Reußenstein

Burg Reußenstein

Deutschland / Baden-Württemberg

Burg Reußenstein liegt auf einem eindrucksvollen Felssporn mit Steilwänden hoch über der Lindach. Die Burg aus dem 13. Jahrhundert wurde bis in das 16. Jahrhundert bewohnt und genutzt. Sie bestand aus einem Palas und einem Bergfried mit kleinem Hof und eindrucksvoller Ringmauer. Zum Berg hin wurde sie durch einen tiefen Halsgraben geschützt. Von der Vorburg ist heute nichts mehr existent. Die eindrucksvolle und sehenswerte Anlage lädt heute mit schöner Aussicht zum Erkunden und Verweilen ein.

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Adresse

Burg Reußenstein
73349 Wiesensteig-Reußenstein
Parken: Parkplatz, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Felsturmburg
Nutzung: -
Lage: 750 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:59-16:07 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Am Rande des Lindachtals thront auf einem steilen Felssäulensporn die Burg Reußenstein. Die Anlage bestand ursprünglich aus einer kompakten Kernburg, einer Unterburg und einer großen Vorburg. Die Kernburg nahm den höchsten Punkt ein. Unterhalb errichtete man auf einem künstlich vergrößertem Plateau eine Unterburg. Beide wurden durch einen mächtigen Halsgraben zum Bergrücken hin gesichert. Auf dem Bergrücken lag eine ausgedehnte Vorburg, die nach außen weitere Gräben und Wälle aufwies.
Der heutige Zugang verläuft an einem großen Plateau vorbei, das einst die Vorburg trug und heute einen Grillplatz beherbergt. An den Rändern des Plateaus stößt man auf zahlreiche kleine Mauerreste, die auf eine Wehrmauer hindeuten. Die Gebäude der Vorburg waren zum größten Teil aus Holz und sind somit vollständig verschwunden.
Zwischen der Vorburg und der Kernburg, bzw. der Unterburg liegt ein mächtiger Halsgraben. Die auf einem über 10m hohen Felsen erbaute Burg bietet vom Halsgraben aus einen eindrucksvollen Anblick. Noch im Graben befindet sich der Zwinger, über den sowohl Kernburg wie auch untere Wehranlage erschlossen waren. Die Kernburg steht auf dem Felsen, während man die Unterburg um die Kernburg herum errichtete. Sie weist teilweise Zwinger und eine kleine Ansammlung von Gebäuden, die nur noch von den Fundamenten her erhalten geblieben sind, auf.
Gut zu erkennen sind die Reste eines Turmes im Norden, sowie zwei Gebäude, die eine hervorragende Sicht auf die Kernburg und das Tal liefern.
Der Zugang zur Kernbug erfolgt über einen engen Pfad, der teilweise durch den Fels führt und schließlich oberhalb der unteren Wehranlage in einen Zwinger übergeht. Von hier gelangt man über eine weitere Treppe direkt in die Kernburg. Der Weg endet im Burghof, von dem es hoch auf eine Plattform am Bergfried geht und über wenige Stufen in das ehemalige Kellergewölbe des Palas. Zu allen Seiten erstrecken sich die Außenfassaden von Gebäuden, die zahlreiche Fenster, Balkenauflager, Kaminschächte und Wehranlagen aufweisen.
Eindrucksvollstes Element der Kernburg ist der Bergfried mit abgehender Schildmauer. Der Bergfried weist eine Höhe von ca. 20m auf. Er hat eine Grundfläche von 5,66 x 5,95m und zur Angriffsseite mehr als 2m starke Mauern. Von seiner Südseite geht eine Schildmauer ab, die mit einer beachtlichen Höhe von 14m (mit Felsen über 24m) die Kernburg zur Ost- und Südseite vor Geschossen schützte.
Von der Atmosphäre her ist Burg Reußenstein sehr urig und eindrucksvoll. Die Anlage ist ein Muss für jeden Felsenburgenfreund. Zahlreiche kleine Details, interessante Wiederaufbauversuche, ein hoher Grad an Verwinkelung und die wunderbare Aussicht laden zum Entdecken und Verweilen ein.

Historie

Nach Krahe wurde Reußenstein um 1270 durch die Ministerialen der Herzöge von Teck erbaut. Der Burgadel ist seit 1248 bekannt. Um 1550 wurde Reußenstein verlassen.
Nach der Informationstafel wurde Burg Reußenstein wahrscheinlich Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. 1340 verkaufte der Sohn des Erbauers die Burg. Der Name stammt von der Familie Reuß ab, die die Anlage nur 30 Jahre besaß. Ab 1371 waren elf Familien nacheinander Eigentümer der Burg. 1441 ging Reußenstein an die Grafen von Helfenstein, die bis 1627 Inhaber blieben. 1642 wurde die Anlage bayerisch, 1806 württembergisch. 1862 erwarb das württemberger Königshaus die Ruine, die sie 1964 an den Landkreis Nürtingen verkaufte. Seit dem 16. Jahrhundert zählt sie als unbewohnt und ruinös. Mit Hilfe von Baden-Württemberg, der Kreissparkasse und freiwilliger Helfer wurde Reußenstein 1965 restauriert.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Reußenstein befindet sich südlich von Neidlingen. Von der A8 Ausfahrt "Aichelberg" rechts Richtung Weilheim an der Teck abbiegen. Durch Weilheim nach Neidlingen fahren und der Straße weiter Richtung Wiesenstein / Mühlhausen folgen. Auf halbem Weg biegt man nach Schopfloch ab. Nach 2km stößt man auf einen Parkplatz, von dem auf der anderen Straßenseite ein direkter Weg zur Burg abgeht.

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Literatur


- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.465
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3
- örtliche Informationstafel

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 19.01.2014, 21.11.2006

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