Ulrichshusen

Burg Ulrichshusen

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Schloss Ulrichshusen stammt aus der Zeit von 1562 und wurde auf einer Vorgängerburg aus dem Mittelalter errichtet. Die Anlage ist heute privat, beherbergt eine Gastronomie und einen Schlosspark, kann aber frei besichtigt werden. Bei Ulrichshusen handelt es sich um eine Wasserburg auf einer Motte, die von einem zum Teil noch erhaltenen Wassergraben und See umgeben war. Nach einem Brand vom 7. Februar 1987 galt sie bis nach der Wende als einsturzgefährdet und wurde 1993 von einem direkten Nachfahren der Erbauerfamilie von Maltzahn gekauft und wieder instandgesetzt. Heute erstrahlt die eindrucksvolle und schöne Schlossburg in neuem Glanz und lädt mit dem schönen Park zum Verweilen und Entdecken ein.

Adresse

Burg Ulrichshusen
17194 Lupendorf-Ulrichshusen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Wasserburg
Nutzung: Hotel, privat
Lage: 46 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:07-16:37 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Eintrittspreise: Park: frei
Burg: geschlossen
Website: Gut-Ulrichshusen.de

Baubestand & Beschreibung

Burg, bzw. Schloss Ulrichshusen ist ein sehr gutes Beispiel für den Umbau einer Burg zu einer Schlossanlage. Der turmartige Renaissancebau steht nahe des Ulrichshuser Sees auf einer Motte. Vor dem Umbau zum Schloss war Ulrichshusen wahrscheinlich eine von Wasser umgebene Wehranlage aus Stein, die nur über einen kleinen Damm zu erreichen war, der im letzten Part in eine Brückenkonstruktion mit Zugbrücke überging. Der noch gut zu erkennende Graben umgibt Ulrichshusen heute noch, wurde aber zum größten Teil trocken gelegt und wich einer schönen Parklandschaft. Durch Urkunden ist bekannt, dass es einst einen quadratischen Bergfried gab, der nach einem Brand abgebrochen wurde und heute nicht mehr vorzufinden ist.
Auf dem ehemaligen Festland errichtete man einen Gutshof, der zeitgleich auch als Vorburg diente. Von den länglichen Gebäuden existiert das westliche vollständig und das östliche nur noch von den Grundmauern her. Richtung Süden sind noch weitere Wirtschaftsgebäude zu finden.
Schloss Ulrichshusen bietet von weitem schon einen eindrucksvollen Anblick. Durch die höhere Lage auf der Motte wirkt das kompakte Gebäude hoch und majestätisch. Bei der Restaurierung versuchte man auf alte Mittel zurückzugreifen, so dass Ulrichshusen in neuem Glanz erstrahlt und an den einstigen Zustand als Ruine nicht mehr erinnern lässt. Die Anlage besteht aus dem Renaissanceschloss, einem Treppenturm, der zur Erschließung der oberen Stockwerke dient und einem Torturm. Alle drei Gebäude wiesen bei der Bestandsaufnahme vor der Restaurierung Fresken und Deckenmalereien auf, die zum Teil rekonstruiert wurden und heute im Inneren vorzufinden sind. Der weitläufige Treppenturm erhielt ein neues Dach, das einen Frühstücksraum für Hotelgäste beherbergt. Das Schloss rekonstruierte man von außen nach altem Vorbild, so dass man beim Umrunden auf alte Backsteinarchitektur stößt, die im untersten Stockwerk noch in Feldsteinmauern übergeht. In den unteren Geschossen befinden sich große Räumlichkeiten mit Galerie im alten Stil, die sich für Veranstaltungen anmieten lassen.
Der Torturm wurde ebenfalls restauriert. Mit vorliegendem Torzwinger führt der Weg durch das Tor auf den ehemaligen Burghof. Auch das Tor weist noch die Reste einer Wappenhalterung, Ecksteine mit Verzierung und einen oberen Dachschmuck im Renaissancestil auf, die allesamt aufwendig rekonstruiert wurden. Nach Westen hin errichtete man zur Schonung des Torturms eine Rampe für Fahrzeuge. Die Anlage wirkt zu dieser Seite hin sehr offen.
Von der Atmosphäre her wirkt Ulrichshusen sehr urig und ruhig. Die Anlage wurde aufwendig rekonstruiert und lässt sich nur wenig von ihrem einstigen Zustand anmerken. Der See lockt mit zahlreichen Sitzmöglichkeiten und lädt so zum längeren Verweilen ein. Von der Bewegungsfreiheit her hat man (solange man nicht Hotelgast ist) nur die Möglichkeit das Schloss zu Zweidrittel zu umrunden, was aber völlig ausreichend ist, um alle relevanten Bauteile von außen gesehen haben zu können.

