Ortenberg

Burg Ortenberg

Deutschland / Baden-Württemberg

Oberhalb der Mündung der Kinzig in den Rhein entstand im 12. Jahrhundert die Burg Ortenberg. Im Kinzigtal wurde im Mittelalter Silber abgebaut, das über Ortenberg abtransportiert wurde. Zum Schutz entstanden Burgen, zu denen Ortenberg gehörte. Sie wurde im 15. Jahrhundert im Festungsbaustil ausgebaut und wirkt heute durch Rondelle, Türme, Zwingeranlagen, die Schildmauer, den Bergfried und den Halsgraben eindrucksvoll und sehenswert. In der Burg befindet sich heute eine Jugendherberge. Der Besucher hat die Möglichkeit die meisten Bereiche der Anlage zu besichtigen.

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Adresse

Burg Ortenberg
77799 Ortenberg
Parken: Burg, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Halbruine
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: Jugendherberge
Lage: 220 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:06-16:13 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: Saisonal
Vorburg: frei
mehr
Eintrittspreise: frei
Website: Jugendherberge-schloss-ortenberg.de

Baubestand & Beschreibung

Burg Ortenberg liegt auf einem Bergsporn oberhalb der gleichnamigen Ortschaft und dem Kinzigkanal, inmitten ausgedehnter Weinhänge. Grund für den Bau der Burg war die Überwachung der Mündung des Kinzigtals in den Rheingraben. Die Anlage besteht aus einem Halsgraben, einer kleinen Vorburg und einer mächtigen Kernburg, die den höchsten Punkt des Berges einnimmt. Der Halsgraben dient heute zum Teil als Parkplatz und wurde partiell eingeebnet. Sowohl Vorburg, wie auch Kernburg sind in Benutzung einer Jugendherberge und nur zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich.
Von dem Parkplatz, bzw. dem Halsgraben aus gibt es die Möglichkeit die Anlage zu betreten oder zum Teil über den Halsgraben zu umrunden. Der Zugang zur Vorburg erfolgt über einen alten Torturm, der in seiner Grundform erhalten geblieben ist, im Laufe der Zeit aber immer wieder restauriert und neogotisch umgebaut wurde. In seinem Inneren stößt man heute auf ein hohes Gewölbe mit einem verzierten Schlussstein. Zudem sind noch Räumlichkeiten auf beiden Seiten auszumachen, die wahrscheinlich als Wachstube dienten.
Hinter dem Tor befindet sich die Vorburg, die neben dem Torturm und einem Gärtner- und Verwaltungsbau, einen neuzeitlichen Bau aus Beton beherbergt. Die Vorburg lag bedeutend tiefer als die Kernburg und wurde durch diese flankiert. Von dem ehemaligen Gärtner- und Verwalterhaus, in dem früher der Bewirtschafter der Rebenberge wohnte, führt der Weg zu einer alten Wehrplattform, die im südlichen Bereich die Kernburg zur Angriffsseite hin einrahmt. Neben der alten äußeren Wehrmauer beherbergt die Wehrplattform einen Wehrturm mit neogotischem Aufsatz. Durch die niedere Wehrmauer eröffnet sich ein weitreichender und uneingeschränkter Blick über die anliegenden Weinhänge und den Eingangsbereich des Kinzigtals.
Die Vorburg ist mit der Kernburg über einen ansteigenden Weg verbunden, der in einem Vorwerk der Kernburg endet. Sowohl Vorwerk wie auch Kernburg stehen nur Jugendherbergsbewohnern offen und sind für die allgemeine Öffentlichkeit unzugänglich. Im ehemaligen Vorwerk befindet sich ein eindrucksvoller Schlossbau, der 1838 im neogotischen Stil entstanden ist. Die sich hinter dem Schloss befindliche Kernburg besteht aus Bergfried, einigen Gebäudefundamenten, sowie zwei integrierten Wehrtürmen zur Angriffsseite hin. Umgeben ist sie von einer Ringmauer, die zum größten Teil erhalten geblieben ist.
Die äußere Wehranlage zur Hauptangriffsseite hin ist gut erhalten. Zu sehen sind die alte Burgkapelle, die in einem ausgedienten Wehrturm liegt, sowie der eindrucksvolle Bergfried, genannt "Schimmel", der seit der Neogotik stark umgebaut vorzufinden ist. Vom nördlichen Part des Grabens lassen sich die hohe Schildmauer mit zwei erschlossenen Türmen und das Schloss von der Westseite mit einem davor liegendem Wehrturm erkennen.
Aus dem touristischen Aspekt betrachtet, wirkt Burg Ortenberg teilweise angenehm und mittelalterlich, teilweise wiederum stark neuzeitlich. Viele Details, eine wunderbare Aussicht, Sichtachsen und Sitzplätze laden zum Entdecken und Verweilen ein. Leider sind die wichtigsten und interessantesten Bereiche nur für Jugendherbergsbewohner zugänglich.

Historie

Die Burg stammt ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde sie mit Verteidigungstürmen, bzw. Rondellen und Kanon ausgestattet und weiter ausgebaut. Seit der Gründung durch die Zähringer ist Burg Ortenberg ein wichtiger Verteidigungspunkt und zum Schutz des Eingangs für das Kinzigtal nötig gewesen. Im 18. Jahrhundert war Ortenberg Verwaltungssitz für die Landvogtei Ortenau als "Reichssteuermittelpunkt". Sie diente als Gerichtsstätte, Zollinstanz, Weingut und vieles mehr. Unter Ludwig XIV. wurden französische Truppen dazu befohlen unter Marschall Créqui 1678 Teile der Burg zu sprengen. 1697 wurde sie dann nochmals im größeren Maße zerstört. Landvogt Franz de Neveu ließ die Burg daraufhin ruinös liegen und zog in seine neue Residenz nach Offenburg. Erst 1838 begann man im Zuge der Neogotik Burg Ortenberg wieder romantisiert aufzubauen. Dies dauerte bis 1843. Auftraggeber war Baron Gabriel L. von Berckholtz. 1950 wurde Burg Ortenberg Jugendherberge und ist es bis heute.

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Anfahrt

Die Burg Ortenberg liegt im gleichnamigen Ort, südlich von Offenburg. Über die A5 Ausfahrt "Offenburg" und weiter über die B3 und die B33 nach Ortenberg. Von der B33 geht ein Abzweig nach Ortenberg ab. Die Berg ist oberhalb des Ortes zu erkennen. Innerorts ist die Anlage ausgeschildert.

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Sonstige Einrichtungen

Heiraten auf Burg Ortenberg
Auf Schloss Ortenberg können nur Personen heiraten, die sich in Ortenberg ehrenamtlich einsetzen oder dort wohnen. Die Jugendherberge hat keinen Einfluss auf das Standesamt. Website Ortenbergs: http://www.ortenberg.de

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Literatur


- E. Batzer, A. Städele, "Burgen und Schlösser Mittelbadens", Konkordia Verlag, 1937, Bühl S.305ff
- Diverse, Herausgeber: Dt. Burgenvereinigung, "Burgen in Mitteleuropa- Ein Handbuch", Band 2, Konrad Theiss Verlag GmbH, 1999, Stuttgart, ISBN: Bestellnummer 14464-3

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 30.01.2012

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