Weißenstein, Rabeneck

Burg Weißenstein, Rabeneck

Deutschland / Baden-Württemberg

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Burg Weißenstein liegt auf dem Ausläufer eines Bergsporns, oberhalb des Flusses Nagold, der nach Norden und Süden stark abschüssig ist und auf diese Weise einen natürlichen Schutz bot. Seit 1835 trägt die Burg den Beinamen Rabeneck. In der Neuzeit wurde sie mit einer Jugendherberge überbaut. Erhalten haben sich die äußere Ringmauer, die Zwingeranlage, der Graben, Gewölbekeller und Ansätze des Palas. Das Grundstück kann innerhalb der Öffnungszeiten der Jugendherberge betreten werden.

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Adresse

Burg Weißenstein, Rabeneck
Kräheneckstr. 4
75172 Pforzheim - Dillweißenstein
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Jugendherberge
Lage: 285 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:03-16:10 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Vorburg: offen
Eintrittspreise: Vorburg: frei
Kernburg: nur Gäste
Kontakt: Jugendherberge Burg Rabeneck Pforzheim
Kräheneckstr. 4
75180 Pforzheim
Tel.: 07231 / 97 266-0
Fax: 07231 / 97 266-1

Baubestand & Beschreibung

Burg Weißenstein liegt auf dem Ausläufer eines Bergsporns, oberhalb des Flusses Nagold, der nach Norden und Süden stark abschüssig ist und auf diese Weise einen natürlichen Schutz bot. Seit 1835 trägt die Burg den Beinamen Rabeneck. In der Neuzeit wurde sie mit einer Jugendherberge überbaut. Erhalten haben sich die äußere Ringmauer, die Zwingeranlage, der Graben, Gewölbekeller und Ansätze des Palas.
Der Zugang erfolgt heute über den Halsgraben, der für den Bau der Kräheneckstr. und eines Spielplatzes verfüllt wurde. Der Torzwinger an der Nordseite dient partiell als Parkplatz bzw. Eingangsbereich der Jugendherberge und lässt sich in seiner Grundform noch erkennen.
Die Kernburg ist heute vollständig überbaut. Zum Graben hin befindet sich die Schildmauer, die den westlichen Part der Ringmauer einnahm. An der Innenseite lehnte der Palas an, der ein Drittel der Kernburg einnahm. Schießscharten und kleinere Fenster, sowie erhaltenen Balkenauflager erinnern an das Gebäude. Der übrige Bereich der Kernburg wurde durch einen großen Hof dominiert. Dank der Jugendherberge ist der Nachweis weiterer Gebäude im und am Hof unmöglich.
Durch die seit dem 19. Jahrhundert andauernde Verfälschung des Baubestands ist die Eingangssituation in die Kernburg ungeklärt. Man vermutet, dass eine der beiden rundbogigen Öffnungen (über dem heutigen Eingang) als Zugang diente. Der heutige Eingang ist erst in der Neuzeit entstanden.
Burg Weißenstein unterliegt voll und ganz der Nutzung als Jugendherberge. Dem normalen Besucher bleibt nur wenig Bewegungsfreiraum, um die Burg zu besichtigen. Es steht nur der Außenbereich und die äußeren Elemente zur Verfügung. Der nur für Gäste zugängliche Hof der Jugendherberge nimmt den Part des ehemaligen Palas ein. Hier lassen sich unter anderem Elemente des ehemaligen Gebäudes erkennen.

Historie

Burg Weißenstein wurde vermutlich um 1240 gebaut. Bis 1295 ist die Nutzung als Wohnsitz bekannt. Unter derer von Weißenstein entstand vermutlich die 300 Meter entfernte Burg Kräheneck. Noch vor Beginn des 14. Jahrhunderts verkaufte man die Anlagen an das Kloster Maulbronn und den Vettern Rudolf von Roßwag.
Weißenstein diente ab 1430 als Lehensburg. Nach dem Dreißigjährigen Krieg, 1649, wird sie auf Abbruch verkauft.
1855 erwirbt der badische Staat die Burg. 1877 wurden Stützpfeiler zur Sicherung der Mauern eingezogen. 1885 kam es zu weiteren Sanierungsarbeiten.
1917 erwirbt die Stadt Pforzheim die Burgruine. 1958 begann man mit dem Bau einer Jugendherberge. Diese wurde 1995 durch den heutigen Neubau von Ralf Rinnebach ersetzt.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Burg Weißenstein auch Dillweißenstein oder Rabeneck genannt, liegt an der B463 bei Pforzheim im Stadtteil Dillweißenstein. Von Pforzheim kommend, von der langgezogenen Rechtskurve über die große Brücke nach rechts abfahren. Anschließend wieder rechts und der Burggartenstr. folgen. Links erscheint eine alte Kirche und rechts die Burg. Parkplätze gibt es unterhalb der Burg und bei der Kirche.

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Sonstige Einrichtungen

Die integrierte Jugendherberge von 1995 ist in Fachkreisen auf heftige Kritik gestoßen. Der neuzeitliche, architektonische Stil des Gebäudes passe nicht, so heißt es, in die Ruinen einer mittelalterlichen Wehranlage. Vor allem im Internet wird der Bau als Fehlentscheidung kritisiert. Dass die Gemeinde Pforzheim die leichtsinnige Nutzung denkmalgeschützter und baugeschichtlich wertvoller Kulturdenkmäler begrüßt, erkennt man zur Zeit an der Burg Kräheneck. Die letzte, hier erhaltene Mauer der Burganlage (Schildmauer) darf von Hobbykletterern kostenlos genutzt werden. Obwohl es genügend Klettermöglichkeiten in der Umgebung gibt, wird die Burg einer unnötigen Gefahr ausgesetzt. Hierbei interessiert es auch wenig, dass eine der beiden letzten Schießscharten als Einstieg in die Kletterwand (die Schildmauer) genutzt wird und man sich von dem Geländer aus abseilt.
Die beiden Burgen Kräheneck und Weißenstein / Rabeneck sind in ihrer Art einzigartig und schützenswert. Sie sind Bodendenkmäler und ein Teil der Kultur und Geschichte der Region. Sie waren Stammsitze eines Adelsgeschlechts und verdienen es mit Respekt und behutsam behandelt zu werden. Die Jugendherberge gehört nun zur Geschichte der Burg Rabeneck und ist irreversibel. Gegen die Zerstörung der letzten Mauer der Burg Kräheneck kann man hingegen etwas unternehmen, indem man das Klettern verbietet. Wenn Sie auch so denken, teilen Sie dies bitte der Stadt Pforzheim über www.pforzheim.de mit.

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Literatur


- Wolfgang Zimmermann, "Unterwegs zu Burgen und Schlössern im Schwarzwald",  Fink-Kümmerly und Frey, 1994, Ostfildern, ISBN: 3-7718-0409-4
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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