Wunnenstein

Burg Wunnenstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Auf einem Bergrücken zwischen Oberstenfeld und Winzerhausen lag die Burg Wunnenstein. Von der Anlage aus dem 13. Jahrhundert sind nur mehrere Gräben und Erdwälle erhalten geblieben. Ein Aussichtsturm erinnert an die einstige Burg und die später hier errichtete, nicht mehr erhaltene Michaelskirche. In dem Turm lassen sich noch Buckelquader und mittelalterlich behauenen Steine entdecken, die zum Bau verwendet wurden.

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Adresse

Burg Wunnenstein
71723 Grossbottwar-Winzerhausen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: ehemalige Burg
Burgtyp: Randburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 390 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:04-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Die Burg Wunnenstein befindet sich auf einem Bergrücken zwischen Oberstenfeld und Winzerhausen. Die Anlage war im Süden durch den natürlichen Hang und im Norden, Westen und Osten durch einen tiefen Halsgraben geschützt. Die Burg bestand aus einem länglichen Plateau mit anscheinend mehreren Gebäuden. Der Zugang erfolgt heute über den Halsgraben. Der ehemalige Eingang soll sich an der selben Stelle wie der heutige Weg befunden haben.
Auf dem benachbarten Plateau steht heute der wiederaufgebaute Kirchturm der St. Michaelskirche. Der Turm basiert auf den mittelalterlichen Fundamenten der Kirche und wurde 1888 wieder aufgebaut. In der Fassade lassen sich noch gefundene, mittelalterliche Buckelquader erkennen, die wahrscheinlich der Burg entstammen. Sie weisen Haltelöcher von Wölfen (Ein Wolf ist eine Art Zange, die sich beim Hochziehen in die Löcher des Steins festsetzt.) auf.
Wo lag die Burg?
Es wird oft vermutet, dass sich die Burg an der Stelle des heutigen Aussichtsturms befindet. Bis heute ist dies eine rege Diskussion, da das Plateau um den Aussichtsturm sich gut für eine Burg eignen würde. Die flache Ebene stammt aber von der ehemaligen Michaelskirche und einem Friedhof aus dem 18. Jahrhundert. Die Burg liegt auf der anderen Seite des Halsgrabens.

Historie

Auf dem Wunnenstein wird eine vorchristliche Burg der Römer vermutet. 1002 überbaute man diese mit der Michaelskirche. Über die Staufer ging sie schließlich 1250 an Württemberg. 1555 wurde die Kirche durch Herzog Cristoph abgerissen. Der Turm bleib erhalten und wurde später wieder aufgebaut.
Die auf dem Wunnenstein errichtete Burganlage war bis in das 15. Jahrhundert existent und wurde anscheinend im 13. Jahrhundert gegründet. Das Geschlecht taucht 1251 erstmals auf. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wird in einer Ballade von Uhland der Wolf von Wunnenstein genannt. 1413 wurde die Anlage zerstört. Das Geschlecht starb 1450 aus.
In den Bauernkriegen diente der Berg Ostern 1525 als Sammelplatz des württembergischen Bauernhaufens. Als Denkmal an die Schlacht von Döffingen errichtete man 1888 den Aussichtsturm, bei dem Reste der Kirche und der Burg zum Einsatz kamen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Die Burg Wunnenstein liegt nahe des Ortes Winzerhausen bei Großbottwar. Über die A81 Ausfahrt "Mundelsheim" nach Winzerhausen. In Winzerhausen auf Hauptstraße bleiben und 30m nach Ortsende rechts abbiegen. Hier führt eine Straße direkt zur Burg.

Buchtipp: Burgen in Baden-Württemberg

Das heutige Baden-Württemberg weist eine der höchsten Burgendichten Europas auf. Wie haben sich die Burgen in Baden-Württemberg ausgebreitet? Mehr dazu in diesem Buch.

Burgenarchiv.de
VER Verlag
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Gastronomie

An der Talseite liegt ein Restaurant.

Legenden

Einer alten Sage nach gab es in dem Glockenturm eine Glocke, genannt Anna Susanna. Sie diente zum Totengeläut, denn der Turm war Teil eines Friedhofs. Immer wenn ein Unwetter aufzog, begann die Glocke die Menschen in der Umgebung zu warnen.
Eines Tages kaufte Heilbronn die Glocke für die Kilianskirche, denn der Turm wurde nicht mehr genutzt und verfiel. Kaum in Heilbronn aufgehängt, läutete sie nicht mehr. Also brachte man die Glocke zurück und so warnte sie bis zum Zusammenfall des Turms die Einwohner vor Unwetter.

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Literatur

- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 24.06.2013, 31.01.2012

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