Demmin

Burg Demmin

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Demmin liegt direkt auf einer Anhöhe an der Mündung des Flusses Tollense in die Peene. Die kreisrunde Wallburg wurde als Fürstenburg 1228 das erste Mal erwähnt. 1840 entstand auf dem Grundstück ein Schloss im spätklassizistischen Stil. Von der mittelalterlichen Burg hat sich der Bergfried erhalten, der ursprünglich innerhalb der Wallburg durch einen eigenen Graben von dieser getrennt war. Die Reste des Turms wurden in einen merkwürdigen Backsteinbau "eingepackt", der in keinster Form das ehemalige Aussehen der Anlage erkennen lässt. Der schöne, eindrucksvolle Turmstumpf ist vollständig unter dieser Konstruktion verschwunden.

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Adresse

Burg Demmin
Husar-Schulz-Weg
17109 Demmin
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Wallburg, Wasserburg
Nutzung: -
Lage: 6 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:08-15:30 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Inmitten des Zusammenflusses von Peene und Tollense steht die Burg Demmin. Die Burg ist eine regional typische Wasser- und Wallburg. Aus einer runden, großen, slawischen Wallburg entstand in späterer Zeit eine mittelalterliche Burg, deren Kernburg nur einen Bruchteil der Wallburg einnahm.
Die Anlage war und ist heute noch von einem Wassergraben umgeben, der hauptsächlich durch die Peene und Tollense gebildet wird. Sie besaß als Außenmauer einen Wall nach slawischer Bauart, der eine Wehrmauer aus Feldsteinen trug. Teile dieser Wehrmauer lassen sich noch nahe des heutigen Zugangs an der Südseite erkennen. Im Inneren der Wallanlage errichtete man 1840 auf den Resten der Vorburg das "Haus Demmin", ein spätklassizistischer Bau mit den Anfängen der hier später vertretenen Bäderarchitektur. Im westlichen Part sind noch die Reste der Kernburg zu finden.
Die Kernburg von Demmin war relativ klein. Sie bestand aus einem Gebäudekomplex mit hohem, eindrucksvollem Hauptturm. Dieser steht auf einer Motte und war mit einem inneren Graben vom Rest der Wallburg abgetrennt. Ob der innere Graben Wasser führte ist unbekannt.
Der eindrucksvolle Turm war aus Backstein und stammt aus der Zeit um 1200. Anhand drei stehengebliebener Außenmauern lässt sich noch der quadratische Grundriss erkennen, der mit seinen dicken Mauern auf eine enorme Höhe und Wehrhaftigkeit schlussfolgern lässt.
Angrenzend an den Turm gab es vermutlich noch unterkellerte Gebäude und abgehende Wehrmauern. Auf der Motte stand folglich wahrscheinlich ein Turm mit kleinen, niederen Anbauten.
Die Turmruine wies bis zu ihrer Sanierung eindrucksvolle Außenmauern auf. Zum Teil haben sich Balkenauflager, Balkenlöcher und Fensteransätze erkennen lassen. Durch die merkwürdige Sanierung sind die Reste kaum noch zuzuordnen und geben keine Details mehr bekannt.
Von der Atmosphäre her ist Burg Demmin angenehm. Vor allem zieht es viele Angler in die Umgebung, die die Ruhe und die urige Ausstrahlung zum Nachgehen ihres Hobbys nutzen. Auf Besucher trifft man nur selten, da Burg Demmin recht unbekannt ist.

Historie

Die Wallanlage soll slawischer Herkunft sein und aus dem 8. Jahrhundert stammen. Die erste urkundlich genannte, pommersche Fürstenburg von Demmin wird 1228 als "Alte Burg " erwähnt. Bis 1264 wurde sie von den Herzögen der Pommern-Demmin-Linie genutzt. Im 13. Jahrhundert wurde die Burg zur frühdeutschen Wehranlage ausgebaut. Im 16. Jahrhundert kam es zu weiteren Aus- und Umbauten. 1512 verschenkte Herzog Bogislaw X. Demmin an Peter von Podewils. Ihm folgten weitere Erben bis die Anlage 1631 im Dreißigjährigen Krieg niederbrannte und nur der Turm erhalten blieb.
1840 ließ die Familie Podewils eine Art Schloss im spätklassizistischen Stil errichten. Das Gebäude ging 1881 in den Besitz der Familie von Rohr über, die Eigentümer bis zur Enteignung 1945 waren. Von 1948 bis 1986 diente die Anlage als Internat und als Demminer Oberschule. Nach der Wende 1991 erwarb die Familie von Rohr das Gebäude zurück, das 1998 abbrannte und seitdem nur noch als Ruine steht.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Demmin befindet sich südlich des Ortes Demmin. Über die A20 Ausfahrt "Jarmen" auf der B110 bis nach Demmin. Innerorts wechselt man auf die B194 Richtung Vorwerk. Auf der rechten Seite geht hinter dem Krankenhaus und der Brücke eine kleine, enge Allee ab. Am Ende dieser Straße befindet sich die Burg.

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Sonstige Einrichtungen

Nach 2007 kam es zur Sanierung der Turmruine. Die Reste des Turms wurden in einen merkwürdigen Backsteinbau "eingepackt", der in keinster Form das ehemalige Aussehen des Gebäudes erkennen lässt. Der schöne, eindrucksvolle Turmstumpf ist vollständig unter dieser Konstruktion verschwunden. Auf der einen Seite sind die Überreste vor Schatzsuchern, kletternden Touristen und Witterung geschützt, auf der anderen Seite verschwindet der Bestand unter einer Zeitkapsel aus Ziegeln und lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Es stellt sich die Frage, ob eine dermaßen übergreifende Überbauung notwendig war.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 24.10.2006

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