Schwarzenfels

Burg Schwarzenfels

Deutschland / Hessen

Burg Schwarzenfels liegt auf einem steil abfallenden Sporn am westlichen Ende des gleichnamigen Ortes. Die Anlage aus der Zeit um 1280 bestand ursprünglich aus einer sehr großen Vorburg und einer kleinen Kernburg. Die Kernburg lädt heute mit zahlreichen Überresten und dem erhaltenen Bergfried zum Entdecken und Verweilen ein. Es haben sich partiell eindrucksvolle Hoffassaden und Gebäudereste erhalten. Ein Besuch lohnt sich.

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Adresse

Burg Schwarzenfels
Schlossgasse
36391 Sinntal-Schwarzenfels
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Gipfelburg
Nutzung: Gastronomie
Lage: 419 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:04-16:01 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Schwarzenfels liegt auf einem Bergrücken oberhalb des gleichnamigen Ortes. Die Anlage unterteilt sich in zwei Bereiche, die von Größe, Alter und Erhalt stark unterschiedlich sind. Der Parkplatz zur Burg befindet sich heute im ehemaligen Halsgraben, der im Laufe der Jahrhunderte größtenteils verlandete und zugeschüttet wurde.
Das Tor zur Unterburg bzw. zur Vorburg ist heute ebenerdig mit dem äußeren Terrain. Von der Torkonstruktion, die in das Innere der Unterburg führte, ist nur noch der Wehrturm an der Südseite existent, der das Tor flankierte. Im Laufe der Zeit unterlag der Turm der Nutzung als Glockenturm und erhielt in dieser Zeit seinen heutigen Aufsatz. Im unteren Bereich lassen sich unter anderem noch Schlüsselschießscharten erkennen, die auf eine gewisse Wehrhaftigkeit hinweisen.
Die Unterburg beherbergt heute zwei Gebäudekomplexe, die sich an der Nord- und an der Südseite entlangziehen. Zwischen ihnen eröffnet sich ein großer Hof, der den Zugang zur Kernburg beherbergt. Der nördliche Bereich wird von einem Kiosk genutzt, während der südlichen Bereich einer Jugendherberge unterliegt. Die Gebäude an der Nordseite sind zum größten Teil neueren Ursprungs. Der südliche, repräsentativ wirkende Gebäudekomplex verweist mit einem Treppenturm, großen Fenstern und einem Rundbogeneingang auf eine ältere Herkunft. Er wurde auf den Überresten des Marstalls nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg errichtet und diente in der darauf folgenden Zeit als Verwaltungssitz.
Die Oberburg befindet sich im Westen der Unterburg und schließt leicht erhöht an die Unterburg an. Sie ist älter als die Unterburg und nur noch als Ruine erhalten. Das Tor ist über eine seitlich angebrachte Treppe erschlossen und wurde durch den Bergfried flankiert. Das Tor mündet auf einem kleinen Burghof, der aufgrund fehlender Gebäudefassaden größer wirkt als er im Mittelalter war. Direkt am Eingang stößt man auf einen tiefen Brunnen, sowie auf den Zugang zum Bergfried von dessen Spitze sich eine herrliche Aussicht auf Umgebung und Burg eröffnet. Die einzelnen Gebäude der Kernburg sind unterschiedlich gut erhalten. Im Norden sind nur noch die Außenmauern erkennbar, während die Bauten im Süden vollständige Hoffassaden aufzuweisen haben. Mehrere Kellergewölbe lassen sich über unterschiedliche Eingänge besichtigen und erkunden. Sehr hervorstechend sind vor allem die unterschiedlichen Stilepochen, in denen Schwarzenfels umgebaut oder repräsentativer gestaltet wurde. So stößt man auf zahlreiche Fenster aus unterschiedlichen Epochen. Zudem kommen die Stümpfe von Treppenhaustürmen, sowie erhaltene Türschwellen und Gewölbedecken. Balkenlöcher und Balkenauflager deuten auf die Dimensionen und Höhen der einzelnen Stockwerke hin.
Ebenfalls gut erhalten und noch im Ansatz zu erkennen, ist die Kapelle, die sich direkt neben dem Zugangstor befand. Neben ihr beginnt der längliche Gebäudeschlauch, der sich einmal komplett an der Innenseite der Ringmauer entlangzog und nur an einzelnen Stellen unterbrochen wird.
Von der Atmosphäre her wirkt Burg Schwarzenfels sehr angenehm. Die Anlage wird ständig konserviert beziehungsweise restauriert und befindet sich in einem guten Zustand. Zahlreiche kleine wie auch große Details laden zum Entdecken und Durchwandern ein.

Historie

Die erste urkundliche Erwähnung eines Amtsmanns auf Schwarzenberg wird 1280 erwähnt. Damaliger Amtsmann war Gottfried von Steckelberg, der die Anlage für die Grafen von Hanau verwaltet. Bis 1363 kam es zum Verfall einzelner Elemente, die in jenem Jahr wieder hergestellt werden. Bis 1553 bleibt die Anlage im Besitz derer von Hanau. Von 1553 bis 1570 dient die Burg als Witwensitz von Elena von Pfalz-Simmern, Witwe von Philipp II. von Hanau. Fünf Jahre nach dem Tod der Witwe erfuhr Schwarzenfels von 1575-1580 einen Ausbau durch Philipp Ludwig I. von Hanau und seiner Frau Magdalena von Waldeck. 1575 entstand der heutige Glockenturm, der zu dieser Zeit als Torgebäude errichtet wurde.
Im 15. Jahrhundert wird die untere Burg (Vorburg) errichtet. 1580 wird der Glockenturm erstmals als Glockenturm genutzt. Es wird eine Glocke im Turm aufgehängt, die vom Kloster Konradsdorf stammt. Von 1604-1642 dient die Anlage als Residenz für Graf Albrecht und Johann-Ernst von Hanau-Schwarzenfels. Ab 1642 erlischt die Linie Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels und die Burg geht an Hanau-Lichtenberg. Die Linie verpfändet die Burg an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Zum Ende des Dreißigjährigen Krieges wird die Burg 1648 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Der Marstall wird wieder instand gesetzt und zum Verwaltungssitz ausgebaut.
1847 erhält der Glockenturm einen neuen Aufbau und 1865 erfolgt der Bau eines neuen Wohnhauses nach einem Brand von 1860. Im 19. und 20. Jahrhundert beginnt man mit Sanierungsarbeiten.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A7 Ausfahrt "Bad Brückenau-Volkers" Richtung Bad Brückenau und der B27 Richtung Stadtmitte folgen. Die Bundesstraße Richtung Staatsbad, Züntersbach verlassen und der Straße nach Sinntal / Schwarzenfels folgen. In Sinntal / Schwarzenfels ist die Anlage ausgeschildert.

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Gastronomie

Die Burg beherbergt einen kleinen Kiosk, der mit kleinen Imbissen und Getränken zum Verweilen einlädt.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 25.12.2007

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