Nippenburg

Burg Nippenburg

Deutschland / Baden-Württemberg

Oberhalb der Glems liegt auf einem Sporn die Burg Nippenburg. Die Anlage aus dem 12. Jahrhundert wurde später zugunsten des nahe gelegenen Schlosses aufgegeben. Seit 1611 sind die Burg und das Schloss im Besitz der Freiherren von Stockenheim, die Besucher auf der Burgruine dulden. Von der Anlage haben sich nahezu alle Mauern und Gebäude ruinös erhalten. Vor allem die dicke Ringmauer und die massive Schildmauer wirken sehr eindrucksvoll. Heute lädt Nippenburg mit zahlreichen Überresten zum Umherwandern und Entdecken ein.

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Adresse

Burg Nippenburg
71701 Schwieberdingen - Nippenburg
Parken: im Ort, kostenlos

Kurzinfo

Punkte:
Zustand: Ruine, Schloss
Burgtyp: Spornburg
Nutzung: privat
Lage: 310 m.ü.NN.
Sonnenlicht: 07:04-16:05 Uhr Info

Zugang

Öffnungszeiten: privat, offen
Eintrittspreise: frei

Baubestand & Beschreibung

Oberhalb der Glems liegt auf einem Sporn die Burg Nippenburg. Die Anlage liegt auf einem Bergrücken mit einem später entstanden Schloss zusammen, das sich direkt hinter der Burg befindet. Der Zugang erfolgt heute wie damals vom Schloss über den ehemaligen Graben direkt in die Vorburg.
Burg Nippenburg bestand ursprünglich aus einer Vor- und einer Kernburg. Bis heute haben sich nur wenige Elemente der Vorburg und mehrere Bereiche der Kernburg erhalten.
Die Vorburg war ursprünglich durch einen großen Torturm mit Zugbrücke gesichert, dessen eindrucksvollen Reste sich links und rechts neben dem Eingang erkennen lassen. Direkt daneben stößt man auf Bereiche einer gut befestigte Wehranlage. Die Kernburg wies zu dieser Seite eine massive Schildmauer und einen äußeren Zwinger sowie einen nicht mehr besonders gut erhaltenen Graben auf.
Hinter dem Tor eröffnet sich der Blick auf die Vorburg. Zur Kernburg hin wird dieser durch eine etwas höhere Zwingermauer geschützt. Von den Gebäuden der Vorburg steht nur noch ein zum größten Teil originales Wirtschaftsgebäude, das seit 1483 vorhanden ist und die Burgscheuer beherbergte. Direkt neben diesem lag der Zweiteingang, der zum Tal hin führte. Auch hier lassen sich wieder die ehemaligen Kettenscharten für die Zugbrücke erkennen. Vor dem Weg sind Richtung Tal ein Wall mit Graben und die Reste der ehemaligen Stallungen zu erkennen.
Neben dem Tor gelangt man in die Kernburg. Diese erscheint aufgrund des teilweise niedrigen Erhalts lichter und leerer als sie einst gewesen zu sein scheint. Neben zahlreichen Türen, die in unterschiedliche unterirdische Räume führen und meistens verschlossen sind, gibt es unzählige Mauerreste und einen kleinen Erdwall, der den Standort der Zisterne andeutet, aber aus Sicherheitsgründen Anfang des Jahrhunderts verschüttet wurde.
Dem Besucher steht im Grunde nur ein Weg offen um die Burg zu erkunden. Von der Zisterne führt ein Rundgang an der alten Ringmauer entlang. Ein Tor führt noch in den Zwinger, der die Vorburg flankierte. Dieser lag vor der Schildmauer.
In der Kernburg steht noch ein Deckengewölbe des Burgkellers, der einst das Fundament für den nur noch bruchstückhaft existenten Palas bildete. Abgesehen von einigen Fenstern und restaurierten Mauern gibt es hier genau wie überall in der Anlage nur sehr bedingt Details oder sehenswerte Elemente zu erkennen.
Von der Atmosphäre her ist Burg Nippenburg sehr angenehm. Die alte Anlage strahlt eine gewisse Ruhe aus und ist durch ihre Abgeschiedenheit ein gern besuchter Ort vieler Familien mit kleineren Kindern, so dass es auf Burg Nippenburg alles andere als leblos zugeht. Durch die vielen Nischen und Mauerreste verteilen sich die einzelnen Grüppchen sehr gut.

Historie

Im Jahre 1160 wurde die Burg erstmals erwähnt. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie von den Herren von Nippenburg, dem hier ansässigen Adel errichtet. Aus der Reihe der Ahnen sticht besonders Philipp von Nippenburg heraus der 1515 durch Herzog Ulrich von Württemberg mit dem Erbschenkenamt belehnt wird und 1518 seine Dienste als Landhofmeister aufnimmt. Durch zahlreiche Ehen gelangte die Burg im Jahre 1611 an den Freiherrn von Stockenheim und im Jahre 1685 an das noch heute im Schloss lebende Adelsgeschlecht von Ertingen. Von 1979 - 1984 wurde die Burg großzügig gesichert. Seitdem hängt die Informationstafel an der Ringmauer.

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Anfahrt

Burg Nippenburg liegt nahe des Ortes Schwieberdingen. Über die A81 Ausfahrt "Stuttgart-Zuffenhausen" auf die B10 nach Schwieberdingen. Vor dem Ort über die "Stuttgarter Straße" in den Ort fahren. Anschließend hinter dem Kreisverkehr in die "Hemann-Essig-Str." abbiegen und dieser bis zum Ende folgen. Weiter über die Bahnhofstr links und gleich wieder rechts in die Nippenburger Str. Diese führt direkt zur Burg, ist aber nur beschränkt befahrbar. Dem letzten Part zu Fuß zur Burg folgen.

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Literatur


- Diverse, Herausgeber: Karl Seith, Max Miller, "Historische Stätten VI- Baden-Württemberg- 6. Band", Alfred Kröner Verlag, 1965, Stuttgart S.621

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Letzte Aktualisierungen dieser Seite: 31.03.2014, 30.10.2005

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