Plau

Burg Plau

Deutschland / Mecklenburg-Vorpommern

Burg Plau liegt an der Mündung der Elde in den Plauer See. Bis heute trennt ein eindrucksvoller und tiefer Graben die Burg vom Ort, der Teil einer Parklandschaft ist. Von der Anlage haben sich Elemente der stark ruinösen Ringmauer, der eindrucksvolle Graben, das Burgplateau und der runde und hohe Bergfried erhalten. Der Turm aus Backstein stammt aus der Zeit von 1287. Im 15. und 16. Jahrhundert erweiterte man die Anlage bis sie 1660 zerstört wurde. In dem Turm befindet sich heute ein Museum. Hauptattraktion ist das 11 Meter tiefe Verlies, das sich bis heute erhalten hat.

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Adresse

Burg Plau
19395 Plau
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine
Burgtyp: Hügelburg
Nutzung: Museum
Lage: 70 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 06:11-16:37 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Apr-Okt:
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Eintrittspreise: Burg: frei
Turm: kostenpflichtig
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Baubestand & Beschreibung

Burg Plau liegt inmitten des gleichnamigen Ortes am westlichen Ufer des Plauer Sees. Die Anlage thront auf einer Erhöhung an einer Biegung des Flusses Elde. Sie lag ursprünglich in der Mündung der Elde in den Plauersee und war durch einen überdimensionalen Wassergraben von Stadt und Umgebung getrennt. Nur eine Brücke, die zum Teil Zugbrücke war, verband die Anlage mit dem Festland.
Burg Plau bestand einst aus einer kleinen Festung mit Ringgraben. Der tiefe und eindrucksvolle Graben ist noch existent, führt aber kein Wasser mehr. Er dient heute als Parkanlage. Statt der Brücke betritt man die Anlage heute über einen aufgeschütteten Weg.
Von der Burg sind nur noch der Turm und Teile der alten Wehrmauer erhalten geblieben. Zu DDR-Zeiten wurden zwei Häuser in die Burg gebaut, die sich auf den Grundmauern von Wirtschaftsgebäuden befinden. Diese beinhalten ein Amt und eine Bibliothek. Hinter den Gebäuden führt die schon stark zerstörte aber immer noch intakte Burgmauer weiter und umrahmt fast das gesamte Grundstück. Die Mauer war Teil der Ringmauer und wurde aus Feldsteinen geschaffen.
Der Bergfried ist der älteste erhaltene Part der Anlage. Er wurde in der Neuzeit saniert und trägt ein Spitzdach. Heute beherbergt er ein kleines Museum mit den Themen Burg und Stadt als Schwerpunkt. Der Bergfried besitzt zwei Etagen mit einem Durchmesser von vier Metern. Im Erdgeschoss befindet sich ein Angstloch mit einem 11 Meter tiefem Verlies, in das Gefangene abgeseilt wurden. Balkenlöcher in den Mauern gaben die Möglichkeit das Verlies für mehrere Gefangenen in Stockwerke zu unterteilen. In den anderen Etagen gibt es ausgestopfte Tiere, zahlreiche Informationen über Plau und die Burg, ein Modell der Anlage um 1900, Grundrisse aus den einzelnen Epochen und eine intakte und funktionsfähige Turmuhr.
Von der einst großen Festung, die 1900 noch größtenteils stand, haben sich nur wenige Reste erhalten. Die erhaltenen Überreste erinnern aber an eine eindrucksvolle und große Inselfestung.

Historie

Aus dem Mittelalter stammt nur der Turm der kleinen Burganlage. Die zahlreichen Wehrmauern und Gräben wurden wesentlich später angelegt. Der Bergfried aus Backstein ist der Rest der Burganlage aus der Zeit von 1287. 1448-1449 folgte der Ausbau zur größeren Burg. 1538-1550 wurde die Anlage mit dem mächtigen Graben versehen und zur Festung ausgebaut. 1618-1648 wurde die Stadt im Dreißigjährigen Krieg acht Mal belagert und teilweise auch verwüstet. 1660 wurde die Burg zerstört, der Turm diente wahrscheinlich weiter als Pulverturm und zur Aufbewahrung von Gefangenen.

Events in der Nähe

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Anfahrt

Über die A19 Rostock-Berlin Ausfahrt "Röbel-Müritz" Richtung Plau am See entlang. In Plau ist der große Turm schon von weitem zu sehen und nicht zu verfehlen. In der "Steinstraße" (ausgeschildert) liegt ein größerer, kostenloser Parkplatz.

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 16.10.2004

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