Schenkenstein

Burg Schenkenstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Oberhalb des Egertals liegt auf einem Sporn die Ruine der Burg Schenkenstein. Die Anlage aus dem 12. oder 13. Jahrhundert war ursprünglich recht klein. Bis heute haben sich Teile des Palas, der Ringmauer, des Halsgrabens und der runde, eindrucksvolle Bergfried erhalten. Mit Sitzgelegenheiten und einer ruhigen Ausstrahlung, sowie wenigen Besuchern lädt die Burg zum Verweilen ein.

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Adresse

Burg Schenkenstein
Schenkensteinstr.
73441 Bopfingen-Aufhausen
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: -
Lage: 560 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:57-16:04 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Burg Schenkenstein befindet sich auf einem Felssporn südwestlich der kleinen Ortschaft Aufhausen oberhalb des Egertals. Der Zugang erfolgte einst von Nordosten vom Berg aus über mehrere Halsgräben, die mittlerweile nur noch bedingt erhalten geblieben sind.
Die Burg bestand aus einem runden Bergfried und einem Palas umgeben von einer Ringmauer. Im Südosten schloss ein Zwinger an, sowie eine noch deutlich erkennbare Terrasse, die wahrscheinlich weitere Gebäude trug und eine Unterburg darstellte. Von der Burg sind heute noch der runde Bergfried und äußere Mauerreste des Palas zu sehen. Das Untergeschoss des Palas wurde in den Felsen eingearbeitet und lässt sich noch gut erkennen. Die erhaltene Außenmauer des Gebäudes diente zeitgleich auch als Ringmauer.
Einziges gut erhaltenes Element von Schenkenstein ist der runde und 16 Meter hohe Bergfried. Sein rundbogiger Eingang befindet sich an der Südwestseite und liegt auf 6m Höhe. Im Zuge der Restaurationen wurde der Turm von der äußeren Mauerschale her ergänzt. Im oberen Bereich, ab ungefähr 6 m Höhe, verputzte und sicherte man das ehemals innere Füllwerk und sparte sich den Wiederaufbau der äußeren Mauerverkleidung.

Historie

Der Adel zur Burg wird erstmals unter dem Namen von Stein von 1138 bis 1152 genannt. Um 1230 wird die Burg von einem Bischof namens Hartmann von Augsburg, Sohn vom Grafen Hartmann von Dillingen von derer von Stein gekauft. 1263 folgt aber die Rückgabe der Burg an derer von Stein. Diese geben die Anlage weiter an die Grafen von Oettingen. Burgherren werden schließlich die Schenkeln von Ehingen, die sich von Schenkenstein nennen (die Burg hieß bis dahin Stein, anschließend Schenkenstein). 1273 wird das Geschlecht ein weiteres Mal durch Gerung genannt, der sich Schenk von Stein nennt. Er und sein Bruder Wilhelm vergeben 1347 einen Teil ihrer Herrschaft an die Grafen von Oettingen als Lehen und verkaufen weitere Güter (Dorf und Burg Nähermemmingen) 1367 an das Spital in Nördlingen. Es folgt 1408 eine Besitzaufteilung, bei der Georg von Stein (verheiratet mit Anna Adelmann von Adelmannsfelden) die Burg erhält. Mit seinem Eintritt in die Dienste der Stadt Nördlingen stellt Georg der Stadt ein Öffnungsrecht der Burg zur Verfügung. 1420 verkauft er einen Teil seiner Herrschaft an den Deutschen Orden und stellt einen Burgvogt ein, der die Burg bewohnt.
1525 wird Schenkenstein in den Bauernkriegen verwüstet und zerstört. Die Anlage ist seit diesem Zeitpunkt unbewohnt und begann zu verfallen. Der Letzte der Familie von Schenkenstein (Max von Schenkenstein) stirbt 1902 in Klausen (Südtirol). Die Burg geht über Besitzerwechsel an Eugen Fürst von Oettingen-Wallerstein, der diese 1931 der Gemeinde Aufhausen schenkt. Es folgten Sicherungsmaßnahmen und vereinzelte Restaurationen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A7 Ausfahrt "Aalen/Westhausen" auf die B29 über Westhausen und Lauchheim nach Bopfingen-Aufhausen. In Aufhausen folgt man der Michelfelder Str. Richtung Friedhof / Bahnhof. Beim Friedhof parken und der Straße weiter zu Fuß bergauf folgen. Am südöstlichen Ende des Friedhofs dem Forstweg links folgen. Nach 200m hält man sich wieder links auf einen Trampelpfad. Dieser endet auf dem Burggelände. Die Burg ist vom Friedhofsparkplatz aus schon zu sehen.

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Literatur

- Friedrich-Wilhelm Krahe, "Burgen des deutschen Mittelalters- Grundriss-Lexikon", Stürtz Verlag, 2000, Würzburg, ISBN: 3-88189-360-1
- Günter Schmitt, "Burgenführer Schwäbische Alb- Band 6- Ostalb", Biberacher Verlagsdruckerei, 1995, Biberach, ISBN: 3-924489-74-2

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 31.01.2012

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