Sachsenheim

Burg Sachsenheim

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Sachsenheim liegt heute inmitten der gleichnamigen, kleinen Ortschaft. Die Anlage aus dem 14. Jahrhundert wurde 1544 im Stil der Renaissance umgebaut. 1823 brannte der Südflügel ab, der bis 1962 wieder aufgebaut wurde. Bis heute trennt ein breiter Graben die Burg von der Ortschaft. Sie liegt am südlichen Ende einer Parklandschaft und kann sowohl von außen, wie auch vom Hof her besichtigt werden. Bei Sachsenheim handelt es sich um eine runde Niederungsburg mit Ringgraben. Das oberste Stockwerk ist aus Fachwerk und gibt der Anlage seinen Charme. Obwohl sie recht unspektakulär wirkt, ist sie aufgrund ihrer Einzigartigkeit und ihrer Schönheit sehenswert.

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Adresse

Burg Sachsenheim
74343 Sachsenheim
Parken: Burg, kostenpflichtig

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Burg
Burgtyp: Niederungsburg, Stadtburg
Nutzung: Stadtverwaltung
Lage: 235 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:02-16:08 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Burghof: offen
mehr
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Im Zentrum der gleichnamigen Gemeinde befindet sich das zwölfeckige Wasserschloss Sachsenheim. Sie liegt am südlichen Ende einer Parklandschaft und kann sowohl von außen, wie auch vom Hof her besichtigt werden.
Bei Sachsenheim handelt es sich um eine runde Niederungsburg, bzw. Wasserschloss mit Ringgraben. In der Nachkriegszeit wurde sie wieder aufgebaut und wird heute von der Stadtverwaltung als Sitz genutzt. Die Zugbrücke wurde durch eine steinerne Brücke ersetzt und führt über den tiefen wasserlosen Ringgraben hinweg. Dieser ist sternenförmig wie bei einer Zitadelle angeordnet und zieht sich vollständig um die kompakt errichtete Kernburg.
Hinter der Brücke befindet sich das Torhaus, das genau wie der Rest der Burg bis zum zweiten Stockwerk aus Stein und darüber aus Fachwerk besteht. Man geht davon aus, dass die Burg im Mittelalter ähnlich ausgesehen haben soll wie der heutige Wiederaufbau. Im recht eng gehaltenem Torhaus wird das Wappen ausgestellt. Direkt hinter dem Tor befindet sich ein kleiner Innenhof, über den die Gebäude der Kernburg erschlossen werden. Die Bauten sind an der äußeren Ringmauer angeordnet und bilden einen Gebäudering, der in der Mitte den bereits genannten Hof beherbergt. In den Gebäuden befindet sich heute die Stadtverwaltung. Am Wochenende beschränkt sich der Besuch auf den Innenhof, von dem nach hinten ein weiterer Durchbruch beim Wiederaufbau entstanden ist. Über diesen Zugang gelangt man an die Rückseite der Anlage. Von hier sind noch einmal der Graben und zwei Wehrtürme erkennbar. Wahrscheinlich dienten sie, abgesehen von der Wehrhaftigkeit, als Treppentürme.
Ursprünglich gab es noch eine äußere Anlage, die heute nicht mehr existiert. Bei Grabungen fand man noch Entwässerungskanäle vor.
Von der Atmosphäre her ist die Burg sehr angenehm. Beim Wiederaufbau hat man die mittelalterliche Baukunst gut integriert. Die Mischung aus Wiederaufbau und alten Mauern sorgt für viele kleine Sehenswürdigkeiten an den Fassaden, so dass die Burg von allen Seiten unterschiedlich wirkt und alle Erwartungen zum größten Teil erfüllt.

Historie

Die erste Burg wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Diese Wehranlage ist aber, wie in der Sage vom Klopferle erzählt, abgebrannt. 1544 wurde die Burg durch Reinhard von Sachsenheim im Renaissancestil neu aufgebaut. Aus dieser Zeit sind noch Figuren an der Fassade zu erkennen. Nach dem Aussterben der Sachsenheimer ging die Burg in den Besitz des Hauses Württemberg über. Ab 1828 war die Burg mehrmals in Privatbesitz (von Misani, von Roeder, von König-Fachsenfeld). 1952 erwarb die Stadt Großsachsenheim die Burg, so dass sie 1962 als Rathaus genutzt werden konnte. Im Jahre 1823 brannte der Südflügel vollkommen ab. Dieser wurde 1959-1962 wieder aufgebaut. Bei den Renovierungsarbeiten stieß man auf das Fundament des Bergfrieds der Burg aus dem 14. Jahrhundert.

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Anfahrt

Der Ort Sachsenheim liegt nördlich von Stuttgart und ist sowohl über die A81 wie auch über die A8 zu erreichen. Innerorts der "Hauptstraße" folgen. Von dieser geht die "Brunnenstraße" nach Norden ab, in der sich die Zufahrt zur Burg und zu den Parkplätzen befindet. Das Parken ist nur auf eine Stunde begrenzt.

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Literatur


- örtliche Informationstafel
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 09.01.2014, 29.10.2005

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