Weiberzahn, Bärenburg

Burg Weiberzahn, Bärenburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Weiberzahn, auch Bärenburg genannt, bestand ursprünglich aus einem Wohnturm aus dem 11. Jahrhundert. Bis heute hat sich eine Ecke des Turms erhalten. Einer Legende nach soll eine alte Frau die Burg bei Unwetter aufgesucht haben. Der Burgherr verwehrte ihr den Zugang und verspottete sie wegen eines missgebildeten Zahns. Sie verfluchte das Geschlecht auf dass es aussterbe und von ihrer Burg nur ein Mauerrest, ähnlich ihrem missgebildetem Zahn bliebe. Die heute Ruine erinnert an einen alten Zahn, was der Burg den Namen gab. Die Anlage liegt auf einem privaten Grundstück, kann aber aus dem öffentlichen Raum gut gesehen werden. Ein Halsgraben ist noch zu erkennen.

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Adresse

Burg Weiberzahn, Bärenburg
78126 Königsfeld - Burgberg
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte: keine Bewertung
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: privat
Lage: 720 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:04-16:10 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, geschlossen
Eintrittspreise: nicht zugänglich

Baubestand & Beschreibung

Auf einem Sporn oberhalb der Ortschaft Burgberg liegt auf einem Ausläufer des Hutzelbergs die Burg Bärenburg. Von der ehemaligen Spornburg hat sich nur eine Ecke des Wohnturms erhalten, die aufgrund einer Sage den Namen Weiberzahn trägt.
Burg Bärenburg bildet zusammen mit der Wasserburg Burgberg eine Burgengruppe. Beide Anlagen gehörten lange Zeit den Herren von Burgberg und wurden durch diese errichtet. Von Bärenburg haben sich eine Turmecke und das ehemalige Burgplateau erhalten, das noch heute durch einen Halsgraben von dem Berg getrennt wird. Die erhaltene Mauer besteht aus grob gehauenen Quadern, ähnlich wie Burg Burgberg. Der Turm war wahrscheinlich nicht viel höher als die heutigen Überreste.
Die Turmruine befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Das Grundstück gewährt zahlreiche Einblicke aus dem öffentlichen Raum. Der Besuch fällt recht kurz aus.

Historie

Burg Bärenberg, auch Bärenburg oder Weiberzahn genannt, stammt vermutlich aus dem Ende des 11. Jahrhunderts. Die Herren von Burgberg, damalige Besitzer, waren im Dienst der Herrn von Falkenstein und derer von Zimmern. 1116 wird die Burg das erste Mal erwähnt. Zu jener Zeit folgte die Errichtung der Burg Burgberg im Tal. 1417 bricht zwischen derer von Burgberg und der Stadt Villingen ein Streit aus. Hans von Burgberg hat einen Boten der Stadt Villingen beleidigt. Villingen soll Burgberg anschließend belagert haben.
Die Anlagen gingen 1425 an derer von Falkenstein. Die Besitzer wechselten häufig. 1472 gehen Burgen und Ort an derer von Württemberg. Das Geschlecht Burgberg stirbt 1457 aus. 1519 werden beide Burgen vermutlich zerstört.

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Anfahrt

Burg Weiberzahn liegt im Ort Burgberg. Die Ortschaft ist bei Königsfeld nahe der B33. Innerorts auf die Burgstraße abbiegen (geht direkt an der Informationstafel des Ortes ab). An der Schule parken und zu Fuß zur Burg gehen.

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Legenden

Im 15. Jahrhundert lebte auf der Burg Bärenberg der Burgherr Hans von Burgberg. Er soll der Legende nach recht geizig und unfreundlich gewesen sein. Eines Nachts bricht ein Unwetter über das Land hinein und eine alte Frau, deren Heimweg noch lang war, bittet am Tor um Einlass und Unterkunft für die Nacht. Der Wächter trug die Bitte der Frau dem Burgherren vor, der daraufhin zum Tor ging und die Frau grob zurückwies. Nachdem sie weiter flehentlich um Hilfe bat, verspottete er sie wegen ihres weit hervorstehenden Zahns und schlug das Tor zu.
Die alte Frau stand nun alleine im Sturm. Sie reckte ihren Stock empor und verfluchte Hans von Burgberg, auf dass sein Geschlecht aussterbe und von der Burg nur ein kleines Gemäuer stehen bliebe, das so aussehe wie der Zahn, über den sich der Burgherr lustig gemacht hat. Hans von Burgberg war tatsächlich der Letzte des Geschlechts. Er starb alleine 1457 in Villingen. Seine Burg verfiel keine 100 Jahre später. Bis heute hat sich nur noch eine Mauer erhalten, die einem Zahn ähnlich sieht.

sonstige Bemerkungen

Website des Fastnachtsvereins mit der Sage der Burg: Bettelwieber.de

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Literatur


- Arthur Hauptmann, "Burgen einst und jetzt, Band 2", Verlag des Südkuriers, 1987, Konstanz, ISBN: 3-87799-075-4
- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.106

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 17.04.2013

Fußnoten

[1]Der in Kursiv geschriebene Textabschnitt basiert auf eigenen Beobachtungen. Literaturhinweise oder Informationen im Internet wurden dazu nicht gefunden. Das Veröffentlichen und Verbreiten der Informationen ist sowohl in digitaler Form, wie auch in Printform oder im Internet nur als Zitat mit Verweis auf den Autoren und die Website, bzw. die App erlaubt.

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