
Die Anlage war relativ dicht bebaut. Unregelmäßigkeiten und Erhöhungen im Boden deuten auf weitere Gebäude im Westen und im Südwesten hin. Im Norden trifft man auf ein ausgemauertes Loch, das zu einem Brunnen gehört haben kann.
Von der Atmosphäre her strahlt Burg Glambeck eine leichte Urigkeit und Mystik aus, die durch umliegende Bebauung, bestehend aus Industriegebäuden und Mehrzweckhallen zum Teil wieder zerstört werden. Eine Besichtigung des Grundstücks ist nur von außen möglich.

Historie

Der Name des Ortes Burg stammt von einer vollständig verschwundenen Burg im Ort. Erste Siedlungen auf der Insel Fehmarn entstanden durch die Slawen im 8. Jahrhundert. 1076 ist die Rede von Seeräubern, die Fehmarn als Piratennest nutzen. Nach der Christianisierung der Insel im 12. Jahrhundert entsteht im 13. Jahrhundert Burg Glambeck. Man geht davon aus, dass Glambeck 1210 für einen dänischen Amtsverwalter erbaut wurde um den Schiffsverkehr im Hafen und die damit verbundenen Abgaben direkt von der Einfahrt aus überwachen zu können. 1430 greifen Seeräuber Fehmarn an und nehmen Glambeck ein. Sie verbleiben auf der Burg bis 1460.
Zerstört wurde Glambeck im Dreißigjährigen Krieg 1627 durch kaiserliche Truppen unter dem Befehl eines Grafen von Merode. Er schleifte die Anlage und machte sie unbrauchbar. In den darauf folgenden Jahrhunderten verschwand Glambeck unter Wanderdünen und wurde erst 1908 wieder entdeckt und ausgegraben.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Glambeck befindet sich an der Südküste der Insel Fehmarn. Über die A1 auf die B207. Auf der Insel die B207 Richtung Ortschaft "Burg" verlassen. In Burg folgt man der Straße Richtung Neue Tiefe / Burgtiefe und fährt bis zum Hafen in Burgtiefe. Von der Strandallee (der Hauptstraße) befindet sich hinter einigen hohen Hotelbauten ein Parkplatz auf der linken Seite, hinter dem die Burganlage liegt.

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Legenden

Einer Legende nach soll ein Geheimgang zwischen einem Burger Haus nahe der Kirche und Burg Glambeck existiert haben.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 21.11.2007

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