Historie

Schloss Ulrichshusen stammt aus den Jahren 1553-1562. Die Anlage entstand aus einer Wasserburg heraus, die diesen Bereich vorher prägte. Der Name stammt vom Erbauer Ulrich von Maltzan. Im Dreißigjährigen Krieg wurde in der Zeit von 1624-1626 von einem großen Brand berichtet, der den Bergfried vollständig zerstörte. Durch seine Stelle als Quartiermeister von Wallenstein hat Bernd-Ludolph von Maltzan die Möglichkeit die Anlage bis 1626 wieder aufzubauen. 1649 kommt es zur Verpfändung an den schwedischen Oberst Karl Dietrich Rutt, der die Burg an seinen Schwiegersohn Joachim Ehrenreich von Arnim übergibt.
1688 geht Ulrichshusen an Johann Heinrich von Erlenkamp, sowie an dessen Erben. Die eigentlichen Erbauer erhalten erst 1722 ihre Anlage zurück. Eine Seitenlinie der Familie Maltzan, genannt Rothenmoorer gelangt in den Besitz. Doch erfreuen die Rothenmoorer sich nicht lange an der Burg. 1815 stirbt der Letzte der Linie, genannt Cord Jasper von Maltzan bei einem Duell gegen Wilhelm von Dannenberg. Die schlesischen Verwandten (Grafen Maltzan auf Militsch) erben das Grundstück. 1831 kommt es zum Verkauf von Ulrichshusen an die Grafen von Basedow, die zu dieser Zeit viele Güter aufzuweisen haben. Sie übergeben zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Anlage an den Verwalter Sellschop.
1929 kommt es zu einem weiteren Verkauf an die Grafen von Basewitz-Schlitz, die 1945 vertrieben werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist Ulrichshusen Wohnheim für Flüchtlinge, aber auch Tanzsaal und ähnliches, bis es schließlich nicht mehr gewartet wird und verfällt. Am 4. Februar 1987 bricht ein Großbrand aus, der bis zum 7. Februar 1987 anhält. Das Schloss brennt vollständig aus.
Aufgrund der Einsturzgefahr ist die Anlage bis 1993 geschlossen. In jenem Jahr kauft Helmuth von Maltzahn, ein direkter Nachkomme des Erbauers, die Anlage auf und beginnt mit Sicherungsmaßnahmen und Wiederaufbau. 2001 ist das Gebäude fertiggestellt und dient seitdem als Restaurant und Hotel.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg und Gut Ulrichshusen liegen unweit der B108 nördlich von Waren.
Von Süden her über die A19 Ausfahrt "Waren/Müritz" auf der B192 nach Waren und dort auf die B108 Richtung Moltzow und weiter nach Rambow. Vor Rambow geht eine kleine Straße rechts ab, die direkt zur Burganlage führt.
Von Norden her über die A19 Ausfahrt "Güstrow" über die B104 nach Teterow und von Teterow über die B108 nach Rambow, bzw. Ulrichshusen.

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Gastronomie

Das Gut beherbergt heute im westlichen Wirtschaftsgebäude ein Restaurant.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 27.10.2006

